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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Blaue Kuhle (DU-004)

Objektbezeichnung:

NSG Blaue Kuhle

Kennung:

DU-004

Ort: Duisburg
Kreis: Duisburg
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 11,78 ha
Offizielle Fläche: 11,28 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1989
Inkraft: 2009
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung erfolgt gemäß § 20 a) und c) Landschaftsgesetz
1. zur Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Lebensstätten bestimmter
wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten

Das Gebiet ist schutzwürdig aufgrund:
- seiner hohen strukturellen Vielfalt der artenreichen und typischen Feuchtgebietsvegetation mit zum
Teil gut ausgebildeten, seltenen und gefährdeten Pflanzengesellschaften und -arten
- der Bedeutung des Gewässers als Laichbiotope mehrerer, zum Teil gefährdeter Amphibienarten sowie
als Lebensräume einer artenreichen Insekten- und Fischfauna
- der Bedeutung der Waldflächen als Rückzugs- und Überwinterungsbiotop der Amphibien
- seiner Bedeutung als Brut- und Nahrungsbiotop sowie als Rastplatz zahlreicher, u.a. seltener und
gefährdeter Vogelarten (Vergleiche Grundlagenkarte II b: Schutzwürdiges Gebiet 8)

2. wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit der Fläche.

Das Gebiet ist schutzwürdig aufgrund:
- seiner vielfältigen Ausstattung mit Landschaftsstrukturelementen inmitten großräumiger intensiv
landwirtschaftlich genutzter Flächen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4506-0018
Kennung:

BK-4506-0018

Objektbezeichnung:

NSG Blaue Kuhle

Link zur Karte: BK-4506-0018
Objektbeschreibung: Das NSG Blaue Kuhle liegt im Deichhinterland nördlich von Baerl und grenzt an die Binsheimer Rheinaue an. Das Gebiet umfasst Weiden, Feldgehölze, Gebüsche, Hecken und einen Weiher mit Ufergehölzen. Von besonderem Wert ist das nach § 62 LG geschützte Weiher mit typischen Gewässervegetation und Silberweiden-Ufergehölzen. Als Rest der alten Kulturlandschaft und in ökologischen Zusammenhang mit der gesamte Fläche zwischen Duisburg-Baerl, dem Rhein und der Stadtgrenze zur Rheinberg (Orsoy) hat das Gebiet als Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tierarten und als Vernetzungsbiotop eine herausragende Bedeutung im bundesweit bedeutsamen Biotopverbund Rheinkorridor als Rastgebiet für Zugvögel eine internationale Bedeutung.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (5,89 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (1,18 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (3,25 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (3,25 ha)
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz <BA0> (5,89 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,11 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,11 ha)
  • Magerweide <ED2> (1,18 ha)
  • Graben <FN0> (NaN ha)
  • Acker <HA0> (NaN ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Weiher (stetig) <yFB0> (3,25 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aehren-Tausendblatt (Myriophyllum spicatum)
  • Armenische Brombeere (Rubus armeniacus)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Echter Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Gemeine Waldrebe (Clematis vitalba)
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Grau-Erle (Alnus incana (subsp. incana))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hohe Weide (Salix rubens (S. alba x fragilis))
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Horst-Rotschwingel (Festuca nigrescens (subsp. nigrescens))
  • Hybridpappel-Kultursorte (Populus canadensis (cvar. serotina))
  • Kamm-Laichkraut Sa. (Potamogeton pectinatus agg.)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knolliger Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus (subsp. bulbosus))
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Kratzbeere (Rubus caesius)
  • Kurzzaehnige Schwarznessel (Ballota nigra subsp. meridionalis)
  • Nessel-Seide (Cuscuta europaea)
  • Platthalm-Binse (Juncus compressus)
  • Quirl-Tausendblatt (Myriophyllum verticillatum)
  • Rauhes Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
  • Rotbeerige Zaunruebe (Bryonia dioica)
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Schmalblaettriges Rispengras (Poa angustifolia)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Wasser-Schwaden (Glyceria maxima)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
Tierarten:
  • Erdkroete (Bufo bufo)
  • Graugans (Anser anser)
  • Kammmolch (Triturus cristatus)
  • Kleiner Wasserfrosch (Rana lessonae)
  • Maeusebussard (Buteo buteo)
  • Teichfrosch (Rana kl. esculenta)
  • Teichmolch (Triturus vulgaris)
Schutzziele: Erhaltung und Optimierung eines vielfältig strukturierten Gebietes , als Rest der alten Kulturlandschaft mit herausragender Bedeutung für den bundesweit bedeutsamen Biotopverbund Rheinkorridor.
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume
  • Duengung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Totholz erhalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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