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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Donauer Bach (HAM-022)

Objektbezeichnung:

NSG Donauer Bach

Kennung:

HAM-022

Ort: Hamm
Kreis: Hamm
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 69,67 ha
Offizielle Fläche: 70,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1999
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess Paragraph 20 LG,
-Zur Erhaltung und naturnahen Entwicklung von Fliessgewaessern,
-Zur Erhaltung, Extensivierung und Neuanlage von zusammenhaengenden
Gruenlandbereichen,
- Zur Erhaltung, Pflege und Entwicklung der differenzierten Gehoelzbestaende
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4312-0016
Kennung:

BK-4312-0016

Objektbezeichnung:

NSG Donauer Bach

Link zur Karte: BK-4312-0016
Objektbeschreibung: Das etwa 70 ha große NSG -Donnauer Bach- umfasst den Mittellauf des Donauer Baches sowie die Unterläufe der im Westen zufließenden Niedervöhdebach und Rhynerschen Bach. In diesem Bereich sind auch großflächig angrenzendes Grünland, teilweise auch Ackerflächen zu finden, während entlang des Donauer Baches nach Osten hin ein etwa 80m breiter Streifen (Grünland / Obstwiesen) in die NSG - Abgrenzung einbezogen wurde. Die Bäche sind zwar begradigt, aber unverbaut und werden von dichten Gehölzreihen aus alten Bäumen, Sträuchern und Kopfbäumen gesäumt. Weitere Hecken mit alten Überhältern gliedern und parzellieren die Grünlandflächen im Westen. Eingeschlossen ist hier noch ein von Pappeln dominiertes Feldgehölz. Ein deutlch kleineres, von jungen Eschen dominiertes Gehölz befindet sich am Rhynerschen Bach. Das Grünland wird mehr oder weniger intensiv als Weidefläche genutzt, teilweise sind Obstwiesen vorhanden. Vereinzelt finden sich - nur temporär Wasser führende - ehemalige Fischteiche oder Aufweitungen der Bachläufe, die wegen der starken Beschattung vegetationsfrei sind. Hofnah sind weitere Garten- oder Fischteiche zu finden. Die Schutzwürdigkeit dieses Gebietes begründet sich in der sehr gut erhaltenen Kammerung des Gebietes mit unterschiedlich ausgebildeten alten, markanten und Landschafts prägenden Gehölzen und Hecken, die Relikte einer Parklandschaft darstellen. Durch diese hohe Strukturvielfalt hat das Gebiet eine besondere Funktion als Lebensraum - vor allem für Nachtgreife und Amphibien und ist auf Grund seiner großen Längenausdehnung entlang des Donauer Baches als hervorragendes Vernetzungselement des lokalen Biotopverbundes zu erhalten und zu entwickeln (vgl. auch Aussagen des LP Hamm-Süd). Durch Umwandlung der vorhandenen Ackerflächen und Extensivierung der Nutzung, der abschnittsweisen naturnahen Gestaltung der Bachläufe kann der Wert des Gebietes noch gesteigert werden. Dem langfristigen Erhalt des alten Baumbestandes sollte besonderes Augenmerk geschenkt werden.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Feldgehoelze (nicht FFH-LRT) <NBA0> (0,80 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete linienfoermige Gehoelzstrukturen und Einzelbaeume <NBD0> (1,30 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (47,20 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (5,00 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Obstbaumbestaende <NHK0> (3,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Feldgehoelz <BA0> (5,36 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,60 ha)
  • Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (0,50 ha)
  • Kopfbaumreihe <BG1> (0,20 ha)
  • Fettwiese <EA0> (0,57 ha)
  • Fettweide <EB0> (47,20 ha)
  • Teich <FF0> (0,10 ha)
  • Tieflandbach <FM5> (5,00 ha)
  • Acker <HA0> (5,70 ha)
  • Streuobstweide <HK3> (3,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Blauroter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echte Brunnenkresse Sa. (Nasturtium officinale agg.)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Echte Zaunwinde Sa. (Calystegia sepium agg.)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Einjaehriges Rispengras (Poa annua)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flutender Schwaden Sa. (Glyceria fluitans agg.)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Mandel-Weide (Salix triandra)
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotschwingel (Festuca rubra)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Schlank-Segge (Carex acuta)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schmalblaettriges Weidenroeschen (Epilobium angustifolium)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Wasserstern Sa. (Callitriche palustris agg.)
  • Taumel-Kaelberkropf (Chaerophyllum temulum)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vogel-Knoeterich (Polygonum aviculare)
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris)
  • Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Zitter-Pappel (Populus tremula)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Entwicklung grossflächiger, extensiv genutzter und durch Gehölze reich strukturierter Grünlandkomplexe und Erhalt und Wiederherstellung von naturnahen Fliessgewässern mit altem Ufergehölz und Hochstaudenfluren
Gefährdungen:
  • Gewaesserbegradigung (WA)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze
  • Umbruch, Umwandlung von Gruenland in Acker
Maßnahmen:
  • naturnahe Gewaessergestaltung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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