Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Mersch (GT-012)

Objektbezeichnung:

NSG Mersch

Kennung:

GT-012

Ort: Herzebrock-Clarholz
Kreis: Guetersloh
Bezirksregierung: Detmold
Digitalisierte Fläche: 6,74 ha
Offizielle Fläche: 5,68 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: VO rechtskraeftig
Inkraft seit: 1948
Inkraft: 1970
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4015-037
Kennung:

BK-4015-037

Objektbezeichnung:

NSG Mersch

Link zur Karte: BK-4015-037
Objektbeschreibung: Das NSG Mersch liegt am südlichen Rand der Emsaue etwa 100 m südlich der Ems und etwa 200 m südlich des (Militär-) Flughafens Güterloh. Schutzgegenstand ist ein sehr gut ausgeprägter, etwa 3,7 ha großer Erlenbruchwald, der nahezu ausschließlich aus Stockausschlägen besteht. Der typische Randsenken-Standort ist nass, die Krautschicht wird vielfach von Sumpf-Segge und Wald-Simse bestimmt, in temporär wasserführenden Mulden fallen sehr individuenreiche Wasserfeder-Vorkommen auf. Der ganze Bereich ist von zunehmend verfallenden Entwässerungsgräben umgeben und durchzogen. Am nördlichen und südlichen Rand wird der Erlenbruchwald je von einem schmalen Streifen alt- und totholzreichen, feuchten Buchen-Eichenwaldes begrenzt; im Norden ist ferner ein beweidetes Frischgrünland in das NSG Mersch mit einbezogen. Unmittelbar nordwestlich des NSG fällt eine Verfüllung der Randsenke mit einer Laubholzaufforstung auf - hier ist eine kleine ehem. Deponie (Altlast?) zu vermuten. Das NSG Mersch ist Teil eines vergleichsweise strukturreichen, von mehreren Einzelhöfen umgebenen Wald-Grünland-Komplexes im südlichen Randbereich der Emsaue.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (1,00 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (1,79 ha)
  • Sumpf-, Moor- und Bruchwälder <NAC0> (3,72 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (1,79 ha)
  • Erlen-Bruchwald <AC4> (3,72 ha)
  • Fettweide <EB0> (1,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Breit-Wegerich (Plantago major)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Langaehrige Segge (Carex elongata)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rispen-Segge (Carex paniculata (subsp. paniculata))
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Segge (Carex acutiformis)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasserfeder (Hottonia palustris)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Fuchsschwanzgras (Alopecurus pratensis)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz und Erhalt eines gut ausgeprägten Erlenbruchwaldes und seiner Lebensgemeinschaften im Randbereich der Emsaue als Refugial- und Trittsteinbiotop

Entwicklung und Wiederherstellung einer naturnahen Emsauenlandschaft
Gefährdungen:
  • Duengerdrift (LW)
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • Entwaesserungsgraeben
  • Eutrophierung
  • Grundwasserabsenkung
  • Verfuellung einer Bodensenke
Maßnahmen:
  • Ausweisung von Pufferzonen mit besonderen Auflagen
  • keine Entwaesserung
  • Rueckbau einer Verfuellung
  • Schliessen und Anstau von Entwaesserungseinrichtungen
  • Vermeidung Eutrophierung
  • Wiedervernaessung
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.