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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Lange Wiese (HSK-189)

Objektbezeichnung:

NSG Lange Wiese

Kennung:

HSK-189

Ort: Marsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 40,15 ha
Offizielle Fläche: 40,20 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2001
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4518-0054
  • BK-4518-0099
Kennung:

BK-4518-0054

Objektbezeichnung:

Teilbereich des NSG Lange Wiese im FFH-Gebiet Gewässersystem Diemel und Hoppecke

Link zur Karte: BK-4518-0054
Objektbeschreibung: Der Abschnitt des FFH-Gebietes umfasst das Hoppecke-Tal bei Bredelaer mit bedingt naturnahen Bachstrecken, angrenzenden Auen-Galeriewäldern und feuchter Hochstaudenflur. Die Hoppecke, ein silikatischer Mittelgebirgsbach, weist in diesem etwa 2 km langen Abschnitt ein überwiegend schotterig-steiniges, in strömungsberuhigten Bereichen auch kiesig-sandiges Sohlsubstrat auf. Das sich bis auf 280 m Breite aufweitende Sohlenkerbtal durchzieht das Gewässer in einem 7-10 m breiten Bett, wobei sich schwach mit mäßig geschwungenen Fließstrecken abwechseln. Das Gewässer wurde an den rechten Talrand verlegt, wo es am rechten Ufer auf überwiegend steilen Talhängen mit einem schmalen Hangschluchtwald mit viel Silberblatt und, im aufgeweiteten südwestlichen Bereich, mit einem alten Buchenhochwald abschließt. Die linke Talseite wird überwiegend von Acker eingenommen. Die Gewässerstrukturen sind auf der Hälfte der Strecke bedingt naturnah ausgebildet (Gewässerstrukturgüteklasse 3), im übrigen Abschnitt mäßig beeinträchtigt (GSGK 4). Insgesamt zeigen sich positive Rückentwicklungstendenzen innerhalb des Ausbauprofils. Ehemalige Abstürze wurden inzwischen zu Rampen umgebaut oder sind durch Umfließen unwirksam. Am linken Ufer wird die Hoppecke fast durchgängig von einem Auenwald begleitet, der sich stellenweise bis 20 m aufweitet und von Schwarz-Erle und Bruch-Weide dominiert und frequent von Berg-Ahorn begleitet wird. In der Krautschicht treten Kohl-Kratzdistel, Echtes Mädesüß, Gemeine Pestwurz, Rohr-Glanzgras und Hain-Sternmiere frequent auf. Nur an einer Stelle wird eine Gehölzlücke von einem feuchten nährstoffreichen Saum eingenommen, in dem Pestwurz und Große Brennessel dominieren und Giersch und Echtes Mädesüß frequent vorkommen. Das Gebiet ist mit seinen naturnahen Fließgewässerabschnitten, Auengehölzsäumen sowie feuchten Hochstaudenfluren ein hochgradig schützenswert Ausschnitt des landesweit bedeutsamen Auenkorridors der Hoppecke. Das Gebiet ist Bestandteil des international bedeutsamen Auenverbundkorridors von Diemel und Hoppecke.
Kennung:

BK-4518-0099

Objektbezeichnung:

NSG "Lange Wiese" (exklusive FFH-Gebiet)

Link zur Karte: BK-4518-0099
Objektbeschreibung: Bei dem Gebiet handelt es ich um den 2,3 km langen und maximal 230 breiten Talboden in Auenlage der Hoppecke. Der westliche Gebietsteil wird von der Hoppecke und einem begleitenden Erlenauenwald gebildet, an dem sich ein Ahorngehölz anschließt. Die Hoppecke und der Auenwald gehen weiter westlich in das direkt angrenzende Natura 2000- Gebiet "Gewässersystem Diemel, Hoppecke, " über und sind nicht mehr Bestandteil dieses Gebietes. Der sich westlich anschließende Gebietsteil wird zum größten Teil von einem Getreideacker eingenommen an den sich im Norden kleinflächige Erlen-Pappelgehölze, Fichtenkulturen sowie eine blütenreiche Hochstaudenflur unter einer Hochspannungsleitung anschließen. Zwischen dem Leitungsmast und einem Weiden-Gehölz liegt eine feuchte Wiese die offenbar extensiv genutzt wird. Am nord-östlichen Ende des Gebietes liegen nicht mehr bewirtschaftete Teiche, die von Röhrichtgürtel umgeben sind. Der Wert des Gebietes liegt einerseits in der Erhaltung des Hoppeckeflusslaufs selbst einschließlich seiner unmittelbaren Umgebung und andererseits in der Funktion als Auenbereich und Pufferfläche zum angrenzenden Natura 2000 Gebiet "Gewässersystem Diemel, Hoppecke ".

