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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Hemmeker Bruch (HSK-035)

Objektbezeichnung:

NSG Hemmeker Bruch

Kennung:

HSK-035

Ort: Brilon
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 16,61 ha
Offizielle Fläche: 16,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1988
Inkraft: 2001
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck:
Erhaltung gefaehrdeter Gruenlandgesellschaften und des darauf angewiesenen
tierischen und pflanzlichen Arteninventars; Weiterfuehrung der in der Vergangenheit
bereits eingeleiteten Pflege- und Entwicklungsmassnahmen zur Optimierung des
Gebietes als Lebensraum gefaehrdeter Arten sowie Ausdehnung dieser
Massnahmen auf zwei noerdlich und westlich einbezogene Erweiterungsflaechen;
Erhaltung des sichtbaren Zusammenhangs zwischen Quellgebiet und Schwalgloch
unter erdgeschichtlichen und landeskundlichen Gesichtspunkten in Verbindung
mit den Festsetzungen 2.3.3.1 und 2.1.23.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4518-0306
Kennung:

BK-4518-0306

Objektbezeichnung:

NSG Hemmecker Bruch

Link zur Karte: BK-4518-0306
Objektbeschreibung: Das Gebiet befindet sich in einem flachen Muldental südlich von Bleiwäsche am Übergang von silikatischem Untergrund zu den Briloner Massenkalken mit Karsterscheinungen. Es umfaßt einen leicht nach West geneigten Talbereich mit einem Bachlauf im Zentrum, der im östlichen Teil des Gebietes entspringt. Er ist umgeben von Naßwiesen, die zu den Talhängen hin verschiedene Feuchtestufen durchlaufen und am Rand des Gebietes in Fettwiesen übergehen. Im Kernbereich finden sich außerdem Großseggenriede. Das gesamte Gebiet ist umgeben von intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen, es wird von Nord nach Süd von einem Feldweg durchschnitten. Das Gebiet grenzt im Westen an ein weiteres NSG, das bereits starke Karsteinscheinungen aufweist. Ebenso steht der Bach vermutlich mit einem von Süden kommenden, zum Teil unterirdisch verlaufenden Bachsystem in Verbindung. Wertbestimmend sind das Naßgrünland mit verschiedenen Feuchtestufen als Refugialgebiet für viele Tier- und Pflanzenarten sowie der Bachlauf, der als Teil eines komplexen Bachsystems eine besondere Stellung einnimmt. Dieser Biotopkomplex aus abwechslungsreichem Feuchtgrünland, sowie Bachlauf mit Quellen ist hoch repräsentativ und besonders schützenswert im Sinne der Schutzzielkozeption für den Naturraum. Leichte Beeinträchtigungen sind durch Beweidung sowie durch Düngerdrift benachbarter Standorte erkennbar. Geowissenschaftlich wertvoll ist der Bach an der Übergangszone zu einem stellenweise verkarsteten Bachsystem. Das Gebiet ist über die Verbundfläche VB-A-4518-005 mit "herausragender Bedeutung" in den Biotopverbund eingebunden.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Suempfe, Riede und Roehrichte (nicht FFH-LRT) <NCC0> (0,13 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes mesophiles Wirtschaftsgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NE00> (6,48 ha)
  • Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (3,77 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,00 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,06 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Einzelstrauch <BB2> (0,20 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (1,40 ha)
  • Einzelbaum <BF3> (0,12 ha)
  • Fettwiese <EA0> (4,40 ha)
  • Nass- und Feuchtweide <EC2> (3,77 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (6,48 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,00 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,06 ha)
  • Grossseggenried <yCD0> (0,13 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Campylopus gracilis (Campylopus gracilis)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knick-Fuchsschwanz (Alopecurus geniculatus)
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schnabel-Segge (Carex rostrata (subsp. rostrata))
  • Schwarz-Pappel (Populus nigra)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wasser-Minze (Mentha aquatica)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Wiesen Knaeuelgras Sa. (Dactylis glomerata agg.)
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines Bachsystems sowie von Naßgrünland
Gefährdungen:
  • Befahren empfindlicher Standorte
  • Duengerdrift (LW)
  • Eutrophierung
  • Trittschaeden
Maßnahmen:
  • Beschraenkung der Duengung
  • extensive Beweidung
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