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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Ruhr bei Olsberg (HSK-286)

Objektbezeichnung:

NSG Ruhr bei Olsberg

Kennung:

HSK-286

Ort: Olsberg
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 8,07 ha
Offizielle Fläche: 8,10 ha
Flächenanzahl: 2
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2001
Inkraft: 2004
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4616-0017
Kennung:

BK-4616-0017

Objektbezeichnung:

NSG Ruhr bei Olsberg

Link zur Karte: BK-4616-0017
Objektbeschreibung: Abschnitte des Ruhrtales zwischen Bigge und dem Gewerbegebiet von Bigge sowie unterhalb des Gewerbegebietes bis zur Landesstraße 743 mit naturbetontem bis naturnahem Flusslauf, flussbegleitenden Auengehölzen, Brachen, feuchter Auenwiese und naturnahem Hangwald. Die Ruhrlauf ist zumeist 6-8 m breit, weitet sich jedoch oberhalb des Gewerbegebietes bis auf etwa 15 m Breite auf. In diesem Abschnitt kommen typische Ufer-Schottberbänke vor. Bei Bigge wurde ein etwa 600 m langer Ruhrabschnitt im Rahmen des Entwicklungskonzeptes Obere Ruhr naturnah umgestaltet mit einem zweiarmigem Flusslauf, Hochwasserrinnen, einem abgebundenem Altarm sowie einer sechsstufigen Sohltreppe anstelle eines ehemaligen Stauwehrs. Teile dieser Strukturen liegen außerhalb des Naturschutzschutzgebietes und sollten in dieses einbezogen werden. In diesem umgestalteten Abschnitt kommt z.T. viel Wasser-Hahnenfuß vor. Unterhalb des umgestalten Ruhrabschnitts wird der Fluss zumeist von Auengehölzen, vor allem Erlen, z.T. auch Berg-Ahorn und Eschen gesäumt. Im Unterwuchs dominieren Nährstoffzeiger und Neophyten (Drüsiges Springkraut, z.T. auch Riