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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Grosse Steinmecke (HSK-121)

Objektbezeichnung:

NSG Grosse Steinmecke

Kennung:

HSK-121

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 8,11 ha
Offizielle Fläche: 8,40 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20

- Erhaltung eines naturnahen Bachtales mit erlenreichen Feuchtwaeldern und
Magergruenland als wertvoller Lebensraum fuer Tiere und Pflanzen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4615-927
Kennung:

BK-4615-927

Objektbezeichnung:

NSG Grosse Steinmecke

Link zur Karte: BK-4615-927
Objektbeschreibung: Bewaldetes Sohlental der Großen Steinmecke nördlich von Meschede mit naturnahen Quell-, Fließgewässer- und Feuchtwald-Lebensräumen innerhalb des Arnsberger Waldes. Die aufgeweitete Quellmulde unmittelbar an der Böschungskante der B 55 im Norden wird kleinflächig von alten Roterlen bestockt. Das versumpfte Sohlental wird überwiegend ebenfalls von einem Roterlenbestand mit mittlerem, teilweise auch schwachen Baumholz begleitet. Der unverbaute Bach durchfließt ein steiniges Bachbett. Einige Steine tragen Moospolster. Im unteren Talraum befindet sich eine Wildwiese, die im Norden von einem Buchen-Altholzbestand und im übrigen von einem versumpften Erlen-Bruchwald gesäumt wird. Der Bruchwald besitzt mittleres Baumholz und besteht überwiegend aus alten, hochgewachsenen Stockausschlägen. Stellenweise wird der Bestand von Fichten unterwandert. Die Talsohle wird beidseitig von unbefestigten Wegen begrenzt, an denen sich mit Fichten bestockte Talhänge anschließen. Der naturnahe (Quell-)Bach-Biotopkomplex mit seinen Feucht- und Nasswald-Lebensräumen ist naturschutzfachlich von besonderer Bedeutung und verdient größten Schutz. Durch Starkdurchforstung der Fichtenforste zu Gunsten der Laubwälder kann ein zusammenhängendes Band dieser Feucht-Lebensräume geschaffen werden. Das Tal der Grossen Steinmecke gehört zu einem eng benachbarten System siedlungs- und straßenfreier Waldtäler im Arnsberger Wald nördlich von Meschede und Eversberg, das in seiner Gesamtheit von überregionaler Bedeutung ist.
Lebensraumtypen:
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion <3260> (0,40 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (0,16 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (2,73 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (2,30 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (2,06 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,09 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Gebaeudestrukturen und Hofstellen <NHN0> (0,27 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (2,30 ha)
  • Wildacker <HA2> (0,27 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (0,16 ha)
  • Erlen-Bruchwald <yAC4> (2,06 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,09 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (2,73 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <zFM1> (0,40 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Bach-Spatenmoos (Scapania undulata)
  • Bergfarn (Thelypteris limbosperma)
  • Birke unbestimmt (Betula spec.)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fruehlings-Hainsimse (Luzula pilosa)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines weitgehend intakten Bachtals mit naturnahen, erlenreichen Feuchtwäldern und Quellbereichen als regional wertvoller Biotopkomplex innerhalb des Arnsberger Waldes und ökologische Optimierung durch Zurücknahme der Fichte.
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhoehung des Altholzanteils
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • Erhoehung des Laubwaldanteils
  • Jagdausuebung beschraenken
  • keine Entwaesserung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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