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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Frielicker Holz (HAM-005)

Objektbezeichnung:

NSG Frielicker Holz

Kennung:

HAM-005

Ort: Hamm
Kreis: Hamm
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 150,57 ha
Offizielle Fläche: 150,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2004
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4212-0038
Kennung:

BK-4212-0038

Objektbezeichnung:

NSG Frielicker Holz

Link zur Karte: BK-4212-0038
Objektbeschreibung: Sehr großflächiger, alter Laubmischwald mit naturnahen Teilflächen aus artenreichem Eichen-Hainbuchen-Wald, Waldmeister-Buchenwald sowie von Eschen geprägte Parzellen. Es dominieren Bestände mit starkem Baumholz. Insbesondere in den naturnahen Teilbereichen sind Strauch- und Krautschicht artenreich und üppig bis bodendeckend ausgebildet. In den dominierenden Eichenwäldern sind neben Buchenparzellen (Althölzer) auch Fichtenbestände eingesprengt. Durch den sehr großflächigen Waldkomplex führt ein System von unbefestigten und befestigten Wegen. Im Süden ist eine aufgeforstete Parzelle mit einem renaturuiertem Abschnitt des Mesenbaches einbezogen. Das Waldgebiet setzt sich auf dem Gebiet des Kreises Warendorf fort und ist als LEP III-Flaeche ausgewiesen. Im Kern des Gebietes liegt eine 16,6 ha große Fläche, die als Naturwaldzelle "Ländern" ausgewiesen ist. Der Stieleichen-Hainbuchenwald weist einen alten Baumbestand mit Eichen (175 - 205 J.) und Ulmen (130 - 150 J.) sowie eine besonders artenreiche Krautschicht auf. Die Fläche wird durch das Vorhandensein typisch ausgebildeter und in gutem Erhaltungszustand befindlicher FFH-Lebensräume der Eichen-Hainbuchenwälder (9160) und Waldmeisterbuchenwälder (9130) gekennzeichnet. In Verbindung mit dem östlich angrenzenden Östricher Wald (Kreis-WAF) stellen die größflächigen, struktur- und artenreichen Flächen einen bedeutenden Lebensraum im Naturraum dar. Hervorzuheben sind auch die etwa 120-130 Jahre alten Buchen, die u.a. dem Schwarzspecht als Brutplatz dienen. Wichtiges Vernetzungselement im landesweiten Waldbiotopverbund für an entsprechend angepasste Biozönosen. Erhalt und Entwicklung naturnaher Laubwälder durch naturnahe Waldbewirtschaftung. Erhaltung und Förderung von Alt- und Totholz. Umwandlung standortsfremder Gehölze in lebensraumtypische.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (7,91 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald <9130> (8,74 ha)
  • Stieleichen-Hainbuchenwald <9160> (70,96 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (55,27 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (1,82 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (8,74 ha)
  • Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (25,13 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (4,43 ha)
  • Eschenwald <AM0> (30,14 ha)
  • Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (70,96 ha)
  • Vorwald, Pionierwald <AU2> (2,00 ha)
  • stehendes Kleingewaesser <FD0> (1,48 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (1,82 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Echtes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Sternmiere (Stellaria holostea)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Grosses Zweiblatt (Listera ovata)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Hohe Schluesselblume (Primula elatior)
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Schmalblaettriges Weidenroeschen (Epilobium angustifolium)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung naturnaher Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder und naturnaher Waldmeister-Buchenwälder u.a. als Lebensraum zahlreicher gefaehrdeter Tier- und Pflanzengemeinschaften.
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze
Maßnahmen:
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Jagdausuebung beschraenken
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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