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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Brachter Wald (VIE-036)

Objektbezeichnung:

NSG Brachter Wald

Kennung:

VIE-036

Ort: Brueggen
Kreis: Viersen
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 1.328,17 ha
Offizielle Fläche: NaN ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1988
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Schutzausweisung dient der Erhaltung und Optimierung dieses vielgestaltigen
Kulturlandschaftskomplexes fuer artenreiche Lebensgemeinschaften und als
Lebensstaette bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten, insbesondere
fuer Voegel als Brut-, Nahrungs-, Rast- und Ueberwinterungsstaette und damit dem
Schutz eines Teils des europaeischen oekologischen Netzes "Natura 2000".
Mit der Schutzausweisung verbunden sein soll aber auch die Wiederherstellung
oder Entwicklung bereits abgegangener oder abgaengiger hochwertiger Lebens-
raeume und Lebensgemeinschaften zur nachhaltigen Sicherung oder Verbesserung
der Leistungsfaehigkeit des Naturhaushalts und des hohen Erlebniswertes fuer
die naturbezogene Erholung des Menschen.
Aus den vorgenannten Schutzgruenden ergeben sich folgende Planungsziele:

- Erhaltung des durch Binnenduenen, Terrassenabfall mit Trockenrinnen, Altabgrabungen
und Splitterschutzwaellen gepraegten Gelaendereliefs,
- Erhaltung, Optimierung und Wiederherstellung typisch ausgebildeter Sandtrockenrasen
in komplexer Verzahnung mit Heiden und trockenen Kiefernmischwaeldern,
- Initiierung oder Foerderung flugsanddynamischer Prozesse zur Optimierung der
Sandtrockenrasen auf Binnenduenen,
- Erhaltung, Optimierung und Wiederherstellung artenreicher Borstgrasrasen mit ihrer
charakteristischen Vegetation und Fauna,
- Erhaltung und Entwicklung von Flutrasen,
- Erhaltung, Optimierung und Wiederherstellung typischer Heiden und Feuchtheiden als
Lebensraum fuer Voegel und Amphibien,
- Erhaltung und Entwicklung naturnaher Eichenwaelder auf bodensauren Standorten,
teilweise in Mischung mit Kiefer und/oder Buche mit ihrer typischen Fauna und Flora
und in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen einschliesslich ihrer Vorwaelder,
Gebuesch- und Staudenfluren und in ihrer typischen standoertlichen Variationsbreite,
- Entwicklung alters- und strukturdiverser, naturnaher,bodenstaendiger Laub- und
Mischwaldbestaende vorzugsweise durch Naturverjuengung aus Arten der natuerlichen
Waldgesellschaften und Foerderung von Nebenbaumarten,
- Erhaltung und Entwicklung von Alt- und Totholz, insbesondere Hoehlenbaeumen als
Lebensraum fuer Fledermaeuse u.a.,
- Erhaltung und Entwicklung von Vernetzungsstrukturen zum Aufbau eines oekologischen
Verbundsystems,
- Entwicklung eines Wegesystems zur nachtraeglichen Lenkung des Erholungsverkehrs.

Das Naturschutzgebiet ist bis auf den Bereich "Holterheide" und die Flaeche noerdlich der L 373
(Ruine Diergardshof) Teil eines FFH-Gebietes DE-4702-302 "WAelder und Heiden bei Brueggen-
Bracht" und damit einer der oekologisch hochwertigen Kernbereiche im EG Vogelschutzgebiet
DE-4603-401 "Schwalm-Nette-Platte mit Grenzwald und Meinweg". Die "Holterheide" und die
Flaeche noerdlich der L 373 (Ruine Diergardshof) werden durch das vorgenannte VSG
abgedeckt.
FUer die Meldung des Gebiets ausschlaggebend sind folgende Lebensraeume bzw. -gemeinschaften:

- Offene Grasflaechen mit Silbergras (Corynephorus) und Straussgras (Agrostis)
auf Binnenduenen (2330)

Anteil (%) am FFH-Gebiet : < 1

Repraesentativitaet : B
Relative Flaeche : C
Erhaltungszustand : B
Gesamtbeurteilung : B

