Titel:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Logo:

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


Suche:


Schriftmenü:

Schriftgrösse: ||

Inhalt:

Naturschutzgebiet Steinmarkskopf-Hardenberg (HSK-253)

Objektbezeichnung:

NSG Steinmarkskopf-Hardenberg

Kennung:

HSK-253

Ort: Olsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 16,54 ha
Offizielle Fläche: 16,60 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4716-0028
Kennung:

BK-4716-0028

Objektbezeichnung:

Schluchtwälder bei Elpe

Link zur Karte: BK-4716-0028
Objektbeschreibung: Westlich von Elpe umfasst das Gebiet drei Teilflächen, die einen Komplex aus Buchenbeständen, Schatthangwäldern und naturnahen Bachoberläufen in z.T. steiler Hanglage darstellen. Sie sind Bestandteil des FFH-Gebietes "Schluchtwälder bei Elpe" (DE-4716-302) und umfassen zu großen Teilen das NSG "Auf dem Riese" (nördliche Teilfläche) und das NSG "Steinmarkskopf-Hardenberg" (südlichen zwei Teilflächen). Die nördliche der drei Teilflächen wird durch großflächige Buchenbestände aus starkem Baumholz geprägt (Bestände im nördlichen Bereich). Die Buchenbestände im südlichen Bereich werden von geringerem Baumholz geprägt. Die das Gebiet von Osten nach Westen durchfließenden Bachläufe weisen alle Strukturelemente naturnaher Bachoberläufe im Mittelgebirge auf. Quellmoose bilden die Unterwasservegetation. In Bachnähe schließt sich im nördlichen Bereich ein schmaler Schatthangwald mit Silberblatt an. Beeinträchtigungen im Verlauf des Baches erfolgen hier durch einen im Hauptschluss befindlichen Fischteich. Am südlich gelegenen Quellbach sind Arten der Schatthangwälder fragmentarisch entlang des Baches ausgebildet. In den südlichen Teilflächen dominiert ebenfalls die Buche. Im Bereich von steilen und schmalen Hangpartien haben sich bergahorn- und eschenreiche Schluchtwälder ausgebildet, die von Quellbächen durchzogen werden. Die beiden Flächen werden von einem Skilift voneinander getrennt. Der Komplex aus sauren Buchenwäldern, artenreichen Eschen-Ahorn-Schatthangwäldern mit teils steil aufragenden Felswänden und naturnahen Bachoberläufen ist in seiner engen Verzahnung von überregionaler Bedeutung. Naturnahe Waldbewirtschaftung unter Ausrichtung auf die natürliche Waldgesellschaft einschließlich ihrer Nebenbaumarten sowie auf alters- und strukturdiverse Bestände und Förderung der Naturverjüngung aus Arten der natürlichen Waldgesellschaft.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (11,77 ha)
  • Fließgewässer mit Unterwasservegetation <3260> (0,83 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (41,66 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald <9130> (0,25 ha)
  • Schlucht- und Hangmischwälder <9180> (1,03 ha)
  • Laubwälder ausserhalb von Sonderstandorten <NA00> (0,43 ha)
  • Quellbereiche <NFK0> (0,06 ha)
  • Felsen <NGA0> (0,12 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (41,66 ha)
  • Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AA2> (0,25 ha)
  • Eichenwald <AB0> (0,43 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (6,30 ha)
  • Wald aus seltenen Nadelbaumarten <AL0> (1,30 ha)
  • Ahorn-Schlucht- bzw. Hangschuttwald <AR2> (1,03 ha)
  • Aufforstung <AU0> (0,42 ha)
  • Fischteich <FF2> (0,05 ha)
  • Sicker-, Sumpfquelle <FK2> (0,06 ha)
  • Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (0,83 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <GA2> (0,12 ha)
  • Skihang <SO2> (0,20 ha)
  • Wirtschaftswege <VB> (3,50 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Berg-Ulme (Ulmus glabra)
  • Besenheide (Calluna vulgaris)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Braunstieliger Streifenfarn (Asplenium trichomanes)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Echtes Springkraut (Impatiens noli-tangere)
  • Eichenfarn (Gymnocarpium dryopteris)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Gegenblaettriges Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium)
  • Gemeines Brunnenmoos (Fontinalis antipyretica)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Harzer Labkraut (Galium saxatile)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Kleiner Dornfarn (Dryopteris carthusiana)
  • Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sommer-Linde (Tilia platyphyllos)
  • Trauben-Eiche (Quercus petraea (subsp. petraea))
  • Trauben-Eiche (Sa.) (Quercus petraea agg.)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Bingelkraut (Mercurialis perennis)
  • Wald-Sauerklee (Oxalis acetosella)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wildes Silberblatt (Lunaria rediviva)
  • Winkel-Segge (Carex remota)
  • Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera)
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung und Entwicklung naturnaher Buchenwälder, Schatthangwälder und Quellbäche mit eingestreuten Felsbereichen und kleinflächigen Vermoorungen.
Gefährdungen:
  • Beseitigung alter Baeume
  • Freizeitaktivitaeten
  • Gewaesserbegradigung (WA)
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Erhaltung der Gewaesser
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • Erhaltung des Kleinreliefs
  • Erhoehung des Laubholzanteils
  • kein Kahlschlag
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Umwandlung in bodenstaendigen Gehoelzbestand
Die Kartenanwendung benötigt Javascript. Falls Sie diese Karte aufrufen möchten, schalten Sie in Ihrem Browser Javascript ein.