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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Hockenstein (HSK-142)

Objektbezeichnung:

NSG Hockenstein

Kennung:

HSK-142

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 7,75 ha
Offizielle Fläche: 7,60 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20

- Erhaltung eines Buchenwaldes im Altholzstadium und eines Kerbtales mit Quellen
als wertvoller Lebensraum fuer Tiere und Pflanzen (geowissenschaftlich bedeutsames
natuerliches Gesteinsbiotop).
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4716-0156
Kennung:

BK-4716-0156

Objektbezeichnung:

NSG Hockenstein östlich Höringhausen

Link zur Karte: BK-4716-0156
Objektbeschreibung: Hang-Buchenwald naturnaher Prägung mit Quellbachsiepen und niedrigen Felsrippen am Oberhang des 692 m ü. NN hohen Hockensteins. Am Fuß des bewaldeten, westexponierten Hanges des Hockensteins liegt ein Quellbach-Siepen mit zwei relativ großflächigen Sickerquellen. Das Bachbett weist Steinplatten und Steinblöcke auf. Unmittelbar unterhalb des Bergkammes tritt ein langgestrecktes Felsband zutage. Die einzelnen Felsen besitzen eine maximale Höhe von 4 m. Sie sind flechtenreich. Der großflächige Hangbereich wird von einem Buchenwald im starken Baumholzalter bestockt, der z.T. Altholzcharakter besitzt. Vereinzelt findet sich stehendes und liegendes Totholz, örtlich von Baumschwämmen besiedelt. Eine Strauchschicht fehlt weitgehend, kleinflächig ist eine Buchen-Naturverjüngung ausgebildet. Die Krautschicht ist besonders am Unterhang und in der Nähe von Feuchtstellen deckungsreich. Eine große Fläche nimmt eine Fichten-Aufforstung im Osten ein. Im Westen befindet sich eine kleine Schlagfläche. Das Naturschutzgebiet mit seinem naturnahen, montanen Buchenwald und den Quell- und Felsbiotopen als Klein- und Sonderbiotope ist ein naturnaher Refugiallebensraum innerhalb der nördlichen Randzone des Rothaargebirges.
Lebensraumtypen:
  • Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) <9110> (5,92 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (1,65 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,02 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,11 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (0,05 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (0,96 ha)
  • Kahlschlagflaeche <AT1> (0,69 ha)
  • Quellbach <FM4> (0,11 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (5,92 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,02 ha)
  • Fels, Felswand, -klippe <yGA0> (0,05 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bergfarn (Thelypteris limbosperma)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Mittleres Hexenkraut (Circaea intermedia (C. alpina x lutetiana))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines naturnahen Buchenwaldes mit Quellen und Felsbiotopen als wertvolle Sonderbiotope innerhalb des Rothaargebirges.
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhoehung des Altholzanteils
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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