- Borstgrasrasen im Mittelgebirge, (prioritaerer Lebensraum,6230)

Anteil (%) am FFH-Gebiet : < 1

Repraesentativitaet : C
Relative Flaeche : C
Erhaltungszustand : C
Gesamtbeurteilung : C

- Feuchtheiden (4010)

Anteil (%) am FFH-Gebiet : < 1

Repraesentativitaet : A
Relative Fläche : C
Erhaltungszustand : B
Gesamtbeurteilung : B

- Trockene Heiden (4030)

Anteil (%) am FFH-Gebiet : 14

Repraesentativitaet : A
Relative Flaeche : C
Erhaltungszustand : A
Gesamtbeurteilung : A

Das FFH-Gebiet hat darueber hinaus im Gebietsnetz "Natura 2000" und/oder fuer Arten
des Anhanges IV der FFH-Richtlinie Bedeutung fuer:

- Alte Eichenwaelder auf Sand (9190),
- Blaukehlchen (Brutvogel),
- Schwarzkehlchen (Brutvogel),
- Ziegenmelker (Brutvogel),
- Heidelerche (Brutvogel),
- Schwarzspecht (Brutvogel),
- Wespenbussard (Brutvogel),
- Baumfalke (Brutvogel),
- Bekassine (Brutvogel),
- Pirol (Brutvogel),
- Gartenrotschwanz (Brutvogel),
- Uferschwalbe (Brutvogel),
- Kreuzkroete,
- Zauneidechse,
- Schlingnatter,

Zusaetzlich werden im Gebiet folgende, teilweise seltene und gefaehrdete Tierarten in z.T.
grossen Populationen nachgewiesen:
Sperber, Habicht, Waldschnepfe, Hohltaube,Gruenspecht, Kleinspecht, Dorngrasmuecke,
Steinschmaetzer, Teichrohrsaenger, Flussregenpfeifer,Neuntoeter, Nachtigall, Erlenzeisig,
Fichtenkreuzschnabel, Langflueglige Schwertschrecke,Kurzfluegliche Beissschrecke, Feldgrille,
Verkannter Grashuepfer, Kurzflueglige Schwertschrecke, Gemeine Sichelschrecke,
Rostbraunes Ochsenauge, Kleiner Weinschwaermer,Kiefernspinner, Erlensichler,
Samteule, Purpurspanner, Seladoneule, Marbeleule,Eichenglucke, Hummerschwaermer,
Kleespinner, Heide-Gruenwidderchen, Argus-Blaeuling, C-Falter, Schwalbenschwanz, Rostbinde,
Schreck-Tageule, Birkenspinner, Eichenspinner,Kleiner Blaupfeil, Westliche Keiljungfer,
Torf-Mosaikjungfer, Kleine Pechlibelle,Spaete Adonislibelle, Federlibelle, Gebaenderte
Prachtlibelle, Gemeine Winterlibelle.
Im Gebiet wurden folgende seltene und gefaehrdete Pflanzenarten nachgewiesen:

mehrere Torfmoosarten, Kleinfruechtiger Acker-Frauenmantel, Begranntes Ruchgras,
Sandsegge, Silbergras, Graue Glockenheide,Englischer Ginster, Haar-Ginster, Sparrige
Binse, Keulen-Baerlapp, Borstgras, Quendel-Kreuzbluemchen, Fruehlings-Spoergel, Bauernsenf,
Hunds-Veilchen, Wicken-Flatterbinse,Fruehe Haferschmiele, Zwerg-Filzkraut, Wacholder,
Sumpf-Veilchen, Eselsdistel, Tannen-Baerlapp, Ginster-Sommerwurz, Kleines Wintergruen
und Nelken-Haferschmiele.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4702-0007
  • BK-4702-017
  • BK-4702-037
  • BK-4702-134
Kennung:

BK-4702-017

Objektbezeichnung:

Eichenbestand im Diergardtschen Wald, ehemaliger Standort der

Link zur Karte: BK-4702-017
Objektbeschreibung: Wald mit Eichen und Kiefern mit Deschampsia flexuosa und ein wenig Lonicera periclymenum auf dem Boden. Dieses Gebiet ist im September 1979 als eine Trockenheide beschrieben worden: Ueberwachsene Heideflaeche und einer der letzten Standorte der Grauen Heide (Erica cinerea) in Deutschland. Hier waechst sie sicher nicht mehr. Nach dem Waldbrand 1975 hat es auf vielen Stellen Erica cinerea gegeben. 1995 stockt hier ein sehr lichter Eichenwald, der mit Buche, Fichte und Eiche aufgeforstet wird. Dazwischen findet Verbuschung v.a. mit Faulbaum und Herbstkirsche statt. Die Krautschicht besteht vorwiegend aus Pfeifengras und Drahtschmiele, eingestreut etwas Heidekraut. Die Raender der Wirtschaftswege weisen Stoerungszeiger auf. Im Westen befindet sich ein Stueck eines maaendrierenden, trockenen Bachlaufs, dessen weiterer Verlauf verfuellt wurde. Der Schutzstatus als LSG ist wegen der standortgerechten Laubholzbestaende auch nach Erloeschen des Standorts von Erica cinerea gerechtfertigt
Kennung:

BK-4702-037

Objektbezeichnung:

Holter Heide

Link zur Karte: BK-4702-037
Objektbeschreibung:
Kennung:

BK-4702-134

Objektbezeichnung:

Militärdepot Brüggen-Bracht

Link zur Karte: BK-4702-134
Objektbeschreibung: Das ehemalige Munitionsdepot ist ein großflächiger Komplex aus Wald, Heiden, Sandtrockenrasen, Borstgrasrasen und anderen nährstoffarmen Offenlandbiotopen. Die Aufgabe der militärischen Nutzung hinterließ ein gut vernetztes Geflecht von Brandschutzschneisen und Splitterschutzwällen, die vor Eutrophierung geschützt und aus Sicherheitsgründen regelmäßig gemäht worden waren. Das Aufschütten der über 150 Schutzwälle und einige kleinere Abgrabungen haben hier Sekundärstandorte für die früher vorhandene Heide- und Binnendünenvegetation geschaffen. Sandginsterheide überzieht in einem Nebeneinander unterschidlichster Entwicklungsstadien und mit eingestreuten offenen Stellen die Schneisen und Wälle. Auf einigen freigestellten Parzellen und in den alten Abgrabungen entwickeln sich auch breitflächige Besenheidebestände. Sandtrockenrasen und Silbergrasflur finden sich vor allem auf den Kronen und an Südhängen der Splitterschutzwälle, sowie als Pionierstadien in jüngeren Teilen der Abgrabungsflächen. Borstgrasrasen und magere grünlandähnliche trockene Grasfluren ziehen sich entlang der Wege. Diese mageren Biotope sind über das gesamte Gebiet verteilt und durchdringen sich mosaikartig und häufig kleinräumig. Die Wälder sind überwiegend Kiefernforsten mit unterschiedlichem Anteil an Birken. Birkenpionierwald ist in verschiedenen Altersstadien vorhanden. Buchen-Eichenwald tritt bisher nur in Form dichter und artenarmer Buchen-Reinbestände auf. Im Osten des Gebietes nimmt der Staufeuchte-Einfluss zu. Birken- und Kiefernwald haben hier dichte Unterwuchs-Fazies von Pfeifengras. Einige Binsensümpfe mit Torfmoosen und Seggen leiten über zum benachbarten Gebiet der Brachter Heidemoore. Der große Wert des Gebietes liegt vor allem in der Ausdehnung und der historischen Kontinuität seiner Heideflächen. Als ausgedehnte Reliktfläche nährstoffarmer Biotope ist das ehemalige Munitionsdepot ein wichtiges Refugium für heidetypische Tier- und Pflanzenarten, die sich hier zum Teil in Populationen mit landesweiter Bedeutung erhalten haben. Besonders erwähnenswert sind die Populationen von Schwarzkehlchen, Heidelerche und Ziegenmelker, sowie die pflanzengeographisch bedeutsamen Vorkommen von Grauheide (Erica cinerea) und Zypressen-Flachbärlapp (Diphasiastrum tristachyum). Das NSG `Militärdepot Brüggen-Bracht´ ist Teil des FFH-Gebietes`Wälder und Heiden bei Brüggen-Bracht´.
Lebensraumtypen:
  • Dystrophe Seen und Teiche <3160> (0,21 ha)
  • Trockene europaeische Heiden <4030> (180,36 ha)
  • Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden <6230> (25,44 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (32,14 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (0,27 ha)
  • Eichenwald <AB0> (2,45 ha)
  • Birken-Eichenmischwald <AB2> (12,92 ha)
  • Erlenwald <AC0> (0,86 ha)
  • Erlenmischwald mit gebietsfremden Laubbaumarten <AC2> (0,86 ha)
  • Birkenwald <AD0> (36,92 ha)
  • Nadelbaum-Birkenmischwald <AD3> (15,58 ha)
  • Pappelwald <AF0> (2,58 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (10,00 ha)
  • Kiefernwald <AK0> (838,50 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AK1> (4,31 ha)
  • Roteichenwald <AO0> (16,00 ha)
  • Roteichenmischwald <AO1> (1,72 ha)
  • Schlagflur <AT0> (2,58 ha)
  • Waldrand <AV0> (12,00 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (1,72 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (0,86 ha)
  • Weiden-Ufergehoelz <BE1> (0,86 ha)
  • Degenerierte Calluna-Heide <DA2> (0,86 ha)
  • Pfeifengras-Feuchtheide <DB2> (1,72 ha)
  • Silikattrockenrasen <DC0> (1,72 ha)
  • Straussgrasrasen <DC3> (0,86 ha)
  • Magerweide <ED2> (20,00 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,86 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,86 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <FG0> (0,86 ha)
  • Quelle, Quellbereich <FK0> (0,86 ha)
  • Acker <HA0> (0,86 ha)
  • Halde, Aufschuettung <HF0> (0,86 ha)
  • Gebaeude, Mauerwerk, Ruine <HN0> (2,00 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Wirtschaftsweg <VB0> (30,00 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (13,61 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <xAA4> (18,53 ha)
  • Bodensaurer Binsensumpf <yCC3> (0,37 ha)
  • Feuchtheide <yDB0> (0,02 ha)
  • Pfeifengras-Feuchtheide <yDB2> (0,14 ha)
  • Silikattrockenrasen <yDC0> (33,43 ha)
  • Silbergrasflur <yDC2> (1,50 ha)
  • Straussgrasrasen <yDC3> (23,18 ha)
  • Calluna-Heide <zDA1> (180,36 ha)
  • Borstgrasrasen <zDF0> (25,44 ha)
  • Heideweiher <zFE1> (0,21 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Abessinisches Liebesgras (Eragrostis tef)
  • Acker-Hornkraut (Cerastium arvense)
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Asch-Weide (Salix cinerea subsp. cinerea)
  • Aufsteigende Gelb-Segge (Carex demissa)
  • Bauernsenf (Teesdalia nudicaulis)
  • Berg-Sandknoepfchen (Jasione montana (subsp. montana))
  • Besen-Gabelzahnmoos (Dicranum scoparium)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Borstgras (Nardus stricta)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Cladonia spec. (Cladonia spec.)
  • Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Dreizahn (Danthonia decumbens)
  • Echte Glockenheide (Erica tetralix)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Echtes Tausendgueldenkraut (Centaurium erythraea)
  • Einwaertsgebogenes Krummstielmoos (Campylopus introflexus)
  • Englischer Ginster (Genista anglica)
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Falten-Brombeere (Rubus plicatus)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feder-Torfmoos (Sphagnum subnitens)
  • Feld-Hainsimse (Luzula campestris (subsp. campestris))
  • Feld-Klee (Trifolium campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutendes Moorsichelmoos (Warnstorfia fluitans)
  • Fruehe Haferschmiele (Aira praecox)
  • Fruehlings-Hungerbluemchen (Erophila verna subsp. verna)
  • Fruehlings-Spoergel (Spergula morisonii)
  • Geflecktes Knabenkraut i.w.S. (Dactylorhiza maculata agg.)
  • Gefranstes Torfmoos (Sphagnum fimbriatum)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeine Sumpfsimse Sa. (Eleocharis palustris agg.)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Natterkopf (Echium vulgare)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Geoehrtes Torfmoos (Sphagnum denticulatum)
  • Geruchlose Kamille (Tripleurospermum perforatum)
  • Gewoehnliche Ackerroete (Sherardia arvensis)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium)
  • Gewoehnliches Eisenkraut (Verbena officinalis)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Glashaar-Widertonmoos (Polytrichum piliferum)
  • Goldenes Frauenhaar (Varietaet) (Polytrichum commune var. perigonale)
  • Grannen-Ruchgras (Anthoxanthum aristatum)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Graue Glockenheide (Erica cinerea)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosses Gruenstengelmoos (Scleropodium purum)
  • Haar-Ginster (Genista pilosa)
  • Haar-Schafschwingel (Festuca filiformis)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hasen-Klee (Trifolium arvense (subsp. arvense))
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Heide-Schlafmoos (Hypnum jutlandicum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Hunds-Veilchen (Viola canina)
  • Kahnblaettriges Torfmoos (Sphagnum palustre)
  • Kamm-Zipfelmoos (Fossombronia wondraczekii)
  • Keulen-Baerlapp (Lycopodium clavatum (subsp. clavatum))
  • Kiefer (unbestimmt) (Pinus spec.)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella subsp. acetosella)
  • Kleiner Wasserschlauch (Utricularia minor)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kleines Wintergruen (Pyrola minor)
  • Kleinfruechtiger Acker-Frauenmantel (Aphanes australis (subsp. australis))
  • Knoeterich-Laichkraut (Potamogeton polygonifolius)
  • Kroeten-Binse (Juncus bufonius)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Maeuseschwanz-Federschwingel (Vulpia myuros)
  • Mondraute (Botrychium lunaria)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Moosbeere (Vaccinium oxycoccos)
  • Nelken-Haferschmiele (Aira caryophyllea (subsp. caryophyllea))
  • Nickender Loewenzahn (Leontodon saxatilis (subsp. saxatilis))
  • Oesterreichische Schwarz-Kiefer (Pinus nigra)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pillen-Segge (Carex pilulifera (subsp. pilulifera))
  • Purgier-Lein (Linum catharticum)
  • Purpurrotes Hornzahnmoos (Ceratodon purpureus)
  • Quellen-Hornkraut (Cerastium fontanum agg.)
  • Quendel-Ehrenpreis (Veronica serpyllifolia)
  • Quendel-Kreuzbluemchen (Polygala serpyllifolia)
  • Quendelblaettriges Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)
  • Rauhblaettrige Schafschwingel (Festuca brevipila)
  • Rispen-Segge (Carex paniculata (subsp. paniculata))
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sand-Hornkraut (Cerastium semidecandrum)
  • Sand-Segge (Carex arenaria)
  • Sand-Straussgras (Agrostis vinealis)
  • Sand-Vergissmeinnicht (Myosotis stricta)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schmalblaettriges Rispengras (Poa angustifolia)
  • Schmalblaettriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)
  • Schmaler Sauerampfer (Rumex acetosella var. tenuifolius)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schoenes Johanniskraut (Hypericum pulchrum)
  • Schrebers Rotstengelmoos (Pleurozium schreberi)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwielen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Erythrosperma)
  • Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea)
  • Silbergras (Corynephorus canescens)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Sparrige Binse (Juncus squarrosus)
  • Spiessmoos (Calliergonella cuspidata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Labkraut Sa. (Galium palustre s.l.)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Streifensternmoos (Aulacomnium palustre)
  • Sumpf-Wasserstern (Callitriche palustris)
  • Trespen-Federschwingel (Vulpia bromoides)
  • Truegerisches Torfmoos (Sphagnum fallax)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vielbluetige Hainsimse (Luzula multiflora (subsp. multiflora))
  • Vogelfuss (Ornithopus perpusillus)
  • Wacholder-Widertonmoos (Polytrichum juniperinum)
  • Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Weisses Kurzbuechsenmoos (Brachythecium albicans)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Weymouths-Kiefer (Pinus strobus)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zarte Binse (Juncus tenuis)
  • Zwerg-Filzkraut (Filago minima)
  • Zwiebel-Binse (Juncus bulbosus)
  • Zypressen-Flachbaerlapp (Diphasiastrum tristachyum)
Tierarten:
  • Aurorafalter (Anthocharis cardamines)
  • Baumweissling (Aporia crataegi)
  • Birkenspinner (Endromis versicolora)
  • C-Falter (Polygonia c-album)
  • Dorngrasmuecke (Sylvia communis)
  • Eichenspinner (Lasiocampa quercus)
  • Erlenzeisig (Carduelis spinus)
  • Faulbaumblaeuling (Celastrina argiolus)
  • Federlibelle (Platycnemis pennipes)
  • Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
  • Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
  • Gemeiner Scheckenfalter (Melitaea cinxia)
  • Grosser Fuchs (Nymphalis polychloros)
  • Gruenspecht (Picus viridis)
  • Habicht (Accipiter gentilis)
  • Heidelerche (Lullula arborea)
  • Hohltaube (Columba oenas)
  • Kammmolch (Triturus cristatus)
  • Kleine Pechlibelle (Ischnura pumilio)
  • Kleiner Blaupfeil (Orthetrum coerulescens)
  • Kleiner Eisvogel (Limenitis camilla)
  • Kleiner Gabelschwanz (Furcula bifida)
  • Kleines Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia)
  • Kreuzkroete (Bufo calamita)
  • Maerzveilchenfalter (Argynnis adippe)
  • Nachtigall (Luscinia megarhynchos)
  • Nierenfleck (Thecla betulae)
  • Noctua interjecta (Noctua interjecta)
  • Pirol (Oriolus oriolus)
  • Rostbraunes Ochsenauge (Pyronia tithonus)
  • Rotes Ordensband (Catocala nupta)
  • Samtfalter (Hipparchia semele)
  • Schachbrettfalter (Melanargia galathea)
  • Schlingnatter (Coronella austriaca)
  • Schwalbenschwanz (Papilio machaon)
  • Schwarzspecht (Dryocopus martius)
  • Spaete Adonislibelle (Ceriagrion tenellum)
  • Sperber (Accipiter nisus)
  • Teichfrosch (Rana kl. esculenta)
  • Teichrohrsaenger (Acrocephalus scirpaceus)
  • Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea)
  • Uferschwalbe (Riparia riparia)
  • Weisser Zahnspinner (Leucodonta bicoloria)
  • Wespenbussard (Pernis apivorus)
  • Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus)
  • Zauneidechse (Lacerta agilis)
  • Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus)
  • Zwergblaeuling (Cupido minimus)
Schutzziele: Wiederherstellung einer Heideflaeche, insbesondere als Wuchsort
fuer die frueher hier wachsende SchneeheideErhaltung und Optimierung von Abgrabungsflaechen als Lebensraum
fuer zahlreiche gefaehrdete Tier- und Pflanzenarten, insbesondere
fuer Amphibien und LibellenErhaltung und Optimierung eines großflächigen Komplexes von Heideflächen, Sandmagerrasen und Borstgrasrasen als Relikt einer extensiven historischen Nutzung und typischen Vegetation früher vorhandener Binnendünen
Schutz der regional bedeutsamen großen Populationen von Schwarzkehlchen, Heidelerche und Ziegenmelker und des pflanzengeographisch bedeutsamen Vorkommens der Grauheide (Erica cinerea)
Erhaltung und Wiederherstellung von Binnendünen- und Heidemoorresten
Erhaltung und Wiederherstellung von Birken- bzw. Birken-Eichenwäldern
Gefährdungen:
  • Abbau Ton
  • Angelsport, Fischerei
  • Aufforstung
  • Aufschuettung
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserausbau, Gewaessergestaltung, naturfern (WA)
  • Gewerbe, Flaechenverbrauch
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
  • Verfuellung
  • Zerstoerung der Gelaendemorphologie
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Beseitigung von Muell
  • der Sukzession ueberlassen
  • Entbuschen einer Flaeche
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • extensive Beweidung
  • Jagdausuebung beschraenken
  • keine Aufforstung
  • keine Biozidanwendung
  • keine Duengung
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Ausweisung / vertragliche Regelung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vegetationskontrolle
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Wiederherstellung von Biotopen
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