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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Ruemmecke (HSK-089)

Objektbezeichnung:

NSG Ruemmecke

Kennung:

HSK-089

Ort: Sundern
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 8,64 ha
Offizielle Fläche: 9,40 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1991
Inkraft: 1993
Außerkraft: 9999
Schutzziel: gemaess LG Paragraph 20,
- zur Erhaltung von Lebensgemeinschaften oder Lebensstaetten
bestimmter wildlebender Pflanzen und wildlebender Tierarten,
- aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen, landeskundlichen
oder erdgeschichtlichen Gruenden,
- wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervoragenden
Schoenheit der Flaeche,
- Erhaltung und Wiederherstellung standorttypischer und schutz-
wuerdiger Waldgesellschaften auf Bruchwaldstandorten,
- Gliederung weitraeumiger Fichtenforste, naturnahe Bach,
wertvoll fuer Amphibien, hohe strukturelle Vielfalt
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4614-913
Kennung:

BK-4614-913

Objektbezeichnung:

NSG Ruemmecke

Link zur Karte: BK-4614-913
Objektbeschreibung: Der Oberlauf der Rümmecke ist naturnah ausgebildet und wird überwiegend von einem Erlenufergehölz begleitet. Im Quellbereich hat sich ein Torfmoos-Erlenbruch entwickelt, der hier den gesamten Talgrund einnimmt. Den Talraum beidseits des Baches bestimmen Fichtenforste, Fichten stehen auch in den Randbereichen des Erlenbruches. Von seiner grundsätzlichen Ausstattung ist das Rümmecke-Tal eines der charakteristischen Bachtäler des Nordsauerländer Oberlandes mit der besonderen Wertigkeit quellnaher Bruchwaldgesellschaften. Es kennzeichnet gleichzeitig die Gefährdungsstufe dieser schmalen Kerbsohlentäler durch den fast durchgehenden Fichtenanbau. Die Fichte zeigt in den jüngeren Altersstadien auf diesen Standorten hervorragende Wuchsleistungen, mit zunehmendem Alter sind die Nadelbäume hier jedoch von Rotfäule bedroht. Es ist daher auch aus forstwirtschaftlichen Überlegungen sinnvoll, hier standortgerechte Laubbaumarten zu fördern. Das Rümmecke-Tal hat in dieser Hinsicht ein hohes Entwicklungspotential.
Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (0,90 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (7,78 ha)
  • Erlen-Bruchwald <yAC4> (0,90 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Falt-Schwaden (Glyceria notata)
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kratzbeere (Rubus caesius)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Siebenstern (Trientalis europaea)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung des naturnahen Rümmecke-Oberlaufes und seiner Tormoosbruchwaldstandort im Quellbereich,
Entwicklung von naturnahen Laubmischwäldern auf der Talsohle
Gefährdungen:
  • Gewaesserausbau
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Gewaesserausbau
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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