Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Wacholdervorkommen Graefenberg (HSK-072)

Objektbezeichnung:

NSG Wacholdervorkommen Graefenberg

Kennung:

HSK-072

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 0,95 ha
Offizielle Fläche: 0,90 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen
oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden
Schoenheit der Flaeche
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4614-0417
Kennung:

BK-4614-0417

Objektbezeichnung:

NSG "Wacholder-Vorkommen Gräfenberg"

Link zur Karte: BK-4614-0417
Objektbeschreibung: Das sehr kleinflächige NSG schützt ein reliktäres Wacholder-Vorkommen am Südwest-Abhang des Gräfenberges südlich der Stadt Sundern. Die Fläche ist überwiegend von Nadelholzforsten umgeben. Nordöstlich hat sich auf derselben ehem. Kahlschlagfläche eine Calluna-Heide entwickelt, an die der langgestreckte Niederwald-Komplex des Gräfenberges anschließt (hier NSG-Erweiterungsvorschlag). Das kleine Wacholderheiden-Vorkommen ist im Süden des NSG zu finden. Die Wacholder standen früher im südwestlichen Randbereich eines Niederwaldes, der jedoch vor rund 20 Jahren im Bereich des NSG und weiter hangaufwärts teilweise abgetrieben wurde (kleinflächige Reste im Osten des NSG). Die geplante Aufforstung der Schlagfläche mit Douglasien unterblieb seinerzeit, so dass sich die Bereiche heute zu einer fragmentarischen Wacholderheide bzw. anschließend (auch außerhalb des NSG) zur Calluna-Heide entwickelt haben. Die Krautschicht beider Heiden ist artenarm, aber stark deckend bei Dominanz der Drahtschmiele bzw. der Besenheide. Die Laubholz-Verbuschung (v. a. Birken) in dem lockeren Wacholder-Bestand ist inzwischen weiter fortgeschritten.
Lebensraumtypen:
  • Trockene europaeische Heiden <4030> (0,55 ha)
  • Wacholderbestaende auf Zwergstrauchheiden oder Kalkhalbtrockenrasen <5130> (0,15 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Birken-Eichenmischwald <AB2> (0,20 ha)
  • Calluna-Heide <zDA1> (0,55 ha)
  • Wacholder-Heide <zDA4> (0,15 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blutwurz (Potentilla erecta (subsp. erecta))
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella subsp. acetosella)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wald-Kiefer (Pinus sylvestris)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz, Erhalt und Entwicklung von Fragmenten submontaner (Wacholder-) Heidevegetation als Relikt der historischen, kleinbäuerlichen Sauerländer Kulturlandschaft
Gefährdungen:
  • unerwuenschte Sukzession
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Jagdausuebung beschraenken
  • keine Aufforstung
  • Vegetationskontrolle
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.