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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Diersfordter Wald (WES-007)

Objektbezeichnung:

NSG Diersfordter Wald

Kennung:

WES-007

Ort: Hamminkeln
Kreis: Wesel
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 926,60 ha
Offizielle Fläche: 927,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1936
Inkraft: 2009
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemäß § 20 a), b) und c) sowie § 48 c LG
a) zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung des Waldgebietes mit seinen
charakteristischen Biotopstrukturen und Lebensgemeinschaften, insbesondere
· zur Erhaltung und Entwicklung des großflächigen, zusammenhängenden
Waldgebietes wegen seiner Bedeutung für den landesweiten, regionalen
und lokalen Biotopverbund
· zur Erhaltung und Entwicklung naturnaher alter bodensaurer Eichenwälder
auf Sandebene (9190) mit ihrer typischen Fauna und Flora - insbesondere
auch als Lebensraum für den Hirschkäfer und Schwarzspecht
- in ihren verschiedenen Entwicklungsstufen/Altersphasen und in ihrer
standörtlichen typischen Variationsbreite, inklusive ihrer Vorwald- und
Gebüschstadien sowie ihrer Waldränder
· zur Erhaltung und Entwicklung dystropher Seen (3160) mit Torfmoosen
und ihrer typischen Fauna und Flora - insbesondere auch als Lebensraum
für die Große Moosjungfer, Moorfrosch, Krickente, Zwergtaucher,
Kammmolch und Froschkraut
· zur Erhaltung und Entwicklung der Übergangs- und Schwingrasenmoore
(7140) mit Hochmoorvegetation und Schwingrasen auf Torfsubstraten
und ihrer typischen Fauna
· zur Erhaltung und Entwicklung der Moorwälder (91D0, prioritärer Lebensraum)
mit ihrer typischen Flora und Fauna
Landschaftsplan Wesel
2. Besonders geschützte Teile von Natur und Landschaft (§§ 19 - 23 LG)
60-2 / Projektgruppe Landschaftsplanung - 74 -
· zur Erhaltung und Entwicklung der noch renaturierungsfähigen degradierten
Hochmoore (7120) mit ihrer typischen Flora und Fauna
· zur Erhaltung und Entwicklung der Moorschlenken-
Pioniergesellschaften (7150) mit Hochmoorvegetation und Schwingrasen
auf Torfsubstraten und ihrer typischen Fauna - insbesondere auch als Lebensraum
für die Große Moosjungfer
· zur Erhaltung und Entwicklung der feuchten Heidegebiete mit Glockenheide
(4010) und trockenen Heiden (4030) mit ihrer typischen Flora und
Fauna
· zur Erhaltung und Entwicklung des Waldgebietes als Lebensraum für Arten
von gemeinschaftlichem Interesse nach der FFH-Richtlinie* bzw. für
Arten der Vogelschutzrichtlinie wie Bekassine, Löffelente, Waldwasserläufer,
Nachtigall, Heidelerche, Pirol und Baumfalke sowie weiterer
seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten
· zur Erhaltung und Wiederherstellung der vorhandenen Biotopkomplexe
als Refugial- und Lebensraum für an Moorbiozönosen gebundene gefährdete
Tier- und Pflanzenarten
· zur Erhaltung und Entwicklung der wertvollen Einzelbiotope, insbesondere
der Binnendünen, Zwergstrauch-, Ginster- und Wacholderheiden,
Bruch- und Sumpfwälder, Moore und Stillgewässer sowie des Nass- und
Feuchtgrünlandes, mit ihren charakteristischen Lebensraumtypen
· zur Erhaltung, Wiederherstellung und Entwicklung von Lebensgemeinschaften
und Lebensstätten gefährdeter Pflanzen und Pflanzengesellschaften
der typischen Heide-Moor-Vegetation (z.B. Torfmoosgesellschaften,
Silbergrasfluren) und ihrer bedrohten Tierarten
· zur Entwicklung und zum Ausgleich der konkurrierenden Raumansprüche
zwischen dem Arten- und Biotopschutz auf der einen und dem Naturerleben
und der Erholung auf der anderen Seite nach Maßgabe der Konzeption
für das "Naturerlebnisgebiet Diersfordter Wald".
b) aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen und erdgeschichtlichen
Gründen, insbesondere wegen der Bedeutung der typischen Dünen-
und Moorlandschaft, des Heideweihers "Schwarzes Wasser" und seiner
Umgebung sowie der Bodendenkmale und der Moorböden als Bodenarchive.
c) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit des
Heideweihers "Schwarzes Wasser" und seiner Umgebung.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4205-004
  • BK-4205-014
  • BK-4205-201
  • BK-4205-904
  • BK-4205-905
  • BK-4305-016
  • BK-4305-043
  • BK-4305-044
  • BK-4305-045
  • BK-4305-086
  • BK-4305-908
Kennung:

BK-4205-904

Objektbezeichnung:

NSG-Schnepfenberg

Link zur Karte: BK-4205-904
Objektbeschreibung: Südöstlich von Wesel-Bergerfurth befindet sich dieser Moor-Dünen-Komplex, dessen zentraler Bereich von zwei nährstoffarmen Dünenmuldenmooren (Übergangsmoore) eingenommen wird, die noch Reste einer hochmoorartigen Vegetation aufweisen (Scheidenwollgras-Bestand mit Fadenseggen im südlichen, ein Bult-Schlenken-Komplex im nördlichen Moor). Das südlich gelegene Moor ist das größte dieser Art am rechten unteren Niederrhein und weist eine Torfmächtigkeit von über zwei Metern auf. Das nördliche Moor wird durch einen Entwässerungsgraben nach Süden entwässert. Insgesamt beträgt die Fläche beider Moore ca. 5 ha. Im Osten des N-Moores haben sich dichte Schilfbestände ausgebreitet (auf ca. 2 ha Fläche), die die hochmoorartige Vegetation abbauen. 1999 konnten hier in diesem eher als Heideweiher anzusprechenden Bereich Massenbestände des Kleinen Wasserschlauchs nachgewiesen werden. Im Bult-Schlenken-Komplex im mittleren Bereich des östlichen Moores sterben großflächig Torfmoos- und Wollgrasbestände ab. Mittlerweile nimmt das Schilf etwa die Hälfte der N-Moorfläche ein. Durch das Aerenchym des Schilfrohrs findet eine schädigende Durchlüftung des Torfkörpers statt. Die Folge ist die Zersetzung des Torfes und eine Eutrophierung des Moores. Im N und W dieses Moores sind noch intakte Blänken mit typischer Übergangsmoor- und Feuchtheidevegetation vorhanden. Als Eutrophierungszeiger findet man hier die Flatterbinse am Rand. Dem Schilfrohr sollte sofort entschieden und fachgerecht der Kampf angesagt werden, um dieses wertvolle Moor zu erhalten. Das S-Moor ist durch die starke Ausbreitung von Birke und Kiefer ebenfals stark gefährdet. Zudem haben im Nordosten dieses Moores Schilfbestände ebenfalls Fuß gefasst. Hierdurch werden die Bestände des Scheidenwollgrases, der Faden- und der Schnabelsegge beeinträchtigt. Eine sofortige, fachgerechte Entkusselung insbesondere im westlichen Teil dieses Moores ist dringend geboten. Die Moore stellen die Laichhabitate für die größte Moorfroschpopulation am Unteren Niederrhein dar. Über einen saumartigen Erlenbestand schließt sich eine kleine Feuchtwiesenbrache an das nördliche Moor an. Nördlich davon liegt eine höhergelegene ältere Trockenbrache (Magergrünland) an. Die Vegetation des Dünengebietes (mit dem 40m hohen Schnepfenberg, der höchsten Erhebung der naturräumlichen Einheit "Diersfordter Dünen") besteht überwiegend aus älteren, trockenen Waldkiefern-Forsten. In der z.T. dichten zweiten Baumschicht aus Stieleiche, vereinzelt Sandbirke und Vogelbeere, wie auch in der Zusammensetzung der Krautschicht, zeigt sich, daß sich der Großteil dieser älteren Kiefernbestände im Übergang zu typischem, nährstoffarmem Birken-Eichenwald befindet. Daneben treten auch kleinere forstliche Reinbestände von Douglasie, Rotbuche und Roteiche auf. Lediglich im Norden des Gebietes finden sich kleine Flächen mit naturnahem Birken-Steileichenwald. Das Gebiet ist Teil eines militärischen Übungsgeländes. Insbesondere die Waldbestände weisen daher größere Schäden (Erosion, Panzer- und Jeep-Pisten) auf. Die Hauptwege sind z.T. mit nährstoffreicher Schlacke befestigt. Das NSG "Schnepfenberg" ist Teil des zusammenhängenden Waldgebietes Diersforther Forst / Flürener Heide. Im Gebiet kommen folgende Paragraph 62 LG Biotoptypen vor: Binnendünen (AK0, AK1, AB2), Moore (CA3), Sümpfe und Riede (BB), Zwergstrauchheiden (DB0), natürliche oder naturnahe stehende Gewässer (FD0, FE1), Nass- u. Feuchtgrünland (EE3), Bruch- und Sumpfwälder (AD5).
Kennung:

