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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Vitiverter Venn (BOR-014)

Objektbezeichnung:

NSG Vitiverter Venn

Kennung:

BOR-014

Ort: Suedlohn
Kreis: Borken
Bezirksregierung: Münster
Digitalisierte Fläche: 24,18 ha
Offizielle Fläche: 24,00 ha
Flächenanzahl: 5
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1988
Inkraft: 2016
Außerkraft: 2033
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4007-0043
  • BK-4007-0079
Kennung:

BK-4007-0079

Objektbezeichnung:

NSG Vitiverter Venn

Link zur Karte: BK-4007-0079
Objektbeschreibung: Das mit 13 Hektar kleinflächige Naturschutzgebiet Vitverter Venn war noch um die Mitte des letzten Jahrhunderts von einer moorigen Heidelandschaft bedeckt. Der geologische Untergrund setzt sich aus vorwiegend sandigen und sandig-lehmigen Sedimenten zusammen, die von Schichten des Jura unterlagert werden. An Bodentypen treten vor allem Gley-Podsole und Pseudogley-Böden auf. Das Naturschutzgebiet besteht heute zu etwa 80% aus Grünland und zu ca. 20% aus Wald bzw. Gartenbauflächen. Bei den Grünlandflächen handelt es sich im Jahr 2012 um Neuansaatflächen mit Weidelgras oder Lieschgras sowie um artenarme, fragmentarische intensiv genutzte, insbesondere gedüngte (Gülle) Wiesen. Am Nordwestrand grenzt eine Baumschulenfläche an, die jedoch weniger stark genutzt wird. Naturschutzfachlich ist nur noch ein Eichen-Feldgehölz am Südwestrand des Gebietes sowie eine daran nordöstlich angrenzende kleinflächige, ruderalisierte Feuchtgrünlandbrache von Bedeutung. Bereits erheblich in seiner Substanz gestörtes Naturschutzgebiet mit nur geringer lokaler Bedeutung. Die ehemals noch vorhandenen Feuchtgrünlandflächen sind im Gebiet nicht mehr vorhanden, können aber noch zurückentwickelt werden. Ein Revier des Großen Brachvogels befindet sich noch im Bereich des Naturschutzgebietes uns seiner benachbarten Flächen. Grünland-Trittsteinbiotop innerhalb einer intensiv ackerbaulich genutzten Landschaft Entwicklung des artenarmen Grünlandes durch extensive Grünlandnutzung, insbesondere Verzicht auf Düngung und zweimalige Mahd mit Abräumen des Mahdgutes. Anlage von Blänken zur Strukturanreicherung.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (11,15 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete Feldgehölze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (2,10 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland incl. Brachen <NEC0> (0,12 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (2,10 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,27 ha)
  • Fettwiese <EA0> (6,71 ha)
  • Fettwiese, Neueinsaat <EA3> (2,48 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,12 ha)
  • Baumschule <HJ6> (1,69 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Hirtentaeschel (Capsella bursa-pastoris)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Kriechende Quecke (Elymus repens)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Vogel-Knoeterich Sa. (Polygonum aviculare agg.)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
Tierarten:
Schutzziele: Entwicklung des artenarmen Grünlandes durch extensive Grünlandnutzung, insbesondere Verzicht auf Düngung und zweimalige Mahd mit Abräumen des Mahdgutes.
Anlage von Blänken zur Strukturanreicherung.
Gefährdungen:
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, zu intensive Duengung (LW)
Maßnahmen:
  • Anlage eines Kleingewaesser
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • keine Duengung
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