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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Torfvenn, Rehrbach <BOT> (BOT-006R2)

Objektbezeichnung:

NSG Torfvenn, Rehrbach <BOT>

Kennung:

BOT-006R2

Ort: Bottrop
Kreis: Bottrop
Bezirksregierung: Münster
Digitalisierte Fläche: 44,99 ha
Offizielle Fläche: NaN ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG ist nach Paragraph 20 Buchstabe a), b) und c) LG
erforderlich

- Um die Lebensgemeinschaften und Lebensstaetten von z.T. stark gefaehrdeten Tier- und
Pflanzenarten zu erhalten,
- Um den Weiher, die angrenzenden Verlandungszonen und die Feuchtbereiche aus natur-
und erdgeschichtlichen Gruenden zu erhalten.
- Zur Erhaltung, Foerderung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften oder
Lebensstaetten, insbesondere von seltenen, zum Teil stark gefaehrdeten Wat- und Wiesen-
voegeln, Gaensen und von seltenen, zum Teil gefaehrdeten Pflanzengesellschaften des
offenen Wassers und des feuchten Gruenlandes,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und Schoenheit des Gebietes,
- Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gruenden sowie wegen
der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schoenheit der Feuchtwiesen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4307-0029
Kennung:

BK-4307-0029

Objektbezeichnung:

NSG Torfvenn, Rehrbach <BOT>

Link zur Karte: BK-4307-0029
Objektbeschreibung: Grünland-Naturschutzgebiet Torfvenn, Rehrbach am Nordwestrand der Stadt Bottrop. Das NSG umfasst die grünlandgeprägten Talsohlen- und Hangbereiche des Schwarzen Baches nördlich des Flugplatzes Schwarze Heide. Den Schwarzen Bach am Westrand des Gebietes begleitet im Süd- und im Nordteil ein Erlen-Auenwald (§62 LG und FFH-Lebensraum). Im Oberlauf ist der Bach kaum eingetieft und bildet schon eine breiten durchnässten Auenbereich, der von Erlen und z. T. auch Pappeln begleitet wird. Am Hang befindet sich hier ein fast undurchdringlicher Kiefern-Mischwald, in dem in der Krautschicht Adlerfarn und Brombeere dominieren. Nach einem kurzen begradigten Stück weist der Bach im Nordteil zahlreiche Mäander auf und erreicht hier eine Breite von ca. 0,5 m und seine Tiefe beträgt 10-20 cm. Die Uferkanten sind hier etwa 0,5 m hoch. Die Gewässersohle ist sandig, die Fliessgeschwindigkeit mittel bis rasch. In den tiefgelegenen flachen Hangbereichen im Nordwesten befindet sich in Bachnähe Feuchtgrünland. Eine brachgefallene, binsenreiche Feuchtwiese und eine noch bewirtschaftete Feuchtwiese mit Flutrasen sind als Geschützte Biotope gemäß §62 LG anzusprechen. Das Schutzgebiet wird durchzogen von einem Feldweg, der von einer alten Eichenreihe begleitet wird, in der noch Reste der ehemaligen Hecken vorhanden sind. Im Westen geht die Baumreihe in Grauweidengebüschreihen über. Der Großteil des Schutzgebietes an den Oberhängen ist von recht intensiver landwirtschaftlicher Nutzung geprägt: Im Norden recht intensiv beweidete Weidelgras-Weißklee-Weiden mit nur kleinflächig ausgeprägten Feuchtbereichen. Im Osten und Westen befinden sich recht artenarme, gedüngte Fettweiden. Auch hier nur noch Reste feuchterer Ausprägungen. Die gesamte Grünlandfläche ist durch Baumreihen (überwiegend Eichen) an den Parzellengrenzen gut strukturiert. Vereinzelt kommen alte, teils abgängige Kopfweiden vor. Am südlichen Oberhang stockt eine lichte Baumgruppe aus alten Eichen. Im Westen befindet sich auch ein 7 ha großer Maisacker im Schutzgebiet. Das Gebiet zeichnet sich aus durch die weiten durch Gehölze strukturierten Weide- und Wiesenflächen von hohem landschaftsästhetischem Wert. Zusätzlich qualifiziert es die Feuchtgrünland-Restflächen und der naturnahe Erlen-Auenwald am Schwarzen Bach. Die Grünlandbereiche sind Teil des landesplanerisch gesicherten Gebietes für den Schutz der Natur "Gartroper Mühlenbach und Torfvenn". Als Enwicklungsziel ist die extensive Nutzung, vorwiegend extensive Beweidung, der Grünlandflächen zu nennen. Die Feuchtgrünlandbrache im Nordenwestzipfel sollte wieder in Nutzung genommen werden.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,59 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,50 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (1,50 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (3,43 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (0,59 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,93 ha)
Biotoptypen:
  • Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AK1> (2,39 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,50 ha)
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (1,00 ha)
  • Kopfbaumgruppe, Kopfbaumreihe <BG0> (0,50 ha)
  • Fettwiese <EA0> (20,00 ha)
  • Fettweide <EB0> (9,00 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (1,50 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (1,00 ha)
  • Teich <FF0> (0,02 ha)
  • Acker <HA0> (7,00 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <yEC1> (0,63 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,30 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,59 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Asch-Weide (Salix cinerea subsp. cinerea)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hohe Weide (Salix rubens (S. alba x fragilis))
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
  • Rehwild (Capreolus capreolus)
Schutzziele: Erhalt und Optimierung eines naturnahen Bachlaufes mit Auenwald, der Feuchtgrünlandflächen und der gliedernden Gehölzreihen sowie Erhalt der grossflächigen Grünlandbereiche u. a. als Äsungsflächen für Gänse und Brutpatz für Wiesenvögel.
Gefährdungen:
  • Biozideinsatz
  • Duengung
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Eutrophierung
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Pflegeumbruch (LW)
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Duengung
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • keine Entwaesserung
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • Wiedervernaessung
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