BK-4205-905

Objektbezeichnung:

NSG Großes Veen

Link zur Karte: BK-4205-905
Objektbeschreibung: Das NSG "Großes Veen" stellt einen großen Dünen-Moor-Komplex im Nordosten des zusammenhängenden Waldgebietes "Diersforther Forst/Flürener Heide" dar. Von den acht Dünenmuldenmooren weisen die vier am besten erhaltenen noch größere Bestände hochmoorartiger Vegetation mit Bult-Schlenken-Komplexen und Schwingrasen auf. Hinzu kommen unterschiedliche Regenerationsstadien in kleinen Torfstichen. Die von Dünenfeldern durchsetzte Umgebung der Moore ist mit Pfeifengras-Kiefernwäldern und trockenen, teilweise naturnahen Birken-Eichen-Wäldern bewaldet. Das größte Moor im Norden des Gebietes in Stemkens Heide und ein weiteres Moor weisen Wollgras-Bestände auf, das eigentliche Große Veen im Süden und zwei kleinere Moore in Stemkens Heide zeichnen sich durch Bult-Schlenken-Komplexe und Schwingrasen-Bildungen aus. Von überragender Bedeutung ist das Große Veen, das die größten und am besten ausgebildeten Bult- und Schlenken-Pflanzengemeinschaften am unteren Niederrhein aufweist (u.a. Erico-Sphagnetum magellanici, Rhynchosporetum albae). Da dieses Moor außerdem mit kleineren Torfstichen unterschiedlichster Regenerationsstadien ausgestattet ist, ergibt sich hier eine außergewöhnliche Vielfalt an Kleinbiotopen. Überwiegend in den Randbereichen der Moore sind Bestände der Schnabelsegge, der Fadensegge und der Flatterbinse vorhanden. Das Moor im Norden weist außerdem einen kleinen Bestand der Schlammseggen-Gesellschaft auf (Caricetum limosae, eines von landesweit drei bekannten Vorkommen). Die Moore sind Mitte der 80er Jahre großflächig entkusselt worden, ebenso angrenzende ehemalige Pfeifengras-Kiefernforste. Diese wurden meist durch ein dichtes Grabennetz entwässert und sind Teil des ehemals ausgedehnteren Moorvorkommens. Durch Anstauung der Gräben soll langfristig auch hier die Vorraussetzung für eine Wiederansiedlung einer Hochmoorvegetation geschaffen werden. Derzeit bestimmt hier neben Pfeifengras-Feuchtheide ein Vegetationskomplex aus Heideweihern, Übergangsmoorbereichen und Flatterbinsenbeständen das Bild. Die Vegetation der Dünen besteht überwiegend aus Kiefernforsten, im Süden des Gebietes auch aus einem Eichenbestand. Einige der großen Dünen im nördlichen Bereich sind nach dem Kahlschlag mit Sandmagerrasen und - kleinflächig - trockener Heidevegetation bewachsen. Der größte Teil des Gebietes liegt in einem Wildgatter mit relativ hoher Wilddichte. Insbesondere die Moorrandbereiche weisen daher häufiger Wildsuhlen auf. Die hohe Wilddichte ist auch für das vollständige Fehlen einer Strauchschicht im Gatter verantwortlich. Nördlich des Gatters überwiegen Kiefernmischbestände, z.T. mit hohem Eichenanteil und gut ausgebildeter Strauchschicht. Das Gebiet ist als Rückzugsraum und Trittstein für moortypische Tier- und Pflanzenarten am Niederrhein und als Teil des Waldkomplexes "Diersforther Forst/Flürener Heide" für den landesweiten Biotopverbund von herausragender Bedeutung. Die Bedeutung des Gebietes ist durch eine Optimierung der Lebensräume in Zukunft noch steigerungsfähig, u.a. durch weiteres Schließen von Entwässerungsgräben und Entfernen von unerwünschtem Gehölzaufwuchs in den Moorflächen (Entkusseln). Im Gebiet kommen folgende Paragraph 62 LG-Biotoptypen vor: Moore (CA2, CA3, CB1), Stillgewässer (FE1), Binnendünen (DA1, DC0).
Kennung:

