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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Spexard (GT-023)

Objektbezeichnung:

NSG Spexard

Kennung:

GT-023

Ort: Guetersloh
Kreis: Guetersloh
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 11,24 ha
Offizielle Fläche: 11,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1988
Inkraft: 2010
Außerkraft: 2030
Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt
a) zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung von Lebensgemeinschaften und Biotopen
seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer, wildlebender Tier- und Pflanzenarten,
insbesondere zur Erhaltung eines feuchten Grünlandbereiches und eines Eichen-Birkenwaldes
mit Heidefragmenten als Refugiallebensraum und Trittsteinbiotop in einer intensiv genutzten
Agrarlandschaft sowie zur Wiederherstellung feuchter Grünlandgesellschaften auf akkerbaulich
genutzten Flächen;
Teilflächen des Gebietes sind aufgrund des floristischen Arteninventars von besonderer vege-
tationskundlicher Bedeutung;

b) aus naturwissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, erdgeschichtlichen und landeskundlichen
Gründen, insbesondere zur Erhaltung und Förderung von Pflanzengesellschaften des extensiv
genutzten Feuchtgrünlandes auf feuchten Talsandböden;

c) wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit des Gebietes.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4116-019
Kennung:

BK-4116-019

Objektbezeichnung:

NSG Spexard

Link zur Karte: BK-4116-019
Objektbeschreibung: Das NSG Spexard liegt südlich von Gütersloh nur etwa 100 m nördlich der Bundesautobahn A 2 und wird im Westen, Süden und Osten von Straßen - meist mit Baumreihen - begrenzt. Für ein Feuchtwiesenschutzgebiet ist es ausgesprochen klein. Grünland und Acker als Offenlandbiotope prägen den Süden des NSG, während im Norden ein Eichen-Birkenwald eine weitere Grünlandfläche umgibt. Der Süden des Gebietes ist von Entwässerungsgräben durchzogen. Der Feuchtgrünlandanteil scheint durch Entwässerung und/oder Intensivnutzung (wohl auch "Pflegeumbruch") rückläufig zu sein. Die verbliebenen Feuchtgrünland-Relikte im Süden sowie innerhalb des meist feuchten Eichen-Birkenwaldes im Norden (als binsenreicher Flutrasen) zeigen sich durch Nachsaaten und wahrscheinlich Vielschnittnutzung stark beeinträchtigt. Der feuchte, strukturreiche Eichen-Birkenwald ist dagegen durchaus naturnah und entspricht weitgehend der potenziellen natürlichen Vegetation. Den deutlich negativen Entwicklungstendenzen im Bereich der Offenland-Biotope sollte gezielt mit speziellen Bewirtschaftungsmaßnahmen begegnet werden; darüberhinaus bietet sich eine NSG-Erweiterung nach Osten an.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (3,88 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (2,23 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Birkenmischwald <AD1> (3,88 ha)
  • Fettwiese <EA0> (1,50 ha)
  • Fettwiese, Neueinsaat <EA3> (1,20 ha)
  • Acker <HA0> (2,10 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <yEC1> (1,16 ha)
  • Flutrasen <yEC5> (1,07 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gemeine Sumpfsimse Sa. (Eleocharis palustris agg.)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi (subsp. flos-cuculi))
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Scharfer Hahnenfuss (Ranunculus acris)
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spaetbluehende Traubenkirsche (Prunus serotina)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Weisses Straussgras (Agrostis stolonifera)
  • Weisses Straussgras Sa. (Agrostis stolonifera agg.)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum)
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schaumkraut Sa. (Cardamine pratensis agg.)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
  • Zweizeilige Segge (Carex disticha)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhalt eines landschaftsraumtypischen Biotopkomplexes als Refugiallebensraum und Trittsteinbiotop in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft

Wiederherstellung von Feuchtwiesen und ihrer Lebensgemeinschaften
Gefährdungen:
  • Duengung, zu intensiv (LW)
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Entwaesserungsgraeben
  • Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung zu intensiv (LW)
  • Gruenlandbewirtschaftung, Mahd zu intensiv (LW)
  • Grundwasserabsenkung
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Pflegeumbruch (LW)
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
Maßnahmen:
  • Abschluss von Bewirtschaftungsvertraegen
  • Entnahme nicht bodenstaendiger Gehoelze
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Schliessen und Anstau von Entwaesserungseinrichtungen
  • Umwandlung von Acker
  • Verbot der Anwendung von Duengemitteln
  • Wiedervernaessung
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