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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Buschei (DO-027)

Objektbezeichnung:

NSG Buschei

Kennung:

DO-027

Ort: Dortmund
Kreis: Dortmund
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 77,33 ha
Offizielle Fläche: 77,30 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2005
Inkraft: 2005
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
Die Festsetzung als Naturschutzgebiet erfolgt gemäß § 20 Buchstaben a) und c) LG
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Biotopen bestimmter wildlebender Tier- und
Pflanzenarten,
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit einer Fläche oder
eines Landschaftsbestandteils.
Als wertvolle Lebensstätten gelten insbesondere:
- die naturnahen Eichen- /Hainbuchenwälder,
- die Teiche mit ihrer Uferrandvegetation und die weiteren Feuchtbereiche,
- die offenen Grasfluren und Wiesen mit z. T. seltenen Tier- und Pflanzenarten.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4411-0069
Kennung:

BK-4411-0069

Objektbezeichnung:

NSG Buschei

Link zur Karte: BK-4411-0069
Objektbeschreibung: Südlich der Bahnlinie zwischen Dortmund-Scharnhorst und DO-Kurl liegt im Bereich eines ehemaligen Truppenübungsgebietes das Naturschutzgebiet Buschei, geprägt durch ein großes Laubwaldgebiet und zwei kleinere Waldflächen, verbunden von brach fallendem Offenland. Die Wälder des Schutzgebietes sind reine Laubwälder. Flächig vorherrschend sind Eichenmischwälder mit mittlerem Baumholz (Eichen-Hainbuchenwälder, artenarm), kleinflächig durchsetzt von einzelnen kleinen Buchen-Altholzinseln (vom Typ des Flattergras-Buchenwaldes). Innerhalb des Waldes liegen übererdete Bunkeranlagen und massiv umzäunte Schieß(sport)anlagen. Eingezäunt und unzugänglich ist auch der Westen des Schutzgebietes mit einem größeren Teich und ausgedehnten Brachflächen nördlich der ehemaligen Kasernen. Im Süden des Schutzgebietes wurde (aus jagdlichen Gründen?) ein kleines, flaches, vollsonniges Stillgewässer angelegt. Dieser Kleinweiher weist noch in Entwicklung befindliche Vegetationselemente auf. Das Naturschutzgebiet Buschei ist ein siedlungs- und verkehrsfreier Biotopkomplex mit langer Grenzlinie zwischen Wald und Offenland. Er steht in enger räumlicher Nachbarschaft und ökologischer Vernetzung zum nördlich angrenzenden NSG Alte Körne. Das Gebiet ist ein relativer Ruheraum, isoliert gelegen zwischen Bahnlinie, Schnellstraße, Golfplatz und Asseler Graben. Nach Rückzug des Militärs weist das Schutzgebiet ein hohes ökologisches Entwicklungspotenzial auf. Zentrale Schutz- und Entwicklungsziele sind der Erhalt eines (bedingt) naturnahen, störungsamen Waldkomplexes und die naturschutzfachlich gelenkte Entwicklung der frei werdenden Brach- und sonstigen Offenlandflächen.
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (2,72 ha)
  • Subatlantischer oder mitteleuropaeischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum] <9160> (52,39 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (0,43 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (5,00 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,02 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Pappelwald <AF0> (0,15 ha)
  • Eschenwald <AM0> (0,43 ha)
  • Fettwiese <EA0> (2,30 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (5,00 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (0,02 ha)
  • Teich <FF0> (1,00 ha)
  • Ackerbrache <HB0> (1,10 ha)
  • Hochstaudenflur, flaechenhaft <LB0> (2,20 ha)
  • Siedlungsflaechen, zivile o. militaerische oeffenliche Einrichtungen <SD0> (8,30 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (2,72 ha)
  • Hainbuchen-Eichenmischwald <xAB9> (52,39 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Aehren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum)
  • Aufrechter Igelkolben (Sparganium erectum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Breitblaettrige Stendelwurz Sa. (Epipactis helleborine agg.)
  • Breitblaettriger Rohrkolben (Typha latifolia)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Wasser-Hahnenfuss Sa. (Ranunculus aquatilis agg.)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schaumkraut unbestimmt (Cardamine spec.)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Platterbse (Lathyrus pratensis)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Wilde Karde (Dipsacus fullonum)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
  • Wasserfrosch-Komplex (Rana esculenta-Synklepton)
Schutzziele: Erhaltung und ökologische Entwicklung eines differenzierten, relativ störungsarmen Wald-Offenland-Biotopkomplexes in enger Verzahnung zu ähnlichen Schutzgebieten der Hellwegbörde im Dortmunder Norden
Gefährdungen:
  • Einwanderung, Ausbreitung Neophyten
  • Isolationseffekt
Maßnahmen:
  • Anlage von Biotopen
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Einziehen, Entsiegeln oder Sperren von Wegen usw.
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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