BK-4305-908

Objektbezeichnung:

NSG-Schwarzes Wasser

Link zur Karte: BK-4305-908
Objektbeschreibung: Das Heidegewässer "Schwarzes Wasser" liegt inmitten eines bewaldeten Dünenfeldes. Angrenzend an den Heideweiher weist das Gebiet Übergangsmoore und feuchte Heideflächen auf. Die Dünenbereiche werden durch trockene Kiefernforste und naturnahen Birken- und Eichenwald geprägt. An mehreren Stellen findet sich außerdem trockene Calluna-Heiden. Das Gebiet ist Teil des großen, zusammenhängenden Waldgebietes "Diersforther Forst/Flürener Heide". Das 'Schwarze Wasser' stellt den größten Heideweiher im Bereich des Unteren Niederrheins dar. Es liegt inmitten eines Dünengelaendes in einer abflusslosen Mulde. Seine Ufer- bzw. Verlandungsvegetation weist mehrere gefährdete Charakterarten der Moore auf. Schwingrasen sind an mehreren Stellen gut entwickelt und reichen weit bis ins Wasser hinein. Vorherrschende Arten sind Wollgras und Torfmoose, daneben vereinzelte Vorkommen zweier Sonnentau-Arten. Eutrophierungszeiger, wie die Flatterbinse, sind selten, der See kann als mesotroph eingestuft werden. Nördlich des Sees liegt im Kiefernwald ein kleines Restmoor. Es weist neben einem großen Bestand des Schmalblättrigen Wollgrases dichtere Bestände der Flatterbinse auf, die als Eutrophierungszeiger gewertet werden müssen. Am Rande der Fläche viele aufkommende Birken. Westlich des Schwarzen Meeres befindet sich ein weiteres Moorgebiet mit ausgedehnten Flächen mit Wollgras und dichten Torfmoos- und Glockenheide-Beständen. Eine Eutrophierung ist hier am Artenspektrum nicht zu erkennen. Der See liegt eingebettet in den ausgedehnten Forsten des Diersfordter Forstes bzw. der Flürener Heide, dabei überwiegen Kiefernforsten, z.T. auf Dünen. Im nördlichen Bereich sind der Baumschicht aus Kiefern auch Eichen und Birken beigemischt. Die Krautschicht ist in der Regel sehr dicht (Deckung bis 100%). Die Strauchschicht dagegen meist nur schwach entwickelt. Östlich des Sees findet sich eine Feuchtheide mit viel Wollgras, Braunem Schnabelried und Sparriger Binse. Im SW des Sees wurde vor ca. 10 Jahren eine etwa 1,5 ha grosse Kahlschlagflaeche geschaffen, auf der auch der Oberboden abgeschürft wurde. Diese Fläche ist mit Besenheide bestanden, daneben kommt die Sparrige Binse sowie Anflug von Birke und Kiefer vor. Im Gebiet verlaufen zahlreiche Wanderwege. Der See und seine Uferregion sind eingezäunt. Für den Unteren Niederrhein ist das "Schwarze Wasser" mit seinem Arteninventar, insbesondere durch das Vorkommen des Froschkrauts (Luronium natans), von herausragendem Wert. Die Vielfalt der natürlichen Entwicklungsstadien - vom offenen Heideweiher über verschiedene Ausprägungen des Übergangsmoors bis hin zur Feuchtheide -, ihr überwiegend guter Erhaltungszustand und die relativ große Fläche der verschiedenen Lebensraumtypen ist dabei besonders hervorzuheben. Die Erhaltung und Förderung der Lebensraum-Vielfalt in den Gewässer-, Moor- und Heidekomplexen haben im Gebiet absoluten Vorrang. Die Entwicklungsmaßnahmen sollten sich auf den Umbau der Forste in standortgemäße Waldgesellschaften mit hohem Sandbirken- und Stieleichenanteil, die Freistellung bzw. das Offenhalten der Moore und die Entwicklung von Heideflächen durch Auflichtung der Kiefernforste zur Vernetzung der vorhandenen trockenen Heideflächen konzentrieren. Im Gebiet kommen folgende Paragraph 62 LG-Biotoptypen vor: Binnenduenen (AB2, AD1, AK0, AK1), Moore (CA3, FE1), natuerliche u. naturnahe stehende Gewaesser (FE2), Zwergstrauch u. Wacholderheiden (DA1, DB0), Suempfe und Riede (BB).
Kennung:

