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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Waeschebach / Tieberg (HSK-014)

Objektbezeichnung:

NSG Waeschebach / Tieberg

Kennung:

HSK-014

Ort: Marsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 85,25 ha
Offizielle Fläche: 84,93 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1978
Inkraft: 2008
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4419-0102
  • BK-4419-066
  • BK-4419-302
  • BK-4419-303
Kennung:

BK-4419-0102

Objektbezeichnung:

NSG Wäschehang / Tieberg

Link zur Karte: BK-4419-0102
Objektbeschreibung: Das Gebiet besteht aus Teilen der BKs 4419-004 und 4419-302 und befindet sich rund um den Tieberg und nördlich des Wäscheberges am nach Norden einfallenden Wäschehang. Es grenzt im Norden (BK Wäschehang) und im Südosten, Süden und Südwesten (BK Tieberg) an das FFH-Gebiet Wäschebachtal (DE 4419-303), das die beiden Teile des NSGs voneinander trennt. Im Süden befinden sich Weiden und Nadelwald, der auch im Norden angrenzt. Im Nordosten begrenzt die A44 das Gebiet. Im Nordosten befindet sich ein Nord-Süd verlaufendes, steiles Kerbtal mit einem sommertrockenen Bach (das GB 4419-210 wurde aberkannt, da keine typische Vegetation ausgeprägt ist). Ein weiterer Bach bildet die Grenze zwischen Wäschebachtal und dem FFH-Gebiet. Der nördliche Teil des Gebietes besteht aus Buchenwald mit starkem Baumholz auf basenarmem Standort. Neben dem GB befindet sich im Westen ein Quellbereich. Der südliche Teil wird ebenfalls von Buchenwald eingenommen, hier finden sich starkes Baumholz sowie Altholzbestände. Wertbestimmend sind die gut ausgebildeten Pflanzengesellschaften der Buchenwälder und ihrer altersvariablen Laubholzbestände mit größeren Anteilen an starkem Baumholz sowie Altholz. Es bildet einen Biotopkomplex von hoher Repräsentativität im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum und stellt eine sinnvolle Ergänzung zum angrenzenden FFH-Gebiet Wäschebachtal dar. Leichte Beeinträchtigungen sind durch Fahrspuren (FW) zu erkennen. Vegetationskundlich wertvoll sind die gut ausgebildeten Pflanzengesellschaften des Buchenwaldes auf basenarmem Standort. Das Gebiet hat wichtige Refugialfunktion in einer von Agrarflächen geprägten, laubwaldarmen Landschaft. Es ist über die Verbundfläche VB-A-4419-004 in das Biotopverbundsystem eingebunden.
Kennung:

BK-4419-303

Objektbezeichnung:

NSG Waldwiese im Waeschebachtal

Link zur Karte: BK-4419-303
Objektbeschreibung: Das Gebiet umfasst eine Feuchtwiese und einen anschliessenden naturnahen Bachoberlauf. Neben artenarmen Glatthaferbestaenden sind Kleinseggenriede ausgebildet. Das NSG ist Wuchsort des endemischen Westfaelischen Galmeiveilchens.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (NaN ha)
  • Schwermetallrasen <6130> (0,70 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (46,13 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (0,06 ha)
  • Säume und Hochstaudenfluren (nicht FFH-LRT) <NK00> (0,32 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (46,13 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (1,82 ha)
  • Wald, Jungwuchs <AU1> (0,37 ha)
  • Schwermetallrasen <DE0> (0,70 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,32 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,06 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bach-Nelkenwurz (Geum rivale)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Fichte (Picea abies)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gelb-Segge (Carex flava)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeines Zittergras (Briza media (subsp. media))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Grau-Erle (Alnus incana (subsp. incana))
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Hallers Schaumkresse (Arabidopsis halleri (subsp. halleri))
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Hirse-Segge (Carex panicea)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schmalblaettriges Wollgras (Eriophorum angustifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Westfaelisches Galmei-Veilchen (Viola guestphalica)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt von LaubwäldernErhaltung und Entwicklung einer Feuchtwiese als Lebensraum seltener Schwermetallvegetation
Gefährdungen:
  • Befahren empfindlicher Standorte
  • Entnahme Altholz (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • unerwuenschte Sukzession
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Erhoehung des Altholzanteils
  • kein Kahlschlag
  • keine wegebaulichen Massnahmen
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Vegetationskontrolle
  • Vernetzung herstellen
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