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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Wildenstein (HSK-265)

Objektbezeichnung:

NSG Wildenstein

Kennung:

HSK-265

Ort: Olsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 14,94 ha
Offizielle Fläche: 15,00 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4717-0085
Kennung:

BK-4717-0085

Objektbezeichnung:

NSG Wildenstein

Link zur Karte: BK-4717-0085
Objektbeschreibung: Zwischen Wiemeringhausen und Niedersfeld durchbricht die obere Ruhr ein enges Tal mit bewaldeten Randhöhen. Die rechte, westexponierte Hangzone östlich Wildenstein wird von bis 10 m aufragenden Felsklippen und vorgelagerten natürlichen Blockhalden durchsetzt. Im vorherrschenden waldschwingelreichen Schatthang-Buchenwald stehen einzelne natürliche und seltene Edellaubhölzer wie Linden und Bergahorn. Im Bereich des rund 620 m über NN hohen Felsbereichs Wildenstein kommt ein Schluchtwald-Fragment mit Wildem Silberblatt zur Ausprägung. Die Felsen (mit den spezifischen Kleinfarnen und dem Schluchtwald-Fragment) und der Buchen-Hangwald sind von hervorragender Repräsentativität für den Naturraum Rothaargebirge. Der exzellente Erhaltungszustand des Buchenwaldes gibt dem Gebiet einen hohen Rang im Vergleich mit anderen Waldlebensräumen im Naturraum. Im Kontext des landesweiten Verbundes von naturnahen Wäldern kommt dem Schutzgebiet eine hervorragende Bedeutung zu. Das Schutzgebiet Wildenstein ist Teil des FFH-Gebietes "Schluchtwälder nördlich Niedersfeld". Zentrales Naturschutzziel ist der Erhaltung eines naturnahen und strukturreichen Fels-Wald-Biotopkomplexes montaner Prägung.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (5,68 ha)
  • Hainsimsen-Buchenwald <9110> (8,37 ha)
  • Felsen <NGA0> (0,66 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Buchenwald <AA0> (8,37 ha)
  • Fichtenwald <AJ0> (4,93 ha)
  • Windwurfflaeche <AT2> (0,75 ha)
  • natuerlicher Silikatfels <GA2> (0,66 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Draht-Schmiele (Deschampsia flexuosa)
  • Eiche (Quercus spec.)
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gemeine Goldrute (Solidago virgaurea)
  • Gemeiner Tuepfelfarn (Polypodium vulgare)
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Grosser Dornfarn (Dryopteris dilatata)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Linde (unbestimmt) (Tilia spec.)
  • Quirl-Weisswurz (Polygonatum verticillatum)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea (subsp. purpurea))
  • Ruprechtskraut (Geranium robertianum)
  • Sal-Weide (Salix caprea (subsp. caprea))
  • Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia)
  • Sand-Birke (Betula pendula)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea)
  • Wald-Schwingel (Festuca altissima)
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wildes Silberblatt (Lunaria rediviva)
  • Winter-Linde (Tilia cordata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt eines naturnahen Fels-Wald-Biotopkomplexes und ökologische Optimierung durch Förderung alt- und totholzreicher Buchenwald-Lebensräume.
Gefährdungen:
  • nicht bodenstaendige Gehoelze (FW)
  • Wegebau
Maßnahmen:
  • Altholz erhalten
  • dynamisches Altholzkonzept
  • Erhaltung der Laubholzbestockung
  • kein Kahlschlag
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Totholz erhalten
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