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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Wollbergsiepen und Kuhpfadsiepen (HSK-161)

Objektbezeichnung:

NSG Wollbergsiepen und Kuhpfadsiepen

Kennung:

HSK-161

Ort: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 13,96 ha
Offizielle Fläche: 14,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1997
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
- Erhaltung naturnaher Bachabschnitte und strukturreicher
angrenzender Laubwaelder,
- Erhaltung der hohen Artenvielfalt, der Rote-Liste Pflanzen-
und Tierarten sowie des Wertes als Amphibienlebensraum
und Vernetzungsbiotop
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4514-0216
Kennung:

BK-4514-0216

Objektbezeichnung:

Fliessgewaessersystem von Kuhpfadsiepen und Wollbergsiepen

Link zur Karte: BK-4514-0216
Objektbeschreibung: Das Gebiet besteht aus einem verzweigten Talsytem mit Quellen, Bächen, bachbegleitenden Auwäldern sowie Laub- und Nadelwäldern auf den Talhängen. Es befindet sich in einem fast ausschließlich aus Nadelwäldern bestehenden großen Komplex des hier nach Süden abfallenden Arnsberger Waldes. Die Bäche befinden sich in einem überwiegend naturnahen Zustand und zeigen die für den Lebensraum des Nordsauerländer Oberlandes typische Entwicklung. Sie fließen in steinig-kiesigen Betten und nehmen ihren Anfang teils in kleinen Trockentälchen ohne eigentliche Quellbereiche, teils in Quellen und Quellbächen mit entsprechend ausgebildeter Vegetation. Vor allem im oberen Verlauf haben die Fliessgewässer tiefe Kerbtäler in das Gelände geschnitten. In den mittleren und unteren Bachabschnitten werden die Gewässer von einzelnen, flächig ausgebreiteten, aber recht kleinen Erlenauwäldern mit relativ reicher Krautschicht, teils auch etwas Strauchschicht begleitet. Lokal ist etwas Totholz vorhanden. Die Bäche zeigen hier mäandrierenden Verlauf, örtlich haben sie Steilufer ausgebildet. Auf den Talhängen stocken insbesondere Nadelwälder oder Nadel-Laubmischwald verschiedener Arten. Vor allem in den oberen Bachabschnitten reichen Fichtenbestände direkt bis an die Gewässer, sodass diese kaum eine Vegetation aufweisen. Das Gebiet trägt in hohem Maße zur Arten- und Strukturvielfalt sowie zur Vernetzung in einem vorwiegend aus Fichtenforsten bestehenden Waldkomplex bei. Seine Schutzwürdigkeit im Range eines Naturschutzgebietes besitzt es vor allem aufgrund seiner sehr naturnah ausgebildeten Quellen, Bäche und Auwälder, wie sie im Naturraum nicht häufig anzutreffen sind.
Lebensraumtypen:
  • Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,34 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (0,37 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Quellbereiche (nicht FFH-LRT) <NFK0> (0,02 ha)
  • Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (1,15 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Fichtenwald <AJ0> (11,42 ha)
  • Roteichenmischwald <AO1> (0,37 ha)
  • Laerchenmischwald <AS1> (0,62 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (0,02 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,97 ha)
  • Quellbach <yFM4> (0,18 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,34 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Fichte (Picea abies)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rasen-Schmiele Sa. (Deschampsia cespitosa agg.)
  • Rot-Eiche (Quercus rubra)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Torfmoos unbestimmt (Sphagnum spec.)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
Schutzziele: Erhaltung naturnaher Quellen, Bäche und bachbegleitender Auwälder. Erhaltung des Fließgewässersystems als hervorragender Vernetzungsbiotop in einem von Fichtenforsten geprägten Lebensraum.
Gefährdungen:
  • sonstige Beeintraechtigung, Gefaehrdung (siehe Bemerkung)
Maßnahmen:
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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