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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Oberes Luettmecketal (HSK-097)

Objektbezeichnung:

NSG Oberes Luettmecketal

Kennung:

HSK-097

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 9,58 ha
Offizielle Fläche: 10,00 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20

- Erhaltung einer regional bedeutsamen Quellregion mit weitgehend naturnahen
Feucht- und Nasswaeldern sowie eines naturnahen Mittelgebirgsbaches und Quellfluren.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4515-002
  • BK-4515-905
Kennung:

BK-4515-905

Objektbezeichnung:

NSG Oberes Luettmecketal

Link zur Karte: BK-4515-905
Objektbeschreibung: Quellmulde und schmales Sohlental der Luettmecke, eines Nebenbaches der Grossen Schmalenau. Das Gebiet wird von der L 735 Oeventrop-Hirschberg zerschnitten. Die weite, flache, haengige Talanfangsmulde suedlich der Landstrasse ist mit Niedermoortorf angefuellt. Die Bestockung wird zumeist von Roterlen gebildet, stellenweise sind Fichten und Birken beigemischt. Die Baeume stehen zumeist in einem weiten Stand, die mittelstarken Erlen sind tief beastet. Ihr Durchmesser liegt bei 0,3, maximal 0,4 m. Einige Erlen und Fichten sind umgestuerzt, verrotten allmaehlich. Krautschicht und die lokal aus ausgedehnten Torfmoospolstern gebildete Moosschicht besitzen zusammen einen Deckungsgrad von ca. 70 %. Nur unmittelbar unter Fichten fehlen sie gaenzlich. Das schmale Muldental der Luettmecke noerdlich der Landstrasse hat am Talrand grossflaechig sickerquellige Zonen. Die Bestockung wird auch hier von Roterlen dominiert, randlich an der westlichen Tallehne in Hoehe der Plangebietsgrenze (= Stadt- und Kreisgrenze) waechst ein junger Fichtenforst. In letzter Zeit wurde der naturnahe Bachlauf von Fichten freigestellt unter Schonung alter, bis 0,5 m starker Erlen. Durch den erhoehten Lichtgenuss wird die Artenvielfalt der Sickerquellbereiche gefoerdert. Sie werden grossflaechig von Torfmoosen durchsetzt. Am Bachufer wachsen vereinzelt Bulte der Rispen- segge, die sich an einer aufgelichteten Stelle zu einem Grosseggenried vereinigen.
Lebensraumtypen:
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (4,54 ha)
  • ohne Zuordnung <OZ> (NaN ha)
  • Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (2,27 ha)
  • Quelle, Quellbereich <yFK0> (0,18 ha)
  • Quellbach <yFM4> (0,18 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (1,91 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Grau-Segge Sa. (Carex canescens agg.)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hunds-Straussgras Sa. (Agrostis canina agg.)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Langaehrige Segge (Carex elongata)
  • Moor-Birke (Betula pubescens)
  • Pfeifengras Sa. (Molinia caerulea agg.)
  • Quell-Sternmiere (Stellaria alsine)
  • Rasen-Schmiele Sa. (Deschampsia cespitosa agg.)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rispen-Segge (Carex paniculata (subsp. paniculata))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Reitgras Sa. (Calamagrostis canescens agg.)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Weisses Straussgras Sa. (Agrostis stolonifera agg.)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
  • Baumpieper (Anthus trivialis)
Schutzziele: Sicherung einer Quellregion mit weitgehend naturnahen
Feucht- und Nasswaeldern
Gefährdungen:
  • Entwaesserung, Wasserentnahme, Wasserregime
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Zerschneidung durch Strassenbau
Maßnahmen:
  • Beseitigung von Gehoelzen
  • Jagdausuebung beschraenken
  • keine Entwaesserung
  • weiterhin keine Bewirtschaftung
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