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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Hainberg (HSK-135)

Objektbezeichnung:

NSG Hainberg

Kennung:

HSK-135

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 13,68 ha
Offizielle Fläche: 13,50 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4615-0257
Kennung:

BK-4615-0257

Objektbezeichnung:

NSG Hainberg westlich Meschede

Link zur Karte: BK-4615-0257
Objektbeschreibung: Der Hainberg, ein langgestreckter, bewaldeter Bergrücken des Ruhrtalrandes, trägt einen überwiegend alten und, artenreichen Laubmischwald. Mit dem Anschnitt der Hangzone durch den Bau der Ruhrtalbahn sind am Südrand Felsaufschlüsse mit bis zu 15 m hohen, annähernd senkrechten Felswänden entstanden. Der knapp über 310 m üb. NN ansteigende Hainberg wird geologisch von Grauwacke und Tonschiefer geprägt, An dem südlichen Steilhang treten hingegen Kalksteine ("Hellefelder Kalke") zutage. Der Bergrücken wird von einem heterogenen Laubnmischwald bestockt. Auf den oberen Hanglagen und der Kuppe des Hainberges tritt die Hainbuche (geringes Baumholz) stärker in den Vordergrund. Die nordexponierten Hänge werden von einem alten Eichen-Hainbuchenwald eingenommen. Die östlichen und steileren südlichen Hangpartien werden von einem jüngeren Eschenmischwald (vornehmlich Esche und Bergahorn mit einzelnen weiteren Laubhölzern in überwiegend geringem Baumholz) eingenommen. Im Südwesten dominieren alte Buchen die südexponierten Hänge. Punktuell tritt hier auch der Seidelbast in der artenreichen Strauchschicht auf, durch den wärmeliebende Waldgesellschaften gekennzeichnet werden. Eine weiterer alter Buchen-Eichenwald ist im Osten des Talhänges zu finden. Vor allem hier sind vereinzelt auch starke Eichen mit einem Brusthöhendurchmesser von (über) 0,8 m zu finden. Der Wald ist insgesamt zumeist schichtenreich und besitzt örtlich gehäuft liegendes und stehendes Totholz. Felsvorsprünge und Felsbänder im Bereich der südexponierten Felszone werden von Gehölzen und Arten acidophiler Säume bewachsen. Der Hainsberg weist einen außerordentlich struktur- und baumartenreichen Altwald (schwach) karbonatischer Prägung auf. Er besitzt wohl die ältesten bzw. stärksten Eichen innerhalb des Waldes im Stadtgebiet von Meschede. Der Hainberg-Wald steht in einem engen räumlichen und biozönotischen Kontext zu den Wald-Lebensräumen des FFH-Gebietes "Ruhrtal bei Laer u. Schneisenberg".

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • Waldmeister-Buchenwald <9130> (2,47 ha)
  • Stieleichen-Hainbuchenwald <9160> (6,03 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (5,00 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (2,47 ha)
  • Hainbuchen-Eichenmischwald <AB9> (6,03 ha)
  • Eschenmischwald <AM1> (5,00 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • ()
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Bergfarn (Thelypteris limbosperma)
  • Brombeere unbestimmt (Rubus spec.)
  • Echte Heckenkirsche (Lonicera caprifolium)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gewöhnliches Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus subsp. ovatus)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Kleinbluetiges Springkraut (Impatiens parviflora)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schoenes Johanniskraut (Hypericum pulchrum)
  • Seidelbast (Daphne mezereum)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpffarn (Thelypteris palustris)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Knaeuelgras (Dactylis polygama)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
  • Wurmfarn Sa. (Dryopteris filix-mas agg.)
  • Zaun-Wicke (Vicia sepium)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines alten, arten- und strukturreichen Eichen-Hainbuchen-Waldes weitgehend ohne forstliche Nutzung als wertvoller Refugial-Lebensraum des Ruhrtal-Randes
Gefährdungen:
  • Beeintraechtigung, Gefaehrdung nicht erkennbar bzw. feststellbar
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Erhoehung des Altholzanteils
  • Totholz erhalten
  • weiterhin keine Bewirtschaftung
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