BK-4205-014

Objektbezeichnung:

Sandabgrabung am Drueyenberg

Link zur Karte: BK-4205-014
Objektbeschreibung: Eine noerdlich des Drueyenbergs gelegene Sandabgrabung am Rande der Niederterrasse, die z.T. mit Kiefern aufgeforstet worden ist (W-Teil). Der oestliche Bereich ist noch ueberwiegend offen und weist eine ca. 3-6m hohe, teils mit Gehoelzen (u.a. Eichen) bewachsene, teils offensandige Boeschung auf. Der Boden des oestlichen Abgrabungsbereichs weist lockere bis dichte Sandmagerrasenfragmente auf, die im Boeschungsschatten mesophilere Auspraegungen ausbilden (Auftreten von Brennessel und Arten des Wirtschafsgruenlandes). Eingestreut sind kleinere Besenginster- gebuesche. Eine bedeutsame Population des Ameisenloewen vorhanden. Zur Optimierung des Gebietes sollten die gepflanzten Kiefern und die Vegetation der eutrophierten Randbereiche entfernt und hiernach der Oberboden abgeschuerft werden, um somit Trockenrasen- Elementen neue Sukzessionsmoeglichkeiten auf dem Rohboden zu schaffen. Da dieses Biotop im jetzigen Zustand bereits einen hohen oekologischen Wert aufweist, der durch geeignete Sanierungsmassnahmen noch erhoeht werden kann, sollte das Gebiet unbedingt als NSG ausgewiesen werden. Im Gebiet sind folgende Paragraph 20c Biotoptypen vorhanden: Trockenrasen u. Halbtrockenrasen (DC1)
Kennung:

BK-4305-045

Objektbezeichnung:

