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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Nassweide im Linnepetal (HSK-088)

Objektbezeichnung:

NSG Nassweide im Linnepetal

Kennung:

HSK-088

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 3,50 ha
Offizielle Fläche: 3,58 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen
oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden
Schoenheit der Flaeche
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4614-0028
Kennung:

BK-4614-0028

Objektbezeichnung:

NSG Nassweide im Linnepetal

Link zur Karte: BK-4614-0028
Objektbeschreibung: Das Naturschutzgebiet "Nassweide im Linnepetal" ist im Volksmund als "Schwarzstorchwiese" bekannt. Aktuell besteht das Naturschutzgebiet aus einer intensiv bewirtschafteten und einer laut Altbeschreibung vor einigen Jahren neu eigesäten und entwässerten Fettwiese. Seit der letzten Kartierung 2005 hat sich das Artenspektum in der Wiese offenbar wieder verbessert, ist aber immer noch vergeichsweise artenarm. Im Osten des NSG verläuft der Rumkebach vergleichswiese naturnah, Unterwasservegetation ist vorhanden. Die Ufer werden von Mädesüß-Uferhochstauden (FFH-Lebensraumtyp 6430) begleitet. Der Teich im Westen des NSG wurde 2005 noch als mäßig intensiv genutzer Fischteich beschrieben. Im August 2013 ist keine Fischteich-Nutzung mehr zu erkennen. Der Teich ist nach langer Trockenheitsperiode fast vollständig trockengefallen und wird offenbar gern von Wildschweinen als Suhle genutzt, daher war er zum Kartierungszeitpunkt nahezu vegetationslos. Durch das umgebende Gehölz ist das Gewässer stark beschattet. Südlich grenzt eine Pestwurz-Flur an. Die westlich des NSG verlaufende Linnepe ist naturnah ausgeprägt mit bachbegleitendem Ufergehölz und teils flachen Kiesufern. Die das NSG umgebenden Bäche können potentiell auch heute noch dem Schwarzstoch als Nahrungshabitat dienen. Auch der aufgelassene Teich hat mittlerweile wieder potentiell Habitatfunktion als Laichgewässer für Amphibien. Das Ufergehölz am Teich könnte aufgelichtet werden (bessere Anflugs-/Fluchtmöglichkeiten für den Schwarzstorch, bessere Bedingungen für Libellenfauna und schnelle Entwicklung von Amphibienlarven). Der Teich sollte weiterhin nicht als Fischteich genutzt werden (kein Fischbesatz). Eine weniger intensive Grünlandbewirtschaftung ist anzustreben (keine Neueinsaat, Einschränkung der Düngung). Auch eine Wiederaufnahme der Beweidung des Grünlandes wäre aus Naturschutzsicht günstiger als die aktuelle intensive Mahdnutzung. Eine Anlage weiterer Kleingewässer und eine Strukturanreicherung durch Hecken-/Baumpflanzungen innerhalb der Fettwiese könnten den Biotopwert weiter steigern.
Lebensraumtypen:
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion <3260> (0,01 ha)
  • Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe <6430> (0,03 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Stillgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFD0> (0,04 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Erlen-Ufergehoelz <BE2> (0,09 ha)
  • Fettwiese <EA0> (3,34 ha)
  • Teich <FF0> (0,04 ha)
  • Bachmittellauf im Mittelgebirge <xFM2> (0,01 ha)
  • Gewaesserbegleitender feuchter Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <xKA2> (0,03 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeiner Frauenmantel Sa. (Alchemilla vulgaris agg.)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • Kriechender Arznei-Baldrian (Valeriana excelsa subsp. excelsa)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Stumpfblaettriger Ampfer (Rumex obtusifolius)
  • Ufer-Schnabeldeckelmoos (Platyhypnidium riparioides)
  • Weisses Labkraut (Galium album)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Welsches Weidelgras (Lolium multiflorum)
  • Wiesen Knaeuelgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Klee (Trifolium pratense)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
Tierarten:
  • Feldhase (Lepus europaeus)
  • Gammaeule (Autographa gamma)
Schutzziele: Wiederherstellung von Lanschaftselementen und Habitattypen, die für eine Bachaue typisch sind,
Gefährdungen:
  • Aufschuettung von Boden
  • Bau, Aenderung von Leitungen
  • Gruenlandbewirtschaftung, Mahd zu intensiv (LW)
  • Veraenderung Vegetation
Maßnahmen:
  • Anlage von Biotopen
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • Wiedervernaessung
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