Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Aschholter Becke (HSK-123)

Objektbezeichnung:

NSG Aschholter Becke

Kennung:

HSK-123

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 7,54 ha
Offizielle Fläche: 7,70 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20

- Erhaltung und Optimierung eines naturnahen Bachsiepens mit Feuchtwaeldern
als wertvoller Lebensraum fuer Pflanzen und Tiere.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4616-0373
Kennung:

BK-4616-0373

Objektbezeichnung:

NSG Aschholter Becke östlich Greverhagen

Link zur Karte: BK-4616-0373
Objektbeschreibung: Bewaldetes Mittelgebirgstal in der südlichen Randzone des Arnsberger Waldes nördlich von Eversberg, geprägt durch einen naturnahen Fließgewässer- und Feuchtwald-Biotopkomplex. Das schmale Bachtal der Aschholter Becke östlich von Greverhagen wird fast vollständig von einem Erlen-Feuchtwald eingenommen. Die hier stockenden Roterlen besitzen mittleres Baumholz, vereinzelt sind sie auch aus alten Stockausschlägen hervorgegangen. In einigen Bereichen besitzt der torfmoosreiche Erlen-Feuchtwald auch Übergänge zum Bruchwald. Ehemals im größeren Umfang vorhandene Fichtenbestände wurde aktuell entfernt. Der Mittelgebirgsbach der Aschholter Becke ist leicht geschlängelt und besitzt ein steiniges Bachbett. Der naturnahe Bach-Biotopkomplex mit seinen Feucht- und Nasswald-Lebensräumen ist naturschutzfachlich von besonderer Bedeutung und verdient größten Schutz. Durch Starkdurchforstung der Fichtenforste zu Gunsten der Laubwälder konnte der Naturschutzwert des Gebietes in jüngster Zeit deutlich gesteigert werden. Das Tal der Aschholter Becke gehört zu einem eng benachbarten System siedlungs- und straßenfreier Waldtäler im Arnsberger Wald nördlich von Meschede und Eversberg, das in seiner Gesamtheit von überregionaler Bedeutung ist.
Lebensraumtypen:
  • Fliessgewaesser der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion <3260> (1,06 ha)
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (5,47 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (1,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (1,00 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (5,47 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <zFM1> (1,06 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Bach-Spatenmoos (Scapania undulata)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Geflecktes Knabenkraut i.w.S. (Dactylorhiza maculata agg.)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Stern-Segge (Carex echinata)
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt naturnaher Quellbäche und intakter, bachbegleitender Erlen-Feuchtwälder typischer Ausprägung innerhalb des Arnsberger Waldes als Teil eines eng benachbarten Fließgewässer-Feuchtwald-Biotopverbundes
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • kein Gewaesserausbau
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.