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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Auf dem Brink (DO-015)

Objektbezeichnung:

NSG Auf dem Brink

Kennung:

DO-015

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 45,85 ha
Offizielle Fläche: 46,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1987
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20
- Zur Erhaltung und Entwicklung von Lebensstaetten und - gemeinschaften
von gefaehrdeten und seltenen wildlebenden Tierarten und wild-
wachsenden Pflanzenarten und -gesellschaften,
- Zur Erhaltung der vorhandenen Landschaftsstruktur wegen ihrer
Seltenheit und ihrer besonderen Eigenart.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4410-0107
Kennung:

BK-4410-0107

Objektbezeichnung:

NSG Auf dem Brink

Link zur Karte: BK-4410-0107
Objektbeschreibung: Ausschnitt aus dem Talsystem des Süggelbaches, das an der Straße "Auf dem Brink" durch Bergsenkung unter den Grundwasserspiegel abgesunken ist. Um den Bergsenkungsee haben sich am Talgrund feuchte Gebüsche, Röhrichte und vereinzelt kleine Seggenrieder entwickelt. Schmale Feldgehölze aus alten Buchenbeständen stocken auf den Böschungen eines verzweigten Nebentälchens. Besonders bemerkenswert ist vor allem das Bergsenkungsgewässer, das über Flachwasser- und Sumpfzonen eng mit den angrenzenden Röhrichten und vor allem den Weidengebüschen verzahnt ist. Vor allem hier liegen die Habitate der unten genannten Vogelarten. Größere Bereiche des südlichen Nebentälchens werden von Schilf bedeckt. Diese Schilfflächen gehen im südöstlich abzweigenden Teilbereich in eine feuchte Grünlandbrache über. Die Brachfläche weist zahlreiche Arten des Nassgrünlands auf, die aber insgesamt von herdenbildenden Hochstauden und Neophyten unterdrückt werden, bis auf den kleinen Bereich der Brache, der aus jagdlichen Gründen gemäht wird. Diese Beobachtung in Verbindung mit ähnlich gelagerten Fällen im Stadtbereich von Dortmund zeigt, dass die WERTERHALTUNG der Brach- aber wohl auch der Röhricht.- und Riedflächen, eng mit deren NUTZUNG verknüpft ist. Infolge des gehäuften Vorkommens gefährdeter Vogelarten hat das Gebiet eine besonder Bedeutung als Refugial- und Vernetzungsbiotop für den gesamten Ballungsraum Ruhrgebiet. Zentrales Schutzziel ist die Erhaltung eines differenzierten Feuchtbiotopkomplexes im Talsystem des Süggelbaches mit Bergsenkungsgewwässer, Röhrichten, Riedern, Feuchbrachen und Ufergehölzen.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (4,26 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (2,58 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (8,06 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (2,47 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (1,62 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (2,80 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (2,99 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Saeume und Hochstaudenfluren (nicht FFH-LRT) <NK00> (0,09 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Bruch- und Sumpfwaelder (2,58 ha)
  • Roehrichte (2,30 ha)
  • Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (1,62 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (2,80 ha)
  • Suempfe (0,17 ha)
Biotoptypen:
  • Erlenmischwald mit gebietsfremden Laubbaumarten <AC2> (3,34 ha)
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (4,26 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (8,06 ha)
  • Fettwiese <EA0> (8,89 ha)
  • Bach <FM0> (2,99 ha)
  • Acker <HA0> (8,89 ha)
  • Feuchter (nasser) Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <KA0> (0,09 ha)
  • Bruchgebuesch <yBB5> (2,58 ha)
  • Rasen-Grossseggenried <yCD1> (0,17 ha)
  • Roehrichtbestand hochwuechsiger Arten <yCF2> (2,30 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (1,62 ha)
  • Bergsenkungsgewaesser <yFR0> (2,80 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Asch-Weide Sa. (Salix cinerea)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hohe Weide (Salix rubens (S. alba x fragilis))
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
  • Rosenrotes Weidenroeschen (Epilobium roseum (subsp. roseum))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Segge unbestimmt (Carex spec.)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung eines differenzierten Biotopkomplexes aus Gewässern, Röhrichten, Riedern, Feuchbrachen und Ufergehölzen im Talsystem des Süggelbaches
Gefährdungen:
  • Eutrophierung
  • Gewaesserbegradigung (WA)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Nutzungsaenderung (LW)
  • Verbuschung als unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Gruenlandnutzung extensivieren
  • Mahd
  • Vermeidung Eutrophierung
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