Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Laubwaldkomplex Starksfeld und Rennbahnskoepfchen (GM-020)

Objektbezeichnung:

NSG Laubwaldkomplex Starksfeld und Rennbahnskoepfchen

Kennung:

GM-020

Ort: Nuembrecht
Kreis: Oberbergischer Kreis
Bezirksregierung: Köln
Digitalisierte Fläche: 24,79 ha
Offizielle Fläche: 24,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1988
Inkraft: 1989
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20,
- Zur Erhaltung und Entwicklung von grossflaechigen naturnahen Laubholz-Hochwald- Lebensraeumen,
- Zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten bestimmter wildlebender Pflanzen
und wildlebender Tierarten,
- Aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- Wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schoenheit einer Flaeche oder eines Landschaftsbestandteils,
- Zur Herstellung oder Wiederherstellung einer Lebensgemeinschaft oder Lebensstaette im Sinne
von Buchstabe a).
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-5011-0005
  • BK-5011-906
Kennung:

BK-5011-906

Objektbezeichnung:

NSG Laubwaldkomplex Starksfeld und Rennbahnskoepfchen

Link zur Karte: BK-5011-906
Objektbeschreibung: Am nord- und nordostexponierten Parabraunerde-Hang bei Schloss Homburg stockt ein grossflaechiger Laubwaldkomplex, der heute als Erholungswald genutzt wird. Die Parzellen unterschiedlichen Alters mit zumeist Traubeneichen (seltener Buche und Esche) als Hauptbestandsbildner weisen oertlich dichte Krautschichten mit mesophilen Arten auf. Zu unterscheiden sind die farnreiche Krautschicht, oertlich mit Rasenschmiele, die brombeerreiche, die Drahtschmielen-Heidelbeer-Variante mit oertlich haeufig vorkommendem Fingerhut, die Sauerklee-Ausbildung mit stellenweise haeufig vorkommender Einbeere (regionale Besonderheit) sowie die einbeerenreiche Krautschicht mit Salomonsiegel. Im nordoestlichen Bereich wird die Baumschicht oertlich von der Esche dominiert und stellenweise vom Bergahorn, die Krautschicht entspricht lokal der Sauerklee-Ausbildung. In den suedlichen und suedoestlichen Teilbereichen ist zumeist die brombeerreiche- und die Drahtschmielen-Heidelbeer-Krautschicht anzutreffen. In den uebrigen Bereichen herrschen die farnreichen- und die brombeerreichen Krautschichten vor, lokal sind die Varianten des Sauerklees und der Einbeere ausgebildet. In Fahrspuren waechst die Flatterbinse und der Riesen-Schwingel. An Weghaengen sowie in kleinflaechigen Mulden wachsen Fruehjahrsgeophyten. Die Strauchschicht der Bestaende wird z.T. von der Stechhuelse beherrscht und z.T. von Baumarten-Straeuchern gebildet (Naturverjuengung). Oertlich sind einige Lichtungen durch Windbruch entstanden. Der Waldbestand ist durch Fusswege mit Ruhebaenken fuer die Naherholung ausreichend erschlossen. Im Bereich des ND "Dicke Steine" (anstehendes Felsgestein) ist eine starke Beeintraechtigung durch Tritt, Kleinmuell und Feuerstellen zu verzeichnen: dort ist kaum Vegetationsentwicklung (keine Felsspaltenvegetation) vorhanden.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (6,27 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (16,05 ha)
  • Eschenmischwald <AM1> (2,51 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • natuerlicher Kalkfels <yGA1> (0,25 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbeere (Paris quadrifolia)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fruehlings-Hainsimse (Luzula pilosa)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weissdorn unbestimmt (Crataegus spec.)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung von grossflaechigen naturnahen
Laubholz-Hochwald-Lebensraeumen als regional bedeutende
Refugial- und Vernetzungsbiotope fuer weit verbreitete Arten
der mitteleuropaeischen Fallaubwaelder
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaeten
  • Trittschaden an Vegetation
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Freizeitaktivitaeten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Kahlschlag
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.