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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Weltersbachtal (GL-051)

Objektbezeichnung:

NSG Weltersbachtal

Kennung:

GL-051

Ort: Leichlingen
Kreis: Rheinisch-Bergischer Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 36,13 ha
Offizielle Fläche: 0,00 ha
Flächenanzahl: 3
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Das Gebiet wird zur Erhaltung und Wiederherstellung einer naturnahen
Bachaue mit Quellbereichen, naturnahem Bach, Feuchtgruenland als
Lebensraum seltener und gefaehrdeter Pflanzen- und Tierarten sowie
naturnahen Waldbestaenden in einem groesseren Sohlental des Bergischen
Landes geschuetzt.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4808-014
  • BK-4808-044
Kennung:

BK-4808-044

Objektbezeichnung:

Buchenwaldkomplex westlich Weltersbach

Link zur Karte: BK-4808-044
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfasst im noerdlichen Teilgebiet zwei enge Kerbtaelchen, die sich nach wenigen hundert Metern zu einem breiteren Kerbtal vereinigen, welches in das Weltersbachtal muendet. Der nordoestliche Quelllbach entspringt unterhalb einer Hofanlage in einem Quellhaus. Kurz unterhalb wird der Bach zu einem Gartenteich angestaut. Im dem sich anschliessenden Buchenhochwald wird der Bach zunnaechst durch Fussgaenger-Vertritt beeintraechtigt. Im weiteren Verlauf ist der Bach naturnah ausgebildet. Stellenweise stehen alte Erlen am Bachrand. Im Bereich des Zusammenflusses mit dem ebenfalls naturnah ausgebildeten nordwestlichen Quellbach weitet sich die Talsohle vorruebergehend. Hier hat sich kleinflaechig ein Erlensumpf entwickeln koennen, der von den Baechen durchrieselt wird. Im weiteren Verlauf fliesst der Bach relativ gestreckt in einem tief eingeschnittenem Kerbtal. Nach ca. 300 Metern Fliessstrecke nimmt der Hauptbach einen von Nordosten fliessenden Quellbach auf, der auf der unteren Haelfte naturnah ausgebildet ist. Nach weiteren 100 Metern wird der Bach zu einer naturfernen Teichanlage aufgestaut. Die oft sehr steilen Haenge werden ueberwiegend von z.T. aus ehemaligem Niederwald hervorgegangenem Buchenhochwald eingenommen. Der Wald wird durch eine Krautschicht charakterisiert, die relativ artenarm ausgebildet ist. In der Strauchschicht dominiert stellenweise Stechpalme. Im mittleren Teil des Tales finden sich lichte Mischbestaende aus Eiche, Esche, Kirsche und alten Fichten. Am oestlichen Hang stehen einige alte Kiefern. Das Tal erfaehrt eine starke Erholungsnutzung durch Spaziergaenger, Radfahrer und Reiter.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (1,69 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (4,47 ha)
  • Nadelbaum-Eichenmischwald <AB5> (2,48 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (1,19 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,10 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Dornfarn Sa. (Dryopteris carthusiana agg.)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz, Pflege und Entwicklung struktur- und artenreicher Waldflaechen
mit naturnahen
Quellbereichen und naturnahen Quellbaechen in landschaftsraumtypischer
Ausbildung des Bergischen Landes
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaeten
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Quellfassung (WA)
  • Trittschaden an Vegetation
  • Zerschneidung durch Strassenbau
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Kahlschlag
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Ausweisung / vertragliche Regelung
  • Totholz erhalten
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