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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Huelsbergsiepen (HSK-157)

Objektbezeichnung:

NSG Huelsbergsiepen

Kennung:

HSK-157

Ort: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 5,83 ha
Offizielle Fläche: 5,80 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1997
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
- Erhaltung naturnaher Bachabschnitte und strukturreicher angren-
zender Laubwaelder,
- Erhaltung der hohen Artenvielfalt, der Rote-Liste Pflanzen- und
Tierarten sowie des Wertes als Amphibienlebensraum und Ver-
netzungsbiotop
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4514-0197
Kennung:

BK-4514-0197

Objektbezeichnung:

Fliessgewaessersystem Figgenbergsiepen

Link zur Karte: BK-4514-0197
Objektbeschreibung: Innerhalb der ausgedehnten Fichtenforste des Arnsberger Waldes verläuft das Talsystem des Figgenbergsiepen auf einem nach Süden abfallenden Gelände. Der Komplex besteht vor allem aus naturnahen Bachoberläufen, Erlen- und Eschenauwäldern sowie Laub- und Nadelwäldern auf den Talhängen. Der Biotopkomplex zeigt im allgemeinen eine für den Naturraum des Nordsauerländer Oberlandes typische Ausprägung. Die weitgehend naturnahen, vollbeschatteten Bäche fließen auf einer steinig-kiesig ausgebildeten Sohle. Im oberen Verlauf haben die Fliessgewässer recht tief in das Gelände eingeschnittene Kerbtäler gebildet. Eine eigens ausgebildete Bachvegetation fehlt streckenweise. In den südwestlich gelegenen unteren, leicht mäandrierenden Bachabschnitten verbreitert sich die Talsohle, die hier mit Auwäldern aus Schwarzerle und Esche bestanden ist. Diese weisen eine gut entwickelte Krautschicht mit häufig dominierender Rasen-Schmiele auf. Die Talhänge sind zumeist mit Fichtenwald, lokal auch mit Laubgehölzen bewachsen. Gewisse Beeinträchtigungen bestehen durch teils bis an die Bäche reichende Nadelbaumbestände. Das Gebiet ist von besonderer Bedeutung aufgrund einer häufig sehr naturnah ausgebildeten Bachaue mit Seltenheitswert für den Naturraum. Das Talsystem mit seinen Bächen und den begleitenden naturnah entwickelten Auwäldern trägt erheblich zur Erhöhung der Strukturvielfalt und Vernetzung im Naturraum bei.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,96 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Auenwaelder (nicht FFH-LRT) <NAX0> (0,44 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,38 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (3,14 ha)
  • Laerchenwald <AS0> (0,73 ha)
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (0,07 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,08 ha)
  • Bachbegleitender Eschenwald <yAM2> (0,44 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,38 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,96 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Adlerfarn (Pteridium aquilinum (subsp. aquilinum))
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Dornfarn Sa. (Dryopteris carthusiana agg.)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Fichte (Picea abies)
  • Geflecktes Knabenkraut i.w.S. (Dactylorhiza maculata agg.)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Sa.) (Glechoma hederacea agg.)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Rasen-Schmiele Sa. (Deschampsia cespitosa agg.)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zittergras-Segge (Carex brizoides)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
Schutzziele: Erhaltung naturnaher Bäche und bachbegleitender Auwälder. Erhaltung des Fließgewässersystems als hervorragender Vernetzungsbiotop in einem von Nadelwald geprägten Lebensraum.
Gefährdungen:
  • naturferne Ufergestaltung (WA)
Maßnahmen:
  • Gruenlandnutzung extensivieren
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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