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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Kalkklippen-Buchenwald bei Ainkhausen (HSK-175)

Objektbezeichnung:

NSG Kalkklippen-Buchenwald bei Ainkhausen

Kennung:

HSK-175

Ort: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 4,90 ha
Offizielle Fläche: 4,90 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1997
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
- Erhaltung eines gut ausgebildeten Buchenwald-Komplexes mit
Kalkklippen und eines Steinbruches als Sekundaerbiotop,
- Erhaltung der hohen Arten- und Strukturvielfalt, der Rote-Liste
Pflanzenarten sowie des natuerlichen und kuenstlichen Gesteins-
biotops
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4613-0028
Kennung:

BK-4613-0028

Objektbezeichnung:

NSG Kalkklippen-Buchenwald bei Ainkhausen

Link zur Karte: BK-4613-0028
Objektbeschreibung: Östlich von Ainkhausen erhebt sich im halboffenen Hachener Kuppenland eine auffallende bewaldete Bergkuppe, die etwa 70 Höhenmeter steil nach Südwesten zum Bieberbach abfällt. Saurer Eichen-Buchenwald, Waldmeister-Buchenwald, ein kürzlich kahlgeschlagener vorheriger Fichtenforst, einige Kalkfelsen mit typischer Vegetation sowie eine kleine ehemalige Kalkabgrabung prägen das Gebiet. Unterhalb der Kuppe treten flach Felsrippen des Kulmkiesel- und Plattenkalkes zutage. Die bis zu 10 m hohen Wände des aufgelassenes Steinbruchs sind überwiegend mit Pioniergehölzen bewachsen, die Sohle ist offen und stark ruderalisiert. Besonderheit des Gebiets sind die auffallend scharfen Unterschiede der Waldvegetation: im Kuppenbereich und am Oberhang Hainsimsen-Buchenwald mit Stieleichen und zahlreichen Niederwaldrelikten sowie einer durch Windwurf freigestellten Fläche mit aufwachsenden jungen Buchen, am Unterhang teilweise deutlich ausgehagerter basiphiler Buchenwald in durchgängig starkem Baumholz mit Altholzcharakter und selteneren Arten wie Schwalbwurz, Finger-Segge und Wiesen-Schlüsselblume. Der Kalkklippen-Buchenwald bei Ainkhausen stellt eine vegetationskundliche Besonderheit in der Region dar. Das Gebiet ist über das Bieberbach-Tal mit dem landesweit bedeutenden Luerwald, einer Kernfläche des landesweiten Wald-Biotopverbundes, verbunden. Ziel ist die Sicherung und Erhaltung des naturnahen Wald-Lebensraumes mit wertvollen natürlichen und künstlichen Fels- und Gesteins-Lebensräumen. Die Kahlschlagfläche sollte der natürlichen Entwicklung überlassen bleiben, bei Verhinderung von neuerlichem Fichten-Aufwuchs.
Lebensraumtypen:
  • Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation <8210> (0,02 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (1,85 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (2,00 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,07 ha)
Geschützte Biotope (§62):
  • natuerl. Felsen, offene natuerl. Block-, Schutt-, Geroellhalden (0,02 ha)
Biotoptypen:
  • Kahlschlagflaeche <AT1> (0,72 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,07 ha)
  • Steinbruch <GC0> (0,07 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (2,00 ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (1,85 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <zGA1> (0,02 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Finger-Segge (Carex digitata)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Maigloeckchen (Convallaria majalis)
  • Mauerraute (Asplenium ruta-muraria (subsp. ruta-muraria))
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Reitgras unbestimmt (Calamagrostis spec.)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Weisse Schwalbenwurz (Vincetoxicum hirundinaria (subsp. hirundinaria))
  • Wiesen-Schluesselblume (Primula veris (subsp. veris))
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Zweiblaettrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung eines gut ausgebildeten bewaldeten Bergkuppe südlich des Luerwaldes aus saurem und basenreichem, naturnahem Buchenwald mit einzelnen Kalkfelsen und einem Alt-Steinbruch als Sekundärbiotop
Gefährdungen:
  • Entnahme Altholz (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Umwandlung in Hochwald (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • lebensraumtypische Baumarten foerdern
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
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