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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Grasberg (HSK-048)

Objektbezeichnung:

NSG Grasberg

Kennung:

HSK-048

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 7,73 ha
Offizielle Fläche: 7,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4613-0371
Kennung:

BK-4613-0371

Objektbezeichnung:

NSG Grasberg

Link zur Karte: BK-4613-0371
Objektbeschreibung: Das NSG Grasberg liegt nordwestlich der eigentlichen Grasberg-Kuppe nordwestlich von Sundern-Hachen und umfasst eine bemerkenswerte, etwa 120 m lange, natürliche Kalk-Felswand sowie die umgebenden naturnahen Buchen- und Eichenmischwälder. Das Umfeld wird von Nadelholzforsten bestimmt. "Herzstück" ist das beeindruckende, westexponierte, bis zu 15 m hohen, meist nahezu senkrecht abfallende, überwiegend farn-, moos- und flechtenbewachsene, z. T. auch mit Efeu überhangene, natürliche Felsenband, mit der das "Grasberg-Plateau" zu einem namenlosen Tälchen abfällt. Im direkten Umfeld der Felsen fallen einige Sommer-Linden auf - ein Hangschuttwald ist jedoch nicht ausgebildet. Weiter südlich gibt es ein kleines, weitaus niedrigeres (bis 4 m hohes), weiteres Felsenband. Die nähere und weitere Umgebung der Felsen ist mit struktur- und altholzreichen, z. T. totholzreichen Buchen- und Eichenmischwäldern bestockt. Es handelt sich meist um starkes Baumholz - die Rotbuchen und Trauben-Eichen können bis zu 180 Jahre alt sein - an den Unterhängen im Osten sind auch Fichten, Birken, Eschen u. a. beigemischt. Die nur stellenweise ausgebildete, spärliche Strauchschicht beschränkt sich meist auf Buchen-Naturverjüngung. Die Krautschicht zeigt geringe bis mittlere Deckungsgrade und deutet überwiegend einen basenreicheren Hainsimsen-Buchenwald-Standort an, auf den flachgründigen Steilhängen unterhalb der Felswand kleinflächig auch einen Waldmeister- bzw. Perlgras-Buchenwald-Standort. Hier hat der Wald stellenweise durch eine kürzliche Altholz-Entnahme eine "Plenterstruktur".

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation <8210> (0,09 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (4,66 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald <9130> (2,99 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (2,99 ha)
  • Buchen-Eichenmischwald <AB1> (4,66 ha)
  • natuerlicher Kalkfels <GA1> (0,09 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flachblaettriges Kahlfruchtmoos (Porella platyphylla)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Hohlzahn (Galeopsis tetrahit)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Glattes Neckermoos (Neckera complanata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Maigloeckchen (Convallaria majalis)
  • Mauerlattich (Mycelis muralis)
  • Peltigera praetextata (Peltigera praetextata)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Erdbeere (Fragaria vesca)
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weiches Honiggras (Holcus mollis (subsp. mollis))
  • Weiches Kamm-Moos (Ctenidium molluscum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz, Erhalt und Optimierung naturnaher Laubwälder und natürlicher Kalkfelsen und der entsprechenden Lebensgemeinschaften durch naturgemäße Waldwirtschaft

Schutz und Erhalt eines bodenständigen Laubwald-Komplexes und natürlicher Felsvegetation aus naturwissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, erdgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen sowie als Trittsteinbiotop in einer von Nadelholz-Forsten dominierten Waldlandschaft
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume (FW)
  • Entnahme Altholz (FW)
  • Entnahme Totholz (FW)
  • Forstwegeneubau bzw. -ausbau (FW)
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung von Steilwaenden
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
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