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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Quellen und Baeche im Karstareal (BI-022)

Objektbezeichnung:

NSG Quellen und Baeche im Karstareal

Kennung:

BI-022

Ort: Bielefeld
Kreis: Bielefeld
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 21,89 ha
Offizielle Fläche: 20,00 ha
Flächenanzahl: 6
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4017-439
Kennung:

BK-4017-439

Objektbezeichnung:

NSG Quellen und Bäche im Karstareal

Link zur Karte: BK-4017-439
Objektbeschreibung: Die nördliche bewaldete Unterhangzone des Bielefelder Osnings südlich von Hillegossen wird von mehreren Quellrinnsale durchzogen. Diese durchfließen stellenweise tief eingeschnittene Kerbtälchen. In den Quellregionen sind örtlich ausgeprägte Quellfluren ausgebildet. Breitere Quellmulden und Sickerquellzonen weisen eine kleinflächige Erlen-Eschen-Bestockung auf. Durch Wassererosion sind innerhalb der Siefen örtlich gehäuft auftretende Findlinge frei gelegt worden. Die angrenzenden Wälder werden überwiegend von Fichten beherrscht, doch bilden örtlich auch alte Hainsimsen-Buchenwälder naturnahe Kontakt-Lebensräume. Die unterste Quelle nordwestlich des Hofes Meyer zu Selhausen innerhalb eines Pappel-Feldgehölzen ist zu einem Quelltümpel umgeformt. Die naturnahen Quellen, Quellbäche und Quell-Erlen-Eschenwälder sind herausragende Klein- und Sonderbiotope in der Verzahnungszone zwischen dem Teuto-Hauptkamms und den nördlich vorgelagerten Osning-Vorbergen.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (13,04 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (2,36 ha)
  • Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder <91E0> (0,80 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete Feldgehölze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (0,26 ha)
  • Mesophiles Wirtschaftsgrünland incl. Brachen <NE00> (0,18 ha)
  • Quellbereiche <NFK0> (0,99 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (0,40 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (2,36 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <AC5> (0,80 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (13,00 ha)
  • Feldgehoelz <BA0> (0,26 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,18 ha)
  • Teich <FF0> (0,04 ha)
  • Quelle, Quellbereich <FK0> (0,95 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,04 ha)
  • Quellbach <FM4> (0,40 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Geflecktes Knabenkraut i.w.S. (Dactylorhiza maculata agg.)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hohe Schluesselblume (Primula elatior)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wechselblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines Quellbach-Biotopverbundsystems mit Quellfluren und Quell-Erlen-Eschenwälder innerhalb der Waldlandschaft des Bielefelder Osnings und ökologische Optimierung insbesondere durch Zurücknahme von Fichtenbeständen
Gefährdungen:
  • Fischerei, Teichbau (FI)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • kein Kahlschlag
  • Pufferzone anlegen
  • weiterhin keine Bewirtschaftung
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