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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Seltenberg (HSK-143)

Objektbezeichnung:

NSG Seltenberg

Kennung:

HSK-143

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 4,61 ha
Offizielle Fläche: 4,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4615-0108
Kennung:

BK-4615-0108

Objektbezeichnung:

NSG Seltenberg südlich Calle

Link zur Karte: BK-4615-0108
Objektbeschreibung: Artenreicher, altersheterogener Buchenmischwald vom Typ des Waldmeister-Buchenwaldes mit markanten Naturfelsen auf dem Nordhang des ca. 350 m ü.N.N. hohen Seltenberges südlich von Meschede-Calle. Der Hang-Buchenwald ist überwiegend farnreich ausgebildet. Auf der Gratzone sind ausgedehnte Herden von Perlgras (sonnenseitig) und Bingelkraut (schattenseitig) auffällig. Die 4 bis 5 m hohen Felsen auf dem Oberhang sind moos- und flechtenreich, lokal kommen typische Kleinfarne zur Ausprägung. Auf der Fels-Oberkante stocken einzelne mehrtriebige Hainbuchen. Unterhalb der Felsen befindet sich eine kleine, teilweise übererdete Blockhalde. Auf dem Seltenberg kommt ein struktur- und artenreicher, naturnaher Fels-Wald-Biotopkomplex mit geogenen Sonderbiotopen und differenzierten Waldbildern zur Ausprägung. Naturfelsen und Waldmeister-Buchenwälder sind im Sauerland naturnahe und seltene Lebensräume. Der Seltenberg mit seinem artenreichen Buchenmischwald mit dem markanten Felsbiotop ist Teil eines strukturreichen Fels-Wald-Biotopverbundes innerhalb des geologisch und geomorphologisch vielfältigen Naturraumes der Innersauerländer Senken um Meschede-Calle ("Caller Schweiz").

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • Waldmeister-Buchenwald <9130> (4,50 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete Fels- und Rohbodenstandorte (nicht FFH) <NGA0-ung.> (0,12 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (4,50 ha)
  • Fels, Felswand, -klippe <GA0> (0,12 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Artengruppe Gefleckter Aronstab (Arum maculatum agg.)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Dreinervige Nabelmiere (Moehringia trinervia)
  • Eiche (Quercus spec.)
  • Einbeere (Paris quadrifolia)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gemeiner Rainkohl (Lapsana communis)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Maigloeckchen (Convallaria majalis)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines artenreichen Buchenmischwaldes vom Typ des Waldmeister-Buchenwaldes mit markanten Felsbiotpen als vielfältiger und hochgradig schützenswerter Biotopkomplex
Gefährdungen:
  • Beeintraechtigung, Gefaehrdung nicht erkennbar bzw. feststellbar
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Erhoehung des Altholzanteils
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