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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Jaegersfahrter Fischbachtal (ACK-114)

Objektbezeichnung:

NSG Jaegersfahrter Fischbachtal

Kennung:

ACK-114

Ort: Stolberg
Kreis: Aachen
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 17,47 ha
Offizielle Fläche: 17,46 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2005
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20 a), b) und c) LG.

- Erhaltung des Lebensraumes fuer viele nach der Roten Liste in NRW gefaehrdete
Pflanzen- und Tierarten,
- Erhaltung und Optimierung des Gebietes als Biotopkomplex mit in NRW gefaehrdeten
und seltenen Biotoptypen; folgende nach Paragraph 30 BNatSchG bzw. Paragraph 62 LG
geschuetzte Biotoptypen kommen im Gebiet vor:

- Quellen,
- Nass- und Feuchtgruenland,
- naturnahe und unverbaute Bachabschnitte,

- Erhaltung und Optimierung eines in Teilen naturnahen Bachtales mit wertvollen Bachauen-
bereichen und Gruenlandflaechen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5203-0014
Kennung:

BK-5203-0014

Objektbezeichnung:

NSG Jaegersfahrter Fischbachtal

Link zur Karte: BK-5203-0014
Objektbeschreibung: Das 17,5 ha große Gebiet umfasst das Bachsystem des Eigertssief, der in einem Muldental östlich Münsterau verläuft. Der Talgrund ist im unbewaldeten Unterlauf ca. 100 breit, . Der Bachunterlauf wird von umgebenden Grünlandflächen geprägt, die stellenweise quellig - durchsickerte Feucht- und Nassgrünlander und Brachen aufweist. Der leicht mäandrierende Bach ist etwa 1,5 m breit und weist kleine sandig-lehmige Steilufer und ein kiesig steiniges Bett auf. Der naturnahe Bach wird abschnittsweise von einem Erlen-Auwald gesäumt. Entlang des Bachlaufes sind mehrere Fischteiche angelegt. Die südexponierte Böschung zwischen Strasse und Bach ist sehr steil und dicht mit Gehölzen bewachsen. Aufgrund des naturnahen Charakters der Fließgewässer inklusive der begleitenden Biotoptypen wie Feuchtwälde und Feuchtgrünland , kommt dem Gebiet eine hervorragende Bedeutung für den Schutz und Erhalt der fließgewässertypischen Lebensgemeinschaften zu. Im Rahmen des landesweiten Biotopverbundes ist das NSG ein wichtiges Element für die Vernetzung naturnaher Fließgewässer in der Ruhreifel. Schutzziel ist die Erhaltung des Gewässers und der begleitenden Biotoptypen wie Auwälder und Feuchtgrünländer durch Erhaltung des Wasserregimes.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (1,87 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (10,00 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,94 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,15 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (3,20 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (1,87 ha)
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (3,20 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,94 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,15 ha)
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (1,00 ha)
  • Fettweide <EB0> (10,00 ha)
  • Teich <FF0> (0,30 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <yEC2> (0,79 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,15 ha)
  • Teich <yFF0> (0,15 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (3,20 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (1,87 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Haengende Segge (Carex pendula)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Hunds-Straussgras (Agrostis canina)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Kriechende Quecke (Elymus repens)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Schaumkraut (Cardamine flexuosa)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines Bachtalsystems mit naturnahen
Strukturen und Feuchtgrünlandbereichen
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Fischerei, Teichbau (FI)
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserausbau
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze
  • unerwuenschte Sukzession
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Aufforstung
  • keine Entwaesserung
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vegetationskontrolle
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