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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Niederwaelder bei Visbeck (HSK-105)

Objektbezeichnung:

NSG Niederwaelder bei Visbeck

Kennung:

HSK-105

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 69,45 ha
Offizielle Fläche: 36,30 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 2020
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4614-001
  • BK-4614-921
Kennung:

BK-4614-921

Objektbezeichnung:

NSG Niederwaelder bei Visbeck

Link zur Karte: BK-4614-921
Objektbeschreibung: Ausgedehnte, zwergstrauch-, flechten- und moosreiche Birken-Eichen-Niederwälder auf dem Scheitel und den südexponierten Hängen des langgestreckten Hardt-Bergrückens. Die krüppelwüchsigen, mehrtriebigen Niederwälder der Hardt besitzen eine flächendeckende Krautschicht aus Zwergsträuchern und Gräsern, örtlich mit Adlerfarn. Die Stockausschläge weisen einen Durchmesser von zumeist 0,2 - 0,3 m auf. Vereinzelt werden die vorherrschenden Birken-Eichenwälder von älteren Rotbuchen durchsetzt. Neben dem Vorkommen von Erdflechten sind Zweige und Äste von epiphytischen Flechten behangen. An den alten Wurzelstöcken gedeihen teilweise dichte Moospolster. Auf dem Kamm des Bergrückens kommt noch vereinzelt Wacholder vor. Die Niederwälder bei Visbeck sind hervorragende Objekte der historischen Waldwirtschaft. Sie gehören zu den best-erhaltenen Niederwäldern des Hochsauerlandkreises und werden heute wieder naturschutzorientiert bewirtschaftet und gepflegt.
Kennung:

BK-4614-001

Objektbezeichnung:

Aufschluss am Rande des Hardtrückens nordwestlich Visbeck

Link zur Karte: BK-4614-001
Objektbeschreibung: Aufgelassener Steinbruch am Rande des NSG Niederwälder bei Visbeck mit bis 10 m hohen, südexponierten, steil abfallenden Wänden. Der Aufschluss zeigt stark geschwungenen und gefaltete helle Gesteinsschichten. Am Hangfuß Schotterhalden. Der Alt-Steinbruch weist ein Vegetationsmosaik auf aus Einzelgebüschen, Vorwald und (rasiger) Pioniervegetation. Der Hardt-Steinbruch ist ein kleiner Sekundärbiotop unmittelbar am NSG Niederwälder bei Visbeck. Er gibt weiterhin als Aufschluss einen Einblick in die differenzierte Geologie der auch geomorphologisch markanten Hardt-Bergkette.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Nieder- und Mittelwaelder (nicht FFH-LRT) <NAW0> (37,51 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Felsen (nicht FFH-LRT) <NGA0> (0,34 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Birken-Eichenmischwald <AB2> (37,51 ha)
  • Steinbruch <GC0> (0,34 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Blasenflechte (Hypogymnia physodes)
  • Cladonia coccifera s.l. (Cladonia coccifera s.l.)
  • Cladonia furcata s.l. (Cladonia furcata s.l.)
  • Cladonia gracilis (Cladonia gracilis)
  • Cladonia pyxidata s.l. (Cladonia pyxidata s.l.)
  • Cladonia uncialis (Cladonia uncialis)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum s.l.)
  • Faulbaum (Frangula alnus)
  • Felsen-Schüsselflechte (Parmelia saxatilis)
  • Gefurchte Schüsselflechte (Parmelia sulcata)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata)
  • Gemeines Weissmoos (Leucobryum glaucum)
  • Gewöhnliche Krätzeflechte (Lepraria incana)
  • Graue Rentierflechte (Cladonia portentosa)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Heide-Schlafmoos (Hypnum jutlandicum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Hypocenomyce scalaris (Hypocenomyce scalaris)
  • Islandflechte (Cetraria islandica)
  • Jakobs Greiskraut (Senecio jacobaea)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Pflaumenflechte, Eichenmoos (Evernia prunastri)
  • Pinsel-Haarblattmoos (Cirriphyllum piliferum)
  • Placynthiella icmalea (Placynthiella icmalea)
  • Rauhes Kurzbüchsenmoos (Brachythecium rutabulum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica)
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Sal-Weide (Salix caprea)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schönes Frauenhaarmoos (Polytrichum formosum)
  • Spitzlappiger Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Trapeliopsis granulosa (Trapeliopsis granulosa)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea)
  • Wacholder (Juniperus communis)
  • Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zweiblättrige Schattenblume (Maianthemum bifolium)
  • Zypressen-Schlafmoos (Hypnum cupressiforme)
Tierarten:
Schutzziele:
  • Erhalt und dauerhafte Pflege ausgedehnter Niederwälder als Dokument der historischer Waldnutzung und als spezifische Lebensraum insbesondere für eine artenreiche Moos- und Flechtenvegetation
  • Erhaltung Alt-Steinbruchs mit natürlicher Sukzession als Sekundärbiotop und als geowissenschaftlich interessanter Aufschlusses
Gefährdungen:
  • Isolationseffekt
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Niederwald abschnittsweise auf den Stock setzen
  • Vegetationskontrolle
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