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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Bolmke <LP Dortmund-Sued> (DO-019)

Objektbezeichnung:

NSG Bolmke <LP Dortmund-Sued>

Kennung:

DO-019

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 54,80 ha
Offizielle Fläche: 55,80 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1999
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemäß § 20 Buchstaben a) und c) LG
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Biotopen bestimmter wildlebender Tier- und
Pflanzenarten,
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit einer Fläche oder
eines Landschaftsbestandteils,
- wegen der besonderen Bedeutung für den Klimaschutz.
Als wertvolle Lebensstätten gelten insbesondere:
- die naturnahen Buchenwaldbestände,
- der Teich und
- die Siepen mit ihren kleinen Bachläufen und den übrigen Feuchtbereichen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4510-0159
Kennung:

BK-4510-0159

Objektbezeichnung:

NSG Bolmke

Link zur Karte: BK-4510-0159
Objektbeschreibung: Fingerförmig zerteiltes Waldgebiet in der Emscheraue und dem darüber liegenden flachen Hang im Zentrum von Dortmund gegenüber dem Westfalenstadion. Im nördlichen Teil des Gebietes steht ein Pappel-Erlen-Wald in der ehemaligen Emscheraue als Gehölzsaum zum Fließgewässer Übelgünne. Südlich davon und getrennt durch eine niedrige Terrassenkante schließen sich Laubwälder aus vorwiegend Buche und Eiche an. Der Hangwald wird von drei kleinen Siepen durchzogen, die jedoch nur teilweise Wasser führen, zumeist aber mehr oder weniger charakteristische Quell- und Bachvegetation aufweisen. Vor der Terrassenkante werden diese Siepen zu kleinen Teichen aufgestaut. Bachbegleitend sind vereinzelt Sickerquellen ausgebildet. Das Gebiet lässt sich nicht nur sachlich sondern auch räumlich in einen Bereich mit hohem Erhaltungswert (Laubwälder der Hangschulter, Fließ- und Quellgewässer, bedingt Staugewässer) und hohem Entwicklungspotenzial trennen (Pappel-Erlen-Wald der Emscheraue). Flächen mit hohem Erhaltungwert: Die Laubwaldbestände oberhalb der Terrassenkante werden von mehreren, stark genutzten Wegen durchzogen. Für diesen Teilbereich ist ein Konzept zur Besucherlenkung erforderlich, um Besucher von den sensiblen Bereichen der Gewässer (d. h. auch Teilen der Stauteiche) fern zu halten. Flächen mit hohem Entwicklungspozential: Aus der ehemaligen Emscheraue sollten möglichst rasch die Pappeln entfernt werden, da sie offenbar das Aufkommen von Stickstoffzeigern, Neophyten und Brombeergestrüpp begünstigen. Danach sollt die Entwicklung naturnaher, standortgemäßer Waldlebensräume gefördert werden. Das NSG Bolmke beherbergt trotz seiner Belastungen und zentrumsnahen Lage eine schutzwürdige Avifauna der Wälder und parkartiger Biotope. Es ist ein (bedingt naturnaher) Refugial- und Vernetzungsbiotop innerhalb der stark anthropogen überprägten Emscherniederung in enger Nachbarschaft zum Dortmunder Zentrum. Zentrale Schutzziele sind Erhaltung und Entwicklung naturnaher Quell-, Fließ- und Stillgewässer unter Einschluss bodenständiger Waldbiotope auf den differenzierten Standorttypen der Emscherniederung, der Siepen und der Hangzone. .
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (26,58 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moore, Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH) auf Sekundärstandorten <NCA1-ung.> (0,04 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,24 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,41 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (2,58 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (1,09 ha)
  • Quellbereiche (0,41 ha)
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (9,40 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (26,58 ha)
  • Pappelwald auf Auenstandort <AF2> (10,41 ha)
  • Eschenmischwald <AM1> (3,13 ha)
  • Roteichenmischwald <AO1> (2,00 ha)
  • Roehrichtbestand <CF0> (0,04 ha)
  • Teich <FF0> (0,24 ha)
  • Quellbach <FM4> (0,07 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (1,43 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,41 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (1,09 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gewelltblaettriges Kriechsternmoos (Plagiomnium undulatum)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hohe Weide (Salix rubens (S. alba x fragilis))
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Moschuskraut (Adoxa moschatellina)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rosenrotes Weidenroeschen (Epilobium roseum (subsp. roseum))
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schein-Zypergras-Segge (Carex pseudocyperus)
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasserstern unbestimmt (Callitriche spec.)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung naturnaher und standortgemäßer Wald-Lebensräume auf den unterschiedlichen Standorttypen: Emscherniederung (Erlen- bzw. Weidenwald), Siepen (Erlen- bzw. Eschen-Wald), Hangschultern (Eichen-Buchen-Wald.

Erhaltung und Entwicklung naturnaher Quell-, Fließ- und Stillgewässer.
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume
  • Entwaesserungsgraeben (FW)
  • Eutrophierung
  • freilaufende Hunde (SP)
  • Gewaesserbegradigung (WA)
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Leiteinrichtungen, Gelaender, Markierungen einbauen, optimieren
  • Schilder aufstellen, Verbot freilaufenlassen von Hunden
  • Totholz erhalten
  • Vermeidung Eutrophierung
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