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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Hermkesiepen (HSK-085)

Objektbezeichnung:

NSG Hermkesiepen

Kennung:

HSK-085

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 1,32 ha
Offizielle Fläche: 1,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen
oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden
Schoenheit der Flaeche
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4613-0315
Kennung:

BK-4613-0315

Objektbezeichnung:

NSG "Hermkesiepen"

Link zur Karte: BK-4613-0315
Objektbeschreibung: Das NSG "Hermkesiepen" umfasst einen etwa 300 m langen Abschnitt des gleichnamigen, bewaldeten Siepentales westlich der Sorpetalsperre (mit Teilen des westlich angrenzenden Unterhangs). Der gesamte Talkomplex setzt sich nach Westen und Südosten fort (dort NSG-Erweiterungsvorschlag). Unmittelbar östlich des bestehenden NSG findet sich eine Jagdhütte, ansonsten wird es auf beiden Seiten überwiegend von Forstwegen begrenzt; im weiteren Umfeld finden meist Nadelholzforste sowie im Westen ein durchgewachsener Birken-Eichen-Niederwald. Die naturnahe Bachaue zeichnet sich im NSG zum einen durch einen ausgesprochen naturnahen Bachlauf und zwei weitgehend unbeeinträchtigten Sickerquellen mit Quellfluren aus. Ebenso bemerkenswert sind die bachbegleitenden Erlen-Auenwälder: Es handelt sich um quellig-durchsickerte Bach-Erlen-Eschenwälder (Carici remotae-Fraxinetum) nahezu ohne Beteiligung der Esche, von Oberdorfer (1992) als Carex remota-Alnus glutinosa-Gesellschaft beschrieben. Immer wieder fallen darin kleine Milzkrautfluren und Torfmoospolster auf. Floristisch bemerkenswert ist insbesondere das große Vorkommen des Winter-Schachtelhalms. Im Bereich der Jagdhütte zeigen sich geringfügige Störungen: hier ist die Baumschicht aufgelichtet worden; darüber hinaus finden sich die baulichen Reste eines kleinen Stauteiches. Im Südwesten ist ein Teilbereich des angrenzenden Birken-Eichenwaldes bei der Abgrenzung des NSG mit eingeschlossen worden.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,77 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,07 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Birken-Eichenmischwald <AB2> (0,40 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,07 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,77 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
Tierarten:
Schutzziele: Schutz, Erhalt und Entwicklung eines durch naturnahe Quellen und Fließgewässer-Abschnitte sowie einen naturnahen Bachauenwald geprägten Siepental-Abschnittes und seiner Lebensgemeinschaften mit seltenen und z. T. gefährdeten Tier- und Pflanzenarten in einer von Nadelholz-Forsten dominierten Waldlandschaft

Ergänzung und Optimierung der naturnahen Laubholzbestände u. a. als Vernetzungsbiotop durch naturgemäße Waldwirtschaft, insbesondere Umwandlung der bachbegleitenden Nadelholzforste in standortheimischen Laubwald
Gefährdungen:
  • Freizeitaktivitaeten
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Einstellung der Bewirtschaftung
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Gewaesserausbau
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
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