Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Basaltsteinbruch Eudenberg (SU-087)

Objektbezeichnung:

NSG Basaltsteinbruch Eudenberg

Kennung:

SU-087

Ort: Hennef
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 36,83 ha
Offizielle Fläche: 36,90 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2002
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt
1) nach § 20 Satz 1 Buchstaben a und c sowie Satz 2 LG
- zur Erhaltung und Wiederherstellung des folgenden natürlichen Lebensraumes von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Anhang
- der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden
Tiere und Pflanzen:
- 9130 Waldmeister-Buchenwald;
- zur Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften folgender, wildlebender Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse
gemäß Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG:
- 1193 ,
- 1166 Kammmolch;
- zur Erhaltung und Wiederherstellung
- des Steinbruchsees,
- der flachen Klein- und Kleinstgewässer als Lebensraum für Amphibien, vor allem der ,
- der sonnenexponierten Steilböschungen und Felswände als Lebensraum der Zauneidechse, der Geburtshelferkröte
und der Felsspaltenvegetation,
- der Pionier-, Trocken- und Magerrasenstandorte, der Sukzessionsgebüsche und -wälder sowie der Laubmischwaldbestände
als abwechslungsreicher Lebensraum mit natürlicher Entwicklung im Bereich des ehemaligen Basaltsteinbruchs
einschließlich ehemals zugehöriger Betriebsflächen,
- des naturnah strukturierten Hanfbachs, der geprägt ist durch
- typische Strukturen wie Prall- und Gleithänge, Uferabbrüche und -überhänge sowie der Abfolge verschiedenartig
ausgeprägter Gewässersohlen und
- naturnahe Uferbereiche mit bachbegleitenden Erlen-Ufergehölzen sowie Au- und Sumpfwaldbereichen,
- der ehemals teilweise als Niederwald genutzten Hangwälder,
- der natürlichen und strukturreichen Waldgesellschaften, wie Waldmeister- Buchenwald, Birken-Buchenwald und
der alt- und totholzreiche ehemalige Buchenniederwald
- der Aue des Hanfbachtales mit Grünlandflächen (insbesondere Feuchtgrünlandflächen),
- des Gebietes mit seiner großen Strukturvielfalt und zahlreichen, eng verzahnten Biotopen, wie z.B. vegetationslosem
Fels, Schutthalden, Totholz, Feucht und Trockenbereiche und seinem hohen Anteil an Kleinstrukturen,
- als Lebens- und Rückzugsraum zahlreicher, teilweise in ihrem Bestand bedrohter Tier- und Pflanzenarten und deren Lebensgemeinschaften, insbesondere von Vögeln, Amphibien und Reptilien sowie verschiedenen Insekten;
- zur Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Lebensräumen wildlebender Tier- und Pflanzenarten, insbesondere von , Geburtshelferkröte und Zauneidechse;
- zum Schutz und zur Erhaltung des aufgelassenen Basaltsteinbruchs als wichtiger Sekundärlebensraum für zahlreiche, zum
Teil in ihrem Bestand bedrohte Tier- und Pflanzenarten;
- zur Erhaltung des abwechslungsreichen Mosaiks verschiedenartiger, eng verzahnter Biotope wie Sukzessionswald, Gebüsch,
Still- und Fließgewässer, Felswände und Brachflächen in verschiedenen Sukzessionsstadien und zur Erhaltung der dort vorkommenden Lebensgemeinschaften;
- zur Erhaltung des Grünlandes und der bachbegleitenden Erlensäume als Teillebensraum zahlreicher Tierarten und aufgrund
ihrer hydrologischen Pufferfunktion;
- wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart des Gebietes, insbesondere
- wegen der besonderen Eigenart und Seltenheit von seit längerem ungenutzten Flächen in einer ansonsten vom
Menschen intensiv genutzten Umgebung;
- wegen der besonderen Eigenart, Seltenheit und Schönheit des naturnahen Bachtals;
- aufgrund der Seltenheit des Vorkommens von in ihrem Bestand bedrohten Tier- und Pflanzenarten,
2) nach § 20 Satz 1 Buchstabe b LG
- wegen der geowissenschaftlichen und kulturhistorischen Bedeutung des Basaltaufschlusses.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5209-142
  • BK-5210-045
  • BK-5309-159
Kennung:

BK-5210-045

Objektbezeichnung:

Ehemaliger Basaltsteinbruch Eudenberg zwischen Meisenhanf und (siehe unter Bemerkungen)

Link zur Karte: BK-5210-045
Objektbeschreibung: Im Kuppenbereich des ueber 240 m hohen Eudenberges befindet sich ein stillgelegtes Basaltwerk, von dem noch ein Gebaeude und ein umlaufender befestigter Fahrweg zeugen. Der nicht rekultivierte, kraterartige Steinbruch suedlich davon besteht aus dem Steinbruchsee im Zentrum und terrassierten Felswaenden und Steilboeschungen ringsum. Hier wechseln vegetationsfreie Felswaende, die sehr deutlich die sechseckigen Basaltsaeulen zeigen, Pionierrasen, Besenginstergebuesch und Salweiden-Birken-Buschwald auf den Blockhalden und Erdboeschungen einander ab. An den Aussenraendern stocken Eichen-Hainbuchenwaldreste auf autochtonem Boden. Das noerdliche Abgrabungsgelaende bzw. die Abraumhalden sind in ebenen Terrassen unterschiedlicher Groesse und ueberwiegend steilen Boeschungen gegliedert. Die Vegetation weist verschiedene Sukzessions- und Uebergangsstadien auf, Gebuesche vorwiegend mit Espen, Birken, Strauchweiden, Hochstauden, Ruderalvegetation mit viel Reitgras und nahezu vegetationsfreien Flaechen. Auf einer noerdlich gelegenen groesseren Terrasse ist ein Wildacker angelegt worden. Am westlichen Rand und im Norden der Flaeche stocken kleinflaechig artenreiche Weidenmischwaldbestaende. Aeltere Buchen-Eichen- und Eichen-Hainbuchenwaldreste mit Starkhoelzern auf den alten Halden und autochtonen Berghaengen westlich und oestlich des Steinbruchs. Ein aspaltierter, gesperrter Weg fuehrt am westlichen Rand vom Hanf- bachtal in das Abbaugelaende
Kennung:

BK-5309-159

Objektbezeichnung:

Basaltsteinbruch Eudenberg

Link zur Karte: BK-5309-159
Objektbeschreibung: Aufgelassener Steinbruch mit verschiedenen Abbauplateaus im Bereich eines ehemaligen Vulkankegels bei Eudenberg. Während seine Flanken am Oberhang mit dichtem Laubmischwald bestanden sind, befnden sich an den Hangfüßen Mähwiesen. Im tiefsten Teil des Bruches hat ssich ein Weiher gebildet. der Steinbruch ist Habitat einer kopfstarken (Artname verdeckt)-Population aus mindestens 50 Tieren.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenwald <AB0> (1,58 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (0,29 ha)
  • Weidenmischwald <AE1> (0,26 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,32 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (0,18 ha)
  • Vorwald, Pionierwald <AU2> (3,15 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (4,26 ha)
  • Besenginster-Heide <DA3> (0,11 ha)
  • Silikattrockenrasen <DC0> (0,04 ha)
  • Fettweide <EB0> (4,73 ha)
  • Magergruenland <ED0> (3,23 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,07 ha)
  • brachgefallenes Magergruenland <EE4> (3,79 ha)
  • Weiher (stetig) <FB0> (2,21 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,32 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <FG0> (0,41 ha)
  • Basaltsteinbruch <GC3> (0,66 ha)
  • Acker <HA0> (0,63 ha)
  • Wildacker <HA2> (0,07 ha)
  • Gebaeude, Mauerwerk, Ruine <HN0> (0,04 ha)
  • Gebaeude <HN1> (0,32 ha)
  • Brachflaeche der Gewerbegebiete <HW5> (0,37 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (7,25 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <xAA2> (0,95 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Filzkraut (Filago arvensis)
  • Acker-Hornkraut (Cerastium arvense)
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Breitblaettrige Stendelwurz (Epipactis helleborine)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Doldiges Habichtskraut (Hieracium umbellatum)
  • Dornfarn Sa. (Dryopteris carthusiana agg.)
  • Duerrwurz (Inula conyzae)
  • Echte Kamille (Matricaria recutita)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feinstrahl-Berufkraut (Erigeron annuus)
  • Feld-Kresse (Lepidium campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Florentiner Habichtskraut (Hieracium piloselloides)
  • Flutende Moorbinse (Isolepis fluitans)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Geflecktes Knabenkraut i.w.S. (Dactylorhiza maculata agg.)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeine Goldrute (Solidago virgaurea)
  • Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis)
  • Gemeiner Beifuss (Artemisia vulgaris)
  • Gemeiner Natterkopf (Echium vulgare)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeiner Windhalm (Apera spica-venti (subsp. spica-venti))
  • Gewoehnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare (subsp. vulgare))
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Golddistel (Carlina vulgaris (subsp. vulgaris))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Hasen-Klee (Trifolium arvense (subsp. arvense))
  • Hopfenklee (Medicago lupulina)
  • Huflattich (Tussilago farfara)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kleinbluetige Koenigskerze (Verbascum thapsus)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Krause Distel (Carduus crispus)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Mittlerer Klee (Trifolium medium)
  • Moschus-Malve (Malva moschata)
  • Nestwurz (Neottia nidus-avis)
  • Platthalm-Rispengras (Poa compressa)
  • Purpur-Fetthenne (Hylotelephium telephium)
  • Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea)
  • Quendelblaettriges Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculus)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rose unbestimmt (Rosa spec.)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sanikel (Sanicula europaea)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna)
  • Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Sparrige Segge (Carex muricata)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stachelbeere (Ribes uva-crispa)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Vogel-Wicke (Vicia cracca)
  • Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weisser Steinklee (Melilotus albus)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Margerite Sa. (Leucanthemum vulgare agg.)
  • Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wilde Karde (Dipsacus fullonum)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Wirbeldost (Clinopodium vulgare (subsp. vulgare))
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zwerg-Holunder (Sambucus ebulus)
  • Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias)
Tierarten:
  • Eisvogel (Alcedo atthis)
  • Federlibelle (Platycnemis pennipes)
  • Geburtshelferkroete (Alytes obstetricans)
  • ()
  • Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)
  • Langfluegelige Schwertschrecke (Conocephalus fuscus)
  • Ochsenauge (Maniola jurtina)
Schutzziele: Offenhaltung und Entwicklung eines ehemaligen Basalt-Abbaugelaendes,
mit Erhaltung des Abgrabungsgewaessers, Erhaltung und Pflege offener
Flaechen sowie Erhaltung randlicher Gehoelzbestaende und Entwicklung
zu AltholzbestaendenSchutz und Erhalt eines aufgelassenen Steinbruchs als Sekundärlebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzengemeinschaften, insbesondere der Vorkommen von und Kammmolch.
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Aufschuettung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • unerwuenschte Sukzession
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
  • Verfuellung
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beseitigung von baulichen Anlagen
  • der Sukzession ueberlassen
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Jagdausuebung beschraenken
  • keine Aufforstung
  • keine Duengung
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • NSG-Ausweisung / vertragliche Regelung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vegetationskontrolle
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.