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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Erlenbruecher noerdlich Amecke (HSK-062)

Objektbezeichnung:

NSG Erlenbruecher noerdlich Amecke

Kennung:

HSK-062

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 2,77 ha
Offizielle Fläche: 2,70 ha
Flächenanzahl: 3
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen
oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden
Schoenheit der Flaeche,
- Gefaehrdete Pflanzengesellschaft, hohe strukturelle Vielfalt,
wertvoll fuer Amphibien, gefaehrdete Biozoenose
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4613-0314
Kennung:

BK-4613-0314

Objektbezeichnung:

NSG "Erlenbrücher nördlich Amecke"

Link zur Karte: BK-4613-0314
Objektbeschreibung: Das NSG "Erlenbrücher nördlich Amecke" liegt nordöstlich des Freibades des Ferienortes und besteht aus 3 Teilflächen, die bis zu 500 m voneinander entfernt sind. Es handelt sich um drei, jeweils mit Erlen-Niederwäldchen bestockte Hangquellmoore. Oberdorfer (1992) hat solche quellig durchsickerten Bestände als Carex remota-Alnus glutinosa-Gesellschaft beschrieben und (auch ohne Beteiligung der Esche) den Bach-Erlen-Eschenwäldern (Carici remotae-Fraxinetum) zugeordnet. (Streng genommen handelt es sich nicht um Erlenbruchwälder!). Das Umfeld aller drei Teilflächen wird von Nadelholzforsten bestimmt. Der quellig durchsickerte reine Erlen-Bestand der nördlichen Teilfläche stockt in einer kleinen, nach Südwesten geöffneten Geländemulde. Die durchweg mehrstämmigen Erlen befinden sich im geringen Baumholzalter, die Stöcke selbst sind jedoch deutlich älter. Neben kleinen Torfmoospolstern fällt in der Krautschicht im Randbereich u. a. ein großer Bestand der Waldsimse auf. Dieses Hangquellmoor wird als einziges deutlich von einem naturnahen Quellbach in südwestliche Richtung entwässert. Auf der südöstlichen Teilfläche an einem mäßig geneigten Hang sind den Schwarz-Erlen zahlreiche, ebenfalls oft mehrstämmige Moor-Birken beigemischt. Überwiegend handelt es sich um geringes Baumholz, daneben fallen einige Überhälter (v. a. Eichen) auf. In der üppigen Krautschicht dominiert die Rasen-Schmiele, stellenweise die Winkel-Segge; am Boden liegt zerstreut Totholz. Der Bestand wird allseits von Forstwegen umrahmt. Zum Rand hin wird es deutlich trockener: hier geht das Hangquellmoor in einen Eichen-Buchenwald mit einigen starken Überhältern (Buchen, Eichen) über. Im Übergangsbereich fällt ein Seidelbast-Vorkommen auf. Die westliche Teilfläche stellt nur im südöstlichen Bereich ein Hangquellmoor dar - im Nordwesten ist eine Birken-Eichen-Aufforstung auf einer ehem. Kahlschlagfläche mit einbezogen worden. Das Hangquellmoor liegt in einem schwach geneigten Hangbereich, den Schwarz-Erlen sind auch hier zahlreiche, oft mehrstämmige Moor-Birken beigemischt. Überwiegend handelt es sich um geringes Baumholz, die Stöcke selbst sind jedoch meist deutlich älter. Der Niederwald hat viel liegendes und stehendes Totholz aufzuweisen. Die Bodenvegetation wird von Moosen bestimmt, darunter auch großflächige Torfmoospolster. Am Nordwestrand sind dem Bestand sehr viele Fichten beigemischt, die entfernt werden sollten. Anmerkung: Die Bezeichnung des NSG als "Erlenbrücher" ist irreführend.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (1,78 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (0,20 ha)
  • Wald, Jungwuchs <AU1> (0,70 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (1,78 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Geissblatt (Lonicera periclymenum)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Widertonmoos (Polytrichum spec.)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz, Erhalt und Entwicklung naturnaher Laubwaldbestände bzw. Hangquellmoore als Trittsteinbiotop in einer von Nadelholz-Forsten dominierten Waldlandschaft
Gefährdungen:
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • intensive Forstwirtschaft (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Jagdausuebung beschraenken
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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