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (27,62 ha)
  • Feuchte Hochstaudenfluren <6430> (0,05 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald <9130> (1,97 ha)
  • Schlucht- und Hangmischwälder <9180> (4,06 ha)
  • Erlen-Eschen- und Weichholz-Auenwälder <91E0> (2,71 ha)
  • kein LRT <kein LRT> (0,81 ha)
  • Sümpfe, Riede und Röhrichte <NCC0> (0,05 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland incl. Brachen <NEC0> (1,12 ha)
  • Magergrünland incl. Brachen <NED0> (0,53 ha)
  • Stillgewässer <NFD0> (0,02 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (1,17 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (1,97 ha)
  • Erlenwald <AC0> (0,11 ha)
  • Erlenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AC1> (2,60 ha)
  • Erlenmischwald mit gebietsfremden Laubbaumarten <AC2> (2,67 ha)
  • Bachbegleitender Erlenwald <AC5> (0,53 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (0,93 ha)
  • Ahornmischwald <AR1> (4,06 ha)
  • Feldgehoelz aus einheimischen Baumarten <BA1> (0,51 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (0,59 ha)
  • Roehrichtbestand <CF0> (0,05 ha)
  • Fettweide <EB0> (1,56 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (0,95 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,17 ha)
  • Teich <FF0> (0,18 ha)
  • Bachunterlauf im Mittelgebirge <FM3> (0,31 ha)
  • Mittelgebirgsbach <FM6> (1,46 ha)
  • Graben <FN0> (0,07 ha)
  • Acker <HA0> (20,33 ha)
  • Brachflaeche der technischen Ver- und Entsorgungsanlagen <HW7> (0,71 ha)
  • Feuchter Waldaussensaum bzw. linienf. Hochstaudenflur <KA4> (0,05 ha)
  • Trockene Hochstaudenflur, flaechenhaft <LB2> (0,15 ha)
  • Klaeranlage <SE8> (0,15 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Berg-Weidenroeschen (Epilobium montanum)
  • Bittersuesser Nachtschatten (Solanum dulcamara)
  • Blut-Ampfer (Rumex sanguineus)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Bruch-Weide (Salix fragilis)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)
  • Echte Zaunwinde (Calystegia sepium)
  • Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Faulbaum (Frangula alnus (subsp. alnus))
  • Feld-Ahorn (Acer campestre)
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Schwaden (Glyceria fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gebraeuchlicher Steinklee (Melilotus officinalis)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gelbe Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gemeiner Beifuss (Artemisia vulgaris)
  • Gemeiner Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Gemeiner Dost (Origanum vulgare)
  • Gemeiner Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris)
  • Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus)
  • Gemeiner Wasser-Hahnenfuss (Ranunculus aquatilis)
  • Gemeines Brunnenmoos (Fontinalis antipyretica)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare (subsp. vulgare))
  • Gewoehnliche Wald-Engelwurz (Angelica sylvestris)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Glieder-Binse (Juncus articulatus (subsp. articulatus))
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosse Klette (Arctium lappa)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Gilbweiderich (Lysimachia nemorum)
  • Hain-Rispengras (Poa nemoralis)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • Hopfen (Humulus lupulus)
  • Japan-Staudenknoeterich (Fallopia japonica)
  • Kanadische Pappel (Populus canadensis (P. deltoides x nigra))
  • Kanadische Wasserpest (Elodea canadensis)
  • Kleinbluetige Koenigskerze (Verbascum thapsus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Kletten-Labkraut (Galium aparine)
  • Knaeuel-Binse (Juncus conglomeratus)
  • Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
  • Kohl(-Kratz)distel (Cirsium oleraceum)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Kriechender Guensel (Ajuga reptans)
  • Kriechender Hahnenfuss (Ranunculus repens)
  • Leberbluemchen (Hepatica nobilis)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Nesselblaettrige Glockenblume (Campanula trachelium (subsp. trachelium))
  • Pappel unbestimmt (Populus spec.)
  • Pastinak (Pastinaca sativa)
  • Riesen-Schwingel (Festuca gigantea)
  • Rohr-Glanzgras (Phalaris arundinacea (subsp. arundinacea))
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Schlehe (Prunus spinosa agg.)
  • Schneebeere (Symphoricarpos albus)
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Silber-Weide (Salix alba (subsp. alba))
  • Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
  • Sommerflieder (Buddleja spec.)
  • Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Suesskirsche (Prunus avium)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Labkraut (Galium palustre)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Sumpf-Ziest (Stachys palustris)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Traubenkirsche (Prunus padus)
  • Ufer-Wolfstrapp (Lycopus europaeus)
  • Vielbluetige Weisswurz (Polygonatum multiflorum)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Wasserdost (Eupatorium cannabinum (subsp. cannabinum))
  • Weisser Steinklee (Melilotus albus)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Baerenklau (Heracleum sphondylium)
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea subsp. jacea)
  • Wiesen-Labkraut Sa. (Galium mollugo agg.)
  • Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)
  • Wiesen-Loewenzahn Sa. (Taraxacum sect. Ruderalia)
  • Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)
  • Wildes Silberblatt (Lunaria rediviva)
  • Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)
  • Zottiges Weidenroeschen (Epilobium hirsutum)
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt und Aufwertung eines Talabschnittes der Hoppecke mit naturnahen Bachabschnitten, bachbegleitenden Hochstaudenfluren und Auenwäldern, Erhalt eines Steilhangwaldes aus altem Buchenwald und SchluchtwaldErhaltung der Auenbereiche für das angrenzende Natura 2000-Gebiet "Gewässersystem Diemel, Hoppecke". Extensivierung der Nutzung, insbesondere der Ackerflächen.
Gefährdungen:
  • Ackerbau
  • Eutrophierung
  • Gewaesserausbau
  • nicht einheimische Gehoelze (FW)
Maßnahmen:
  • Ausweisung von Pufferzonen mit besonderen Auflagen
  • Beschraenkung der Duengung
  • der natuerlichen Entwicklung ueberlassen
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung der Ueberschwemmungsdynamik
  • Gruenlandnutzung beibehalten
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
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