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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Buchenwald Schakenberg (HSK-165)

Objektbezeichnung:

NSG Buchenwald Schakenberg

Kennung:

HSK-165

Ort: Arnsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 2,24 ha
Offizielle Fläche: 2,30 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 1997
Inkraft: 1998
Außerkraft: 9999
Schutzziel: Schutzzweck
- Erhaltung eines arten- und strukturreichen Buchenwaldes,
- Erhaltung der Rote-Liste Tierarten
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4513-0064
Kennung:

BK-4513-0064

Objektbezeichnung:

NSG Buchenwald Schakenberg

Link zur Karte: BK-4513-0064
Objektbeschreibung: Die landschaftsprägende Kalkkuppe des Schakenbergs erhebt sich am Ostrand des großflächigen, siedlungsfreien, kaum von Straßen zerschnittenen Waldgebiets "Luerwald" ca. 30 bis 60 m über die umgebenden Talbereiche des Bieberbachs und des halboffenen Hachener Kuppenlands. Der Schakenberg ist mitsamt einer kleinen, ehemaligen Kalkabgrabung im Kuppenbereich heute komplett von einem artenreichen, naturnahen Waldmeister-Buchenwald bedeckt. Der altholzreiche Buchenwald zeichnet sich durch seinen naturnahen Zustand bei fehlender bis sehr geringer forstlicher Nutzung aus. Die stärksten Rotbuchen besitzen einen Brusthöhendurchmesser von 1,0 m. Im artenreichen Unterwuchs kommen neben viel Waldmeister auch seltenere Arten wie Sanikel oder Finger-Segge vor; die in früheren Kartierungen festgestellten größeren Bestände des Hohlen Lerchensporns (Corydalis cava) konnten aufgrund des späten Kartierzeitpunktes nicht bestätigt werden, dürften aber weiterhin vorhanden sein. Der früher als Brutvogel beschriebene Rotmilan konnte auch 2012 beobachtet werden (ob aktuelle Brut?). Der geophytenreiche, basiphile Buchenwald des Schakenbergs stellt eine vegetationskundliche Besonderheit in der Region dar. Das Gebiet ist Teil des landesweit bedeutenden Luerwaldes, einer Kernfläche des landesweiten Wald-Biotopverbundes. Ziel ist die Sicherung und Erhaltung des naturnahen Wald-Lebensraumes mit artenreicher, typischer Vegetation.
Lebensraumtypen:
  • Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum) <9130> (2,21 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,03 ha)
  • Buchenwald <xAA0> (2,21 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Efeu (Hedera helix (subsp. helix))
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Finger-Segge (Carex digitata)
  • Flattergras (Milium effusum)
  • Fuchs' Greiskraut (Senecio ovatus)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Gewoehnliches Pfaffenhuetchen (Euonymus europaeus)
  • Goldschopf-Hahnenfuss Sa. (Ranunculus-auricomus-Gruppe)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosses Hexenkraut (Circaea lutetiana)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sanikel (Sanicula europaea)
  • Scharbockskraut (Ficaria verna)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Segge (Carex sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung des artenreichen und naturnahen Waldmeister-Buchenwaldes auf der prägnanten Kalkkuppe des Schakenbergs am Ostrand des zusammenhängenden Waldgebiets "Luerwald"
Gefährdungen:
  • Entnahme Altholz (FW)
  • Entnahme Totholz (FW)
  • Kahlschlag, unsachgemaesser Holzeinschlag (FW)
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
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