Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Falkenluster Allee und Schloss Falkenlust (BM-025)

Objektbezeichnung:

NSG Falkenluster Allee und Schloss Falkenlust

Kennung:

BM-025

Ort: Bruehl
Kreis: Rhein-Erft-Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 14,70 ha
Offizielle Fläche: 14,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1954
Inkraft: 2002
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Der Park und die Allee werden geschützt:

a) zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Biotopen bestimmter wildlebender Tier- und
Pflanzenarten (§ 20 a LG), insbesondere

- zur Erhaltung des alten, artenreichen Waldes als Lebensraum für v.a. Vögel, Fledermäuse
und Insekten.
Die Parkanlagen sind als Biotop Nr. 5107-909 im Biotopkataster NRW und als landesplanerisch
gesichertes Gebiet für den Schutz der Natur mit der Gebietskennnummer K_RR-146 erfasst; er wird
für den landesweiten Biotopverbund als Kernbiotop in der intensiven Agrarlandschaft bewertet.

b) aus landeskundlichen Gründen (§ 20 b LG), insbesondere

- aufgrund des bedeutenden Wertes der Parkanlage und der Allee aus kulturhistorischer Sicht,
aufgrund derer die Schlossparkanlagen und Schloss Augustusburg / Schloss Falkenlust zum
Weltkulturerbe der UNESCO ernannt worden sind.

c) wegen ihrer Seltenheit und besonderen Eigenart (§ 20 c LG), insbesondere

- wegen der starken Prägung des Landschaftsbildes durch die Parkanlage und durch die Allee,
die eine Verbindungs- und Sichtachse zwischen den Parkanlagen dieses Schutzgebietes und
des Naturschutzgebietes "Schlosspark Brühl" darstellt.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5107-909
Kennung:

BK-5107-909

Objektbezeichnung:

NSG Falkenluster Allee und Schloss Falkenlust

Link zur Karte: BK-5107-909
Objektbeschreibung: Alter Schlosspark mit Altbaeumen und Strauchgruppen, teils parkartig aufgebaut, ueberwiegend naturnaher Waldbestand mit unterschied- licher Altersstruktur mit artenreicher Krautschicht und ausgepraegter Strauchschicht, gut strukturierter Waldmantel. Waldbestand aus Stieleiche, Buche, Hainbuche und Winterlinde aufgebaut (Altwald, winterlindenreicher Eichen-Hainbuchenwald). Stellenweise sind jedoch Stoerungszeiger wie Brennessel zu finden. Eine ca. 800 m lange Lindenallee verbindet das Jagdschloss mit dem NSG Bruehler Schlosspark. Leider wird diese durch Gleis- koerper und eine Landstrasse in zwei Haelften geteilt. Beide Schloesser wurden im 18. Jahrhundert erbaut, wobei die Parkanlagen in Teilbereichen als englische Landschaftsgaerten mit breiten Alleen (aus Linden, Rosskastanien und Buchen) und schmalen Waldpfaden angelegt wurden. Gebiet mit besonderem Wert fuer Hoehlen-, Gebuesch- und Baum- brueter. In unmittelbarer Naehe zu Schloss Falkenlust stehen beeindruckende alte Einzelbaeume (Traubeneiche, Platane, Esskastanie, Winterlinde).
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (8,99 ha)
  • Allee <BH0> (0,79 ha)
  • Graben <FN0> (0,13 ha)
  • Strukturreicher Stadtpark, Schlosspark mit altem Baumbestand <HM1> (3,31 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Feld-Ulme (Ulmus minor)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gemeines Rispengras (Poa trivialis (subsp. trivialis))
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Goldschopf-Hahnenfuss Sa. (Ranunculus-auricomus-Gruppe)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Liguster (Ligustrum vulgare)
  • Moschuskraut (Adoxa moschatellina)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sanikel (Sanicula europaea)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
Tierarten:
  • Buntspecht (Dendrocopos major)
  • Kleinspecht (Dryobates minor)
  • Maeusebussard (Buteo buteo)
  • Pirol (Oriolus oriolus)
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines Schlossparks mit strukturreichem,
wertvollem Gehoelzbestand, Altbaeumen und naturnahem
winterlindenreichem Eichen-Hainbuchenwald mit besonderer
Bedeutung fuer die Avifauna und als Lebensraum fuer viele
weitere Tierarten sowie Pflanzenarten
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume
  • Freizeitaktivitaeten
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • Stoerungs-, Eutrophierungszeiger
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.