Binsensumpf und Kleinmoor in der Fluerener Heide

Link zur Karte: BK-4305-045
Objektbeschreibung: Sued-Flaeche: In einer flachen Mulde innerhalb eines Duenenfeldes liegender Binsensumpf inmitten eines Kiefernforstes. Am Rande des vergleichsweise sehr einseitig strukturierten Standortes, der sich nahezu aus reinen Flatterbinsenbestaenden und Torfmoosen aufbaut, stehen einige Birken. In der Flaeche selbst ebenfalls Birken und Kiefern bis 5m Hoehe sowie zahlreiche Schoesslinge beider Arten. N-Flaeche: Diese Flaeche besitzt Moorcharakter. Auch hier wandern vom Rand Birken ein. Die Flaeche ist insgesamt artenreicher. In den hier zahlreich vorhandenen Graeben kommen grosse Bestaende des Kl. Wasserschlauches vor (RL 2). Beide Flaechen sind langfristig durch Verbuschung bedroht. Eine sachgerechte Entkusselung ist bald vorzunehmen. Der Biotop gehoert zum Diersfordter-Wald-Komplex. Im Gebiet sind folgende Paragraph 20c Biotoptypen vorhanden: Suempfe (CC1), Moore (CA0)
Lebensraumtypen:
  • Dystrophe Seen und Teiche <3160> (2,63 ha)
  • Feuchte Heiden des nordatlantischen Raums mit Erica tetralix <4010> (0,89 ha)
  • Trockene europaeische Heiden <4030> (1,78 ha)
  • Noch renaturierungsfähige degradierte Hochmoore <7120> (0,23 ha)
  • Uebergangs- und Schwingrasenmoore <7140> (6,93 ha)
  • Torfmoor-Schlenken (Rhynchosporion) <7150> (0,09 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (1,51 ha)
  • Alte bodensaure Eichenwaelder auf Sandebenen mit Quercus robur <9190> (39,07 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Waelder auf Duenenstandorten und naehrstoffarmen Sandboeden (nicht FFH-LRT) <NAD0> (2,12 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Gehoelzstrukturen <NB00-ung.> (0,26 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,09 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Erlenwald <AC0> (0,90 ha)
  • Birkenwald <AD0> (0,50 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (5,30 ha)
  • Kiefernwald <AK0> (52,45 ha)
  • Wald aus seltenen Nadelbaumarten <AL0> (1,65 ha)
  • Roteichenwald <AO0> (1,32 ha)
  • Schlagflur <AT0> (2,71 ha)
  • Vorwald, Pionierwald <AU2> (0,90 ha)
  • Pfeifengras-Feuchtheide <DB2> (4,51 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,90 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,44 ha)
  • Sand-, Kiesabgrabung <GD1> (0,15 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Buchenwald <xAA0> (1,51 ha)
  • Nadelbaum-Buchenmischwald <xAA4> (0,90 ha)
  • Birken-Eichenmischwald <xAB2> (15,73 ha)
  • Eichen-Birkenmischwald <xAD1> (5,14 ha)
  • Kiefernwald <xAK0> (1,00 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <xAK1> (44,08 ha)
  • Nadelbaum-Birkenmischwald <yAD3> (0,40 ha)
  • Kiefernwald <yAK0> (1,72 ha)
  • Bruchgebuesch <yBB5> (0,26 ha)
  • Hochmoor, Uebergangsmoor <yCA0> (1,16 ha)
  • Bodensaures Kleinseggenried <yCC1> (1,16 ha)
  • Grossseggenried <yCD0> (0,09 ha)
  • Sukkulentenreicher Silikattrockenrasen <yDC1> (0,29 ha)
  • Birken-Moorwald <zAD5> (0,36 ha)
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <zAK1> (1,11 ha)
  • Hochmoor-Feuchtheideaspekt <zCA2> (5,42 ha)
  • Uebergangs-, Zwischenmoor, Quellmoor <zCA3> (14,80 ha)
  • Torfstich mit Moorregenerationsflaeche <zCB1> (0,90 ha)
  • Calluna-Heide <zDA1> (2,69 ha)
  • Feuchtheide <zDB0> (1,12 ha)
  • Silikattrockenrasen <zDC0> (1,81 ha)
  • Heideweiher <zFE1> (4,34 ha)
  • Moorblaenke, Moortuempel <zFE2> (0,09 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Stiefmuetterchen (Viola arvensis)
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Asch-Weide (Salix cinerea subsp. cinerea)
  • Bauernsenf (Teesdalia nudicaulis)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Braunes Schnabelried (Rhynchospora fusca)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Cladonia spec. (Cladonia spec.)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Douglasie (Pseudotsuga menziesii)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Dreinervige Nabelmiere (Moehringia trinervia)
  • Echte Glockenheide (Erica tetralix)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Faden-Segge (Carex lasiocarpa)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feld-Ehrenpreis (Veronica arvensis)
  • Feld-Ulme (Ulmus minor)
  • Fichte (Picea abies)
  • Fieberklee (Menyanthes trifoliata)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Fruehe Haferschmiele (Aira praecox)
  • Fruehlings-Hainsimse (Luzula pilosa)
  • Fruehlings-Spoergel (Spergula morisonii)
  • Gagel (Myrica gale)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Moor-Baerlapp (Lycopodiella inundata)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Reiherschnabel (Erodium cicutarium)
  • Glashaar-Widertonmoos (Polytrichum piliferum)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Grau-Segge (Carex canescens)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Igelkolben unbestimmt (Sparganium spec.)
  • Keulen-Baerlapp (Lycopodium clavatum (subsp. clavatum))
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella subsp. acetosella)
  • Kleiner Wasserschlauch (Utricularia minor)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Mahonie (Mahonia aquifolium)
  • Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia)
  • Mittleres Torfmoos (Sphagnum magellanicum)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Moosbeere (Vaccinium oxycoccos)
  • Oesterreichische Schwarz-Kiefer (Pinus nigra)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pillen-Segge (Carex pilulifera (subsp. pilulifera))
  • Quendelblaettriges Sandkraut (Arenaria serpyllifolia)
  • Rosmarinheide (Andromeda polifolia)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Rundblaettriger Sonnentau (Drosera rotundifolia)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Sand-Hornkraut (Cerastium semidecandrum)
  • Sand-Segge (Carex arenaria)
  • Sand-Segge Sa. (Carex arenaria agg.)
  • Sand-Straussgras (Agrostis vinealis)
  • Sand-Vergissmeinnicht (Myosotis stricta)
  • Schafschwingel Sa. (Festuca ovina agg.)
  • Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schlamm-Segge (Carex limosa)
  • Schmalblaettrige Saatwicke (Vicia angustifolia)
  • Schmalblaettriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Sparrige Binse (Juncus squarrosus)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Steife Segge (Carex elata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Blutauge (Comarum palustre)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Truegerisches Torfmoos (Sphagnum fallax)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris)
  • Weicher Storchschnabel (Geranium molle)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Weisse Seerose (Nymphaea alba)
  • Weisses Schnabelried (Rhynchospora alba)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Weymouths-Kiefer (Pinus strobus)
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zwiebel-Binse (Juncus bulbosus)
Tierarten:
  • Ameisenloewe (Myrmeleon formicarius)
  • Blaugruene Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)
  • Eichhoernchen (Sciurus vulgaris)
  • Fruehe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula)
  • Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum)
  • Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa)
  • Geotrupes spec. (Geotrupes spec.)
  • Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella)
  • Kammmolch (Triturus cristatus)
  • Moorfrosch (Rana arvalis)
  • Nordische Moorjungfer (Leucorrhinia rubicunda)
  • Rote Waldameise (Formica rufa)
  • Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea)
  • Vierfleck (Libellula quadrimaculata)
  • Wasserfrosch-Komplex (Rana esculenta-Synklepton)
Schutzziele: Erhalt und Optimierung wertvoller Übergangsmoor-, Feuchtheide- und Heideweiherkomplexe als Refugiallebenraum einer Vielzahl, z.T. gefährdeter Tier- und Pflanzenarten wie Moorfrosch, Rosmarinheide und Sonnentau, und Erhalt von ausgedehnten BinnenduenengebietenSchutz des besonders wertvollen Dünen-Moorkomplexes als Refugial-Lebensraum für an Moore gebundene Tier- und PflanzenartenErhalt und Optimierung eines grossen Heideweihers und seiner wertvollen Vegetation, Schutz und
Entwicklung der Übergangsmoor- und Feuchtheidekomplexe und der trockenen Heideflächen sowie
Erhalt der ehemaligen Binnendünen und aller naturnahen, bodenständig bestockten LaubwälderSchutz, Erhalt und Entwicklung von Sandabgrabungen als wertvolle
Sekundaerbiotope. Erhalt und Entwicklung eines TrockenrasensSchutz und Erhalt zweier Moorflaechen inmitten einer Waldflaeche
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Beseitigung alter Baeume (FW)
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Eutrophierung
  • Freizeitaktivitaeten
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Jagd
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • militaerische Aktivitaeten
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
  • Trittschaden an Vegetation
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
  • Verlandung
  • Verlandung als unerwuenschte Sukzession
  • Wegebau
  • Wilddichte, zu hoch (JA)
Maßnahmen:
  • Absperrung, Auszaeunung von Flaechen
  • Altholz erhalten
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Entschlammung
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Erhaltung von Steilwaenden
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Jagdausuebung beschraenken
  • kein Kahlschlag
  • keine Aufforstung
  • keine Duengung
  • keine Entwaesserung
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vegetationskontrolle
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Wiedervernaessung
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