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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Werthauser Wardt (DU-006)

Objektbezeichnung:

NSG Werthauser Wardt

Kennung:

DU-006

Ort: Duisburg
Kreis: Duisburg
Bezirksregierung: Düsseldorf
Digitalisierte Fläche: 11,98 ha
Offizielle Fläche: 12,96 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1989
Inkraft: 2009
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Die Festsetzung erfolgt gemäß § 20 a), b) und c) Landschaftsgesetz

1. zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften und Lebensstätten bestimmter wildlebender Pflanzen
und wildlebender Tierarten

Das Gebiet ist schutzwürdig aufgrund:
- der Bedeutung der Sandbänke und Brachflächen als Standorte einer artenreichen und typischen Vegetation
mit zum Teil seltenen Pflanzenarten
- seiner Bedeutung als Brut-, Nahrungs-, Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche u.a. seltene und
gefährdete Wasser-, Wat- und Wiesenvogelarten
- seiner Bedeutung als Lebensraum für eine arten- und individuenreiche Laufkäferfauna
- der Bedeutung der Gewässer als Standorte einer typischen Auen- und Flußufervegetation mit zum Teil
seltenen und gefährdeten Arten
- der Bedeutung der Gewässer als Libellenbiotope (vergleiche Grundlagenkarte II b: Schutzwürdiges
Gebiet 23)

2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und erdgeschichtlichen Gründen
- seiner Bedeutung als naturnahes Überschwemmungsgebiet des Rheins
- der Bedeutung der nicht verfüllten Auskiesungsbereiche des hohen Entwicklungspotentials des
relativ ungestörten Raumes

3. wegen der Seltenheit und besonderen Eigenart der Fläche.

Das Gebiet ist schutzwürdig aufgrund:
- der ausgedehnten Sandbänke
- der regionalen Bedeutung der für das Landschaftsbild am Niederrhein charakteristischen Auenlandschaft
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4506-0077
Kennung:

BK-4506-0077

Objektbezeichnung:

Naturschutzgebiet "Werthauser Wardt"

Link zur Karte: BK-4506-0077
Objektbeschreibung: Das NSG "Werthauser Wardt" liegt in der Rheinhauser Wardt bei Bergheim im Deichvorland. Ein naturnahes Abgrabungsgewässer und Weidenauwald, die direkt vom Wasserstand des Rheines beeinflusst werden, nehmen den überwiegenden Teil der Fläche ein. Das NSG hat eine auentypische Biotopkombination mit Stillgewässer und Auwald und bietet einen hervorragenden Lebensraum für Wasservögel. Die starke Freizeitnutzung der Rheinaue kann zu Störungen rastender Vögel führen. Im landesweiten Biotopverbund Rheinaue nimmt es eine wichtige Funktion als Trittsteinbiotop für wandernde Vögel ein. Geeignete Maßnahmen zur Ausbreitung des Auwaldes und eine weitere Förderung der natürlichen Hochwasserdynamik gehören zu den Hauptentwicklungszielen.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (4,08 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete flaechige Gebuesche und Baumgruppen <NBB0> (0,05 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (0,05 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (0,60 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,50 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (4,73 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,30 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • Auwaelder (4,08 ha)
  • stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (4,73 ha)
Biotoptypen:
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (0,05 ha)
  • Kopfbaumgruppe, Kopfbaumreihe <BG0> (0,05 ha)
  • Fettweide <EB0> (0,60 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (0,50 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (1,00 ha)
  • Tieflandfluss <FO2> (0,30 ha)
  • Abgrabungsgewaesser <yFG0> (4,73 ha)
  • Weiden-Auenwald <zAE2> (4,08 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Mannstreu (Eryngium campestre)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Klette (Arctium lappa)
  • Kanadische Goldrute (Solidago canadensis)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Rainfarn (Tanacetum vulgare)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rohr-Schwingel (Festuca arundinacea)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Sumpf-Reitgras (Calamagrostis canescens)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wegwarte (Cichorium intybus)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp. jacea)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
  • Eisvogel (Alcedo atthis)
Schutzziele: Erhalt auentypischer Pflanzengesellschaften und Förderung weiterer Auwaldentwicklung als Retensionsraum.
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • mangelnde Kopfbaumpflege
  • unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • Foerderung bodenstaendiger Gehoelze
  • Gruenlandnutzung extensivieren
  • Kopfbaumpflege
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