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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Groppenbruch (DO-011)

Objektbezeichnung:

NSG Groppenbruch

Kennung:

DO-011

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 23,34 ha
Offizielle Fläche: 23,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1987
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: emaess LG Paragraph 20
- Zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensstaetten und - gemeinschaften
von gefaehrdeten und seltenen wildlebenden Tierarten und wild-
wachsenden Pflanzenarten und -gesellschaften,
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4410-0111
Kennung:

BK-4410-0111

Objektbezeichnung:

NSG Groppenbruch

Link zur Karte: BK-4410-0111
Objektbeschreibung: Biotopkomplex aus altholzreichen Laubwaldparzellen und Weidegrünland in der Talmulde des Groppenbaches am nördlichen Stadtrand von Dortmund unmittelbar an der Grenze zur benachbarten Stadt Waltrop. Von der Königsheide nordwärts zum Groppenbach hin erstreckt sich im "Gerstloh" ein kleiner, überwiegend alter Buchen-Eichenwald mit hohen Totholzanteilen. Eine weitere Eichenparzelle liegt im äußersten Nordosten des Naturschutzgebietes, mit der übrigen NSG-Fläche über einen jungen Buschwald verbunden. Westlich entlang des Gerstloh-Waldes dehnen sich Viehweiden aus, die in Bachnähe einzelne Versumpfungen zeigen. Echte Nasswiesen kommen heute nicht mehr vor. Innerhalb des Waldes liegen zwei Kleingewässer mit Röhrichten. Das Schutzgebiet mit seinen Offenland- und Wald-Lebensräumen ist Lebensraum mehrerer gefährdeter Vogelarten (s. Allgemeine Hinweise). Von besonderer Bedeutung sind insbesondere die Alt-Wälder als Bruthabitat vom Grünspecht, unterholzreiche Lebensräume werden von der Nachtigall aufgesucht, gebietstypische Arten des (parkartigen) Offenlandes sind Kiebitz und Steinkauz. Das NSG hat aufgrund seiner Kleingewässer auch eine besondere Bedeutung für Amphibien und - eingeschränkt - für Libellen. Das Gebiet stellt einen charakteristischen Ausschnitt der historischen Kulturlandschaft des Emscherlandes (Waltroper Flachwellenlandes) dar und hat in diesem peripheren, von zahlreichen Straßen, Fernstraßen,Kanälen und Eisenbahnlinien zergliederten Teilraum des Ruhrgebiet(rand)es eine besondere Bedeutung als Rückzugslebensraum und Trittsteinbiotop. Haupt-Schutzziele sind die Erhaltung und die Entwicklung eines strukturreichen Landschafts- und Biotopkomplexes aus Altwald, Kleingewässer und Grünland als schutzwürdiger Ausschnitt der historischen Kulturlandschaft mit ihrer spezifischen Lebensgemeinschaft.
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (9,09 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,92 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (8,24 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,12 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,12 ha)
Biotoptypen:
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,92 ha)
  • Fettweide <EB0> (8,24 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,00 ha)
  • Graben <FN0> (0,05 ha)
  • Acker <HA0> (2,93 ha)
  • Ackerbrache <HB0> (1,84 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (9,09 ha)
  • Teich <yFF0> (0,12 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel Sa. (Galeobdolon luteum agg.)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus altem Laubmischwald, Kleingewässern und Grünland
als schutzwürdiger Ausschnitt der struktur- und artenreichen historischen Kulturlandschaft
Gefährdungen:
  • Ackerbau
  • Beseitigung alter Baeume
  • Eutrophierung
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Nutzungsaenderung (LW)
  • unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Wasserstandes
  • Gruenland anlegen, wiederherstellen
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • Gruenlandnutzung extensivieren
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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