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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Blumenkamp (BO-001)

Objektbezeichnung:

NSG Blumenkamp

Kennung:

BO-001

Ort: Bochum
Kreis: Bochum
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 3,49 ha
Offizielle Fläche: 3,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1980
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20a,c LG
- Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebenstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und Tierarten,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden
Schoenheit des Gebietes
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4408-0001
Kennung:

BK-4408-0001

Objektbezeichnung:

NSG Blumenkamp

Link zur Karte: BK-4408-0001
Objektbeschreibung: Das NSG Blumenkamp stellt einen durch Bergsenkung entstandenen Weiher mit einer gut ausgebildeten Verlandungszonierung sowie die umgebenden Gebüsche und Waldbestände südwestlich der ehemaligen Erzbahntrasse (jetzt Radweg) zwischen Hordel und Günningfeld dar. Das eutrophe Gewässer mit vor allem im Süden ausgeprägter Vegetationszonierung ist recht flach, die Uferbereiche werden von Röhrichten unterschiedlicher Ausprägung eingenommen (u.a. Kalmus-, Igelkolben-, Rohrkolben-Röhrichte). Kleinflächig finden sich Wasserlinsenbestände und auch niedrigwüchsige Uferfluren. Im Wasser fallen häufig Mehrstamm-Erlen, teilweise auch Weidengebüsche, auf. Nach Nordosten grenzt der ca. 8 m hohe ehemalige Bahndamm an, der mit einem Robinien-Mischbestand mittleren Baumholzalters bestockt ist. Nach Westen an das Gewässer angrenzend finden sich Weiden-, Hasel- und Hartriegelgebüsche, die in einen nitrophytenreichen Weiden-Buschwald mit Erlen und Eschen übergehen. Im westlich angrenzenden Areal finden derzeit Erschließungsarbeiten für eine geplante Bebauung statt. Dem Gebiet kommt als Refugial- und Trittsteinlebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten in der dicht besiedelten Umgebung auch aus Sicht des Biotopverbunds eine herausragende Bedeutung zu. Im Gebiet kommen folgende Biotoptypen nach Paragraph 62 LG NRW vor: naturnahe Stillgewässer (FR0).
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (0,80 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,63 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (1,58 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (1,58 ha)
Biotoptypen:
  • Weidenmischwald <AE1> (0,80 ha)
  • Robinienmischwald <AN1> (0,87 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,63 ha)
  • Bergsenkungsgewaesser <yFR0> (1,58 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Arznei-Baldrian Sa. (Valeriana officinalis agg.)
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Sumpfsimse (Eleocharis palustris)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Froschloeffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Grau-Erle (Alnus incana (subsp. incana))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hain-Segge (Carex otrubae)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kalmus (Acorus calamus)
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Land-Reitgras (Calamagrostis epigejos)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Zierliche Wasserlinse (Lemna minuta)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung eines durch Bergsenkung entstandenen, ausgedehnten und artenreichen Stillgewässers mit typischer Vegetationszonierung und angrenzenden Gebüsch- und Laubwaldflächen als Refugial- und Trittsteinbiotop für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten
Gefährdungen:
  • Einbringen von Tieren
  • Eutrophierung
  • Freizeitaktivitaeten
  • Grundwasserabsenkung
  • Muellablagerung
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Beseitigung von Muell
  • Betretungsverbot
  • der Sukzession ueberlassen
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Wasserstandes
  • keine Entwaesserung
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
  • Vermeidung Eutrophierung
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