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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Loermecketal (HSK-146)

Objektbezeichnung:

NSG Loermecketal

Kennung:

HSK-146

Ort: Meschede
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 3,08 ha
Offizielle Fläche: 3,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1993
Inkraft: 1994
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Gemaess LG Paragraph 20

- Erhaltung und Entwicklung der Lebensgemeinschaften und Lebensstaetten
naturnaher Feucht- und Nasswaelder im Talraum eines naturnahen Baches
in Verbindung mit angrenzenden, gleichartigen Biotopstrukturen.
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4616-0361
Kennung:

BK-4616-0361

Objektbezeichnung:

NSG Lörmecketal nordöstlich Eversberg

Link zur Karte: BK-4616-0361
Objektbeschreibung: Die Lörmecke, Grenzbach zwischen dem Kreis Soest und dem Hochsauerlandkreis, wird nordöstlich von Eversberg von einem schmalen Erlen-Auenwald begleitet. Mittig hat sich auf einer ausgedehnten Sickerquellzone ein Bruchwald mit mehrtriebigen Roterlen ausgebreitet. Auch der bachbegleitende Erlenwald zeigt örtlich Übergänge zum Bruchwaldcharakter. Die übrige Talsohle wird von einem Fichtenwald bestockt, daraus resultiert auch die starke Fichten-Naturverjüngung innerhalb der Feuchtwälder. Das kleine Naturschutzgebiet liegt in der montanen Höhenstufe des Arnsberger Waldes in einer Höhenlage von über 500 m ü. NN. Die bachbegleitenden Feuchtwälder sind seltene azonale Waldtypen innerhalb des überwiegend von Fichten dominierten Hochlagen des Arnsberger Waldes. Durch Starkdurchforstung der Fichtenforste zu Gunsten der Laubwälder kann ein zusammenhängendes Band dieser Feucht-Lebensräume geschaffen werden. Das Lörmecketal gehört zu einem eng benachbarten System siedlungs- und straßenfreier Waldtäler im Arnsberger Wald nördlich von Meschede und Eversberg, das in seiner Gesamtheit von überregionaler Bedeutung ist.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,43 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (2,10 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Moor- und Bruchwaelder (nicht FFH-LRT) <NAC0> (0,31 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (2,10 ha)
  • Erlen-Bruchwald <yAC4> (0,31 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,43 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Bergfarn (Thelypteris limbosperma)
  • Birke unbestimmt (Betula spec.)
  • Braune Segge (Carex nigra)
  • Brennender Hahnenfuss (Ranunculus flammula (subsp. flammula))
  • Buchenfarn (Phegopteris connectilis)
  • Busch-Windroeschen (Anemone nemorosa)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Goldenes Frauenhaar (Polytrichum commune)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Pfeifengras (Molinia caerulea)
  • Rippenfarn (Blechnum spicant)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Siebenstern (Trientalis europaea)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Sprossender Baerlapp (Lycopodium annotinum (subsp. annotinum))
  • Stern-Segge (Carex echinata)
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Pippau (Crepis paludosa)
  • Sumpf-Veilchen (Viola palustris (subsp. palustris))
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Wald-Hainsimse (Luzula sylvatica)
  • Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und ökologische Optimierung von Erlen-Bruch- und Auenwälder als seltene azonale Waldgesellschaften in der Hochlage des Arnsberger Waldes.
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhoehung des Altholzanteils
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • Erhoehung des Laubwaldanteils
  • kein Gewaesserausbau
  • kein Kahlschlag
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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