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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Limersbach und Zuflüsse (SU-113)

Objektbezeichnung:

NSG Limersbach und Zuflüsse

Kennung:

SU-113

Ort: Hennef
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 18,87 ha
Offizielle Fläche: 18,90 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2008
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt nach § 20 Satz 1 Buchstaben a und c LG
- aufgrund der für Mittelgebirgsbäche typischen Gewässerdynamik der Fließgewässer, verbunden mit den charakteristischen
Sohl- und Uferstrukturen;
- zur Erhaltung und Entwicklung einer naturnahen Vegetation aus Erlen-, Eschen- und Weiden-Bachauenwäldern und
Hochstaudenfluren sowie Quellfluren mit hoher Empfindlichkeit gegenüber anthropogenen Einflüssen;
- zur Erhaltung und Entwicklung naturnaher Hangwälder, teilweise mit hohem Alt- und Totholzanteil;
- zur Erhaltung und Verbesserung magerer Grünlandflächen, teilweise mit Streuobstbeständen, mit seltenen und gefährdeten
Tier- und Pflanzenarten; Nordöstlich Striefen und nordwestlich Adscheid.
- in seiner Funktion als Lebensraum für bedrohte und seltene Tier- und Pflanzenarten, insbesondere für Amphibien und Insekten;
- zur Erhaltung und Entwicklung aufgelassener Teichanlagen als Lebensräume insbesondere für Amphibien und Wasserinsekten;
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5209-0045
Kennung:

BK-5209-0045

Objektbezeichnung:

NSG Limersbach und Zuflüsse

Link zur Karte: BK-5209-0045
Objektbeschreibung: Das Bachtal erstreckt sich von Lichtenberg und Bierth im Süden nach Stein im Norden und vereinigt sich dort mit dem Siegtal. Es handelt sich um ein typisches Mittelgebirgsbachtal mit anfangs schmalem, tief eingeschnittenem Siefen, der sich schnell zu einem breiterem Bachtal mit bewaldeten Hängen und Bachaue entwickelt. Es finden sich bachbegleitende Biotope wie Feuchtgrünlandbrachen und Auwaldreste sowie durch Nutzung geprägte Biotope wie Teiche und Intensivgrünland und Wirtschaftswälder. Vor allem im Mittellauf ist der Bachlauf naturnah ausgeprägt und mäandriert streckenweise frei. Zufließende Quellbäche haben eine naturnahe Struktur mit meist kaum ausgeprägter Krautschicht, bedingt durch dichte Bewaldung. Stellenweise finden sich naturnahe Auwaldreste und vereinzelt Feuchtgrünland mit typischem Artenspektrum. Das Bachtal stellt durch sein Spektrum an Gewässer-, Grünland- und Waldbiotopen ein typisches Mittelgebirgbachtal dar und ist vergleichsweise naturnah ausgeprägt. Das Bachtal hat lokale Bedeutung für den Biotopverbund des Fließgewässersystems der Sieg und den assoziierten Biotoptypen. Schutz- und Entwicklungsziele sind die Erhaltung und Renaturierung naturnaher Fließgewässerabschnitte sowie der bachbegleitenden Auwälder, die Erhaltung des Feucht- und Magergrünlands und die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung der naturnahen Laubmischwälder.
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (7,20 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,09 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (2,30 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,38 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (0,46 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (2,03 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (0,09 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (2,03 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,38 ha)
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (2,80 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (2,30 ha)
  • Fettweide <EB0> (1,68 ha)
  • Magerweide <ED2> (0,46 ha)
  • Teich <FF0> (0,32 ha)
  • Bach <FM0> (1,50 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (7,20 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,38 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (2,03 ha)
  • Bachbegleitender Eschenwald <zAM2> (0,09 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Lungenkraut unbestimmt (Pulmonaria spec.)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rohrkolben unbestimmt (Typha spec.)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schaumkraut unbestimmt (Cardamine spec.)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Renaturierung naturnaher Fließgewässerabschnitte sowie der bachbegleitenden Auwälder.
Erhaltung des Feuchtgrünlands.
Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung der naturnahen Laubmischwälder.
Gefährdungen:
Maßnahmen:
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