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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Gravenkamp (HAM-020)

Objektbezeichnung:

NSG Gravenkamp

Kennung:

HAM-020

Ort: Hamm
Kreis: Hamm
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 28,59 ha
Offizielle Fläche: 29,92 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1995
Inkraft: 1997
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Sicherung der noch z.T. erhaltenen Terrassenkanten der Ahseaue,
- zur Erhaltung und zur Entwicklung einer naturnahen Flussaue mit
einer vielfaeltig strukturierten Oberflaechengestalt,
- zum Erhalt, zur Entwicklung und zur Anlage von auetypischen
Landschaftselementen als Lebensraum fuer zahlreiche geschuetzte
Tier- und Pflanzenarten,
- zur Foerderung der Ueberschwemmungsdynamik der Ahse
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4313-903
Kennung:

BK-4313-903

Objektbezeichnung:

Link zur Karte: BK-4313-903
Objektbeschreibung: Ueberwiegend in Ackerflaechen umgewandelter, rechtsseitiger Auenabschnitt der Ahse mit Resten naturnaher Auenstrukturen. Die Aecker reichen meist fast bis ans Flussufer. Die 6 - 8 m breite Ahse fliesst sehr langsam, im mittleren Abschnitt noch in einigen weiten Boegen, und kommt vor mehreren Sohlschwellen nahezu zum Stillstand. Die Steilufer sind mit Steinschuettungen befestigt. Ufernah sind schmale, Schwimmblattroehrichte des Einfachen Igelkolbens, selten auch kleine Teichmummelbestaende ausgebildet. Die Uferboeschungen sind ueberwiegend mit brennesselreichen Hochstaudensaeumen und einzelnen Straeuchern oder Baeumen, kurzstreckig auch mit geschlossenen Gehoelzsaeumen bewachsen. Im N muendet ein begradigter Seitenbach ein. Er ist mit Brennesselbestaenden und Roehrichtfragmenten bewachsen und wird von alten Pappeln, Eschen und Kopfweiden, muendungsnah auch von alten Stieleichen auf einer Wegeboeschung gesaeumt. Das Taelchen wird noch als Intensivweide genutzt. Am Rande der wenigen uebrigen Gruenlandreste sind drei Stillgewaesser erhalten: Noerdlich Westuennen liegt ein abgezaeunter, langgestreckter, nur tempo- raer wasserfuehrender Altarm mit Wasserlinsendecke zwischen Acker und Viehweide. Er ist von geschlossenem Ufergehoelz und einem schmalen Ufer- hochstaudensaum umgeben. Oestlich Westuennen muendet ein Graben von einzelnen Kopfbaeumen beglei- teter Bach in einen Altarm. Das seichte Gewaesser ist stark eutrophiert und mit Wasserlinsen und Bachroehrichtfragmenten bewachsen. Auf den steilen Uferboeschungen bilden alte Pappeln und Baumweiden einen geschlossenen Gehoelzsaum. Kontakt zur Ahse besteht nur bei hoeheren Wasserstaenden. Daran schliessen westlich eine Ackerbrache und eine Weidelgras-Ansaatflaeche an, die den Raum innerhalb der Flussschlingenoch fast voellig ausfuellen. Bei Groeneberg existiert noch ein etwa 100 m langer, naturnaher Altarm mit Anbindung an den Fluss. Er ist mit Teichrosen bewachsen. Am Ufer Uferhochstauden- und ruderaler Queckenwiesensaum. Am S-Ufer schuetteres Ufergehoelz ueberwiegend aus Silberweiden, z.T. Fichten und nicht mehr beschnittenen Kopfbaeumen.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,33 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (0,65 ha)
  • Baumreihe <BF1> (0,33 ha)
  • Kopfbaumreihe <BG1> (0,33 ha)
  • Fettwiese <EA0> (3,25 ha)
  • Fettweide <EB0> (1,30 ha)
  • Altarm, Altwasser <FC0> (0,33 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (0,33 ha)
  • Tieflandfluss <FO2> (1,30 ha)
  • Acker <HA0> (23,10 ha)
  • Ackerbrache <HB0> (0,98 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Altarm, Altwasser <yFC0> (0,33 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Arznei-Baldrian Sa. (Valeriana officinalis agg.)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Blauer Wasser-Ehrenpreis (Veronica anagallis-aquatica (subsp. anagallis-aquatica))
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Dreiteiliger Zweizahn (Bidens tripartita (subsp. tripartita))
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Einfacher Igelkolben (Sparganium emersum)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Gaense-Fingerkraut (Potentilla anserina)
  • Gefluegelte Braunwurz (Scrophularia umbrosa)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gift-Hahnenfuss (Ranunculus sceleratus (subsp. sceleratus))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Flohkraut (Pulicaria dysenterica (subsp. dysenterica))
  • Kamm-Laichkraut Sa. (Potamogeton pectinatus agg.)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kleine Wasserlinse (Lemna minor)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rote Johannisbeere (Ribes rubrum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schilf (Phragmites australis (subsp. australis))
  • Schmalblaettriger Merk (Berula erecta)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Sumpf-Wasserstern (Callitriche palustris)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Knoeterich (Persicaria amphibia)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Wasser-Sumpfkresse (Rorippa amphibia)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wilde Sumpfkresse (Rorippa sylvestris)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
  • Blaugruene Mosaikjungfer (Aeshna cyanea)
  • Gebaenderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens)
  • Gemeiner Grashuepfer (Chorthippus parallelus)
  • Gewoehnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera)
  • Goldammer (Emberiza citrinella)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Grosse Teichmuschel (Anodonta cygnea)
  • Kleiner Fuchs (Aglais urticae)
  • Spitzhorn-Schlammschnecke (Lymnaea stagnalis)
  • Tagpfauenauge (Inachis io)
  • Zaunkoenig (Troglodytes troglodytes)
  • Zilpzalp (Phylloscopus collybita)
Schutzziele: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Sicherung der noch z.T. erhaltenen Terrassenkanten der Ahseaue,
- zur Erhaltung und zur Entwicklung einer naturnahen Flussaue
mit einer vielfaeltig strukturierten Oberflaechengestalt,
- zum Erhalt, zur Entwicklung und zur Anlage von auetypischen
Landschaftselementen als Lebensraum fuer zahlreiche geschuetzte
Tier- und Pflanzenarten,
- zur Foerderung der Ueberschwemmungsdynamik der Ahse
Gefährdungen:
  • Angelsport, Fischerei
  • Biozideinsatz
  • Duengung
  • Eutrophierung
  • Gewaesserausbau
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beschraenkung der Duengung
  • Beschraenkung der Fischereiausuebung
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • Gruenland anlegen, wiederherstellen
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • Hecke anlegen, ergaenzen
  • kein Gewaesserausbau
  • keine Biozidanwendung
  • Kopfbaumpflege
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • Pufferzone anlegen
  • Verbesserung der Wasserqualitaet
  • Wiederherstellung von Biotopen
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