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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Waldsiepen Hevener Strasse - Im Lottental (BO-006)

Objektbezeichnung:

NSG Waldsiepen Hevener Strasse - Im Lottental

Kennung:

BO-006

Ort: Bochum
Kreis: Bochum
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 7,28 ha
Offizielle Fläche: 7,50 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1990
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung als NSG erfolgt gemaess Paragraph 20a,c LG
- Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten be-
stimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden
Schoenheit des Gebietes
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4509-0163
Kennung:

BK-4509-0163

Objektbezeichnung:

NSG Waldsiepen Hevener Strasse - Im Lottental

Link zur Karte: BK-4509-0163
Objektbeschreibung: Der durch landwirtschaftlich genutzte Flächen und Laubwälder geprägten Raum zwischen der Ruhr-Universität und Bochum-Schrick weist mit dem NSG "Waldsiepen Hevener Strasse - Im Lottental" einen Biotopkomplex mit zwei von SW nach NO verlaufenden, recht steil eingetieften, bewaldeten Siepen auf, der dazwischenliegende Bergrücken wird von Grünlandflächen, im Norden von jüngeren Laubholzmischbeständen eingenommen. Die zum Lottenbach fließenden Bäche sind 0,5 bis 1 m breit, naturnah entwickelt und weisen stellenweise Quellfluren mit Milzkrautbeständen auf. Die Bachläufe entspringen in flächigen Austritten (ohne Quellfluren), ihre Sohle ist lehmig-grusig, sie sind schwach wasserführend. Im Oberlauf fließen sie in schmalen Kerbtälchen, die sich im Unterlauf zu schmalen Talauen aufweiten. Die steilen bis sehr steilen Talhänge sind bewaldet. Eichenmischwälder und - kleinflächiger - altholzreicher Buchenwald herrschen vor, z.T. mit dichten Ilex-Beständen. Der Wald befindet sich überwiegend im mittleren bis starken Baumholzalter, stellenweise mit viel schwachem Totholz. Im Norden befindet sich zwischen den Siepen ein junger, gepflanzter Eichen-Winterlinden-Mischbestand. Östlich angrenzend ist ein kleiner Eschen-Auwald (deutlich unter 1000 qm Fläche) zu erwähnen. Ergänzt wird das Biotop durch als Mähwiese genutzte Bereiche zwischen den Tälchen, die durch durchgewachsene Hecken und Böschungsgehölz gegliedert werden. Im Westen des südlichen Siepens findet sich außerdem eine kleine brachgefallene Grünlandfläche, die recht quellig ist und von Rohrglanzgras, Flatterbinse und Behaartem Weidenröschen dominiert wird. Das Gebiet ist mit seinem bodenständig bestockten, naturnahen Laubwald, den naturnahen Bachläufen, alten Böschungsgehölzen und Feuchtgrünlandbrachen zusammen mit den nahe gelegenen Waldgebieten "Voßkuhlenbusch" und "Kalwes" für den Biotopverbund von herausragender Bedeutung. Im Gebiet kommen folgende Biotoptypen nach Paragraph 62 LG NRW vor: naturnahes Fließgewässer (FM0), Nass- und Feuchtgrünland (EE3).
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (4,15 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Auenwaelder (nicht FFH-LRT) <NAX0> (0,08 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,20 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (2,90 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,10 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,05 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,05 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,10 ha)
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (0,93 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (2,45 ha)
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (0,77 ha)
  • Sonstiger Laubwald aus einer einheimischen Laubbaumart <AG0> (0,35 ha)
  • Bachbegleitender Eschenwald <AM2> (0,08 ha)
  • Boeschungshecke <BD4> (0,20 ha)
  • Fettwiese <EA0> (2,90 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,02 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,10 ha)
  • Bach <yFM0> (0,05 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Breit-Wegerich (Plantago major)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gewoehnliche Goldnessel Sa. (Galeobdolon luteum agg.)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schoenes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung von Bachsiepen mit naturnahem Bachlauf und bodenständig bestockten, altholzreichen Laubwäldern an den Hängen sowie von angrenzenden, teilweise feuchten Grünlandflächen, u.a. als Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzenarten und Tierarten, u.a. für den Feuersalamander
Gefährdungen:
  • Aufforstung
  • Beseitigung alter Baeume (FW)
  • Duengerdrift (LW)
  • Duengung empfindlicher Standorte (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Mahd zu intensiv (LW)
  • Muellablagerung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Trittschaden an Vegetation
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • Gruenlandnutzung extensivieren
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
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