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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Guenninghauser Mark (HSK-007)

Objektbezeichnung:

NSG Guenninghauser Mark

Kennung:

HSK-007

Ort: Winterberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 226,82 ha
Offizielle Fläche: 227,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1965
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4817-0024
  • BK-4817-0036
  • BK-4817-0037
Kennung:

BK-4817-0037

Objektbezeichnung:

NSG Schluchtwald Angstbecke

Link zur Karte: BK-4817-0037
Objektbeschreibung: Gut ausgebildeter Schluchtwald im Quellbereich des Angstbecke-Baches bei Winterberg, Günninghauser Muehle. Der Bach entspringt am Grunde eines engen, tief eingeschnittenen Kerbtals und fließt in einem moosreichen, felsigen Bett mit Sohlabstürzen von bis zu 2 m Höhe. Die Talsohle wird in weiten Teilen von einer Quellflur eingenommen. Sehr großflächige Lunaria-Fluren als Charakterart der Schluchtwälder dehnen sich an den steilen Hängen auf beidseitig des Baches aus. Hier befinden sich auch kleinere Schieferfelsen, die reich mit Farnen und Moosen bewachsen sind. Am Quellbach finden sich häufig Ulmen, hangaufwärts dominiert der Bergahorn die steilen Hangpartien (überwiegend geringes Baumholz); Esche und Buche sind hier beigemischt. Höher gelegene und weniger steile Hauptbereiche werden von einem alten Buchenwald eingenommen. Innerhalb der geschlossenen Buchenwälder im Umfeld stellt der Schluchtwald eine wertvolle azonale Waldgesellschaft dar und repräsentiert den FFH-Lebensraumtyp des "Hang – und Schluchtwaldes" (LRT 9180) in hervorragender Weise; die Buchenwälder repräsentieren den FFH-Lebensraumtyp "Hainsimsen-Bichenwald (9110)" Im Norden und Süden der Fläche wird die Fläche von Forstwegen begrenzt. Der Schluchtwald ist in seiner Ausprägung und ihrer Artenvielfalt beispielhaft für den Naturraum Rothaargebirge. Das Gebiet gehört zur Kernfläche im Naturpark Rothaargebirge und hat landesweite Bedeutung für das Mittelgebirgsbiotopnetz sowie für den Rothaar- Westerwald -Korridor in der wertvollen Naturlandschaft "Kamm des Rothaargebirges und Medebacher Bucht". Desweiteren ist das Gebiet als FFH-Gebiet (DE-4817-302) ausgewiesen und erreicht somit große Bedeutung auch im internationalen Biotopverbund. Die Erhaltung und Förderung der strukturellen Vielfalt des Schluchtwaldes durch Aufgabe der forstlichen Nutzung und Entwicklung von Alt- und Totoholz und naturnahen Waldbau im Bereich der Buchenwälder haben im Naturraum einen hohen Stellenwert.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (4,77 ha)
  • Schlucht- und Hangmischwälder <9180> (3,14 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (0,16 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (4,77 ha)
  • Ahornmischwald <AR1> (3,14 ha)
  • Quellbach <FM4> (0,16 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gemeiner Wasserdarm (Stellaria aquatica)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Wildes Silberblatt (Lunaria rediviva)
  • Wurmfarn Sa. (Dryopteris filix-mas agg.)
  • Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines gut ausgepraegten Schluchtwaldes.
Gefährdungen:
  • Gewaesserausbau, Gewaessergestaltung, naturfern (WA)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • Trittschaden an Vegetation
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Gewaesser
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Totholz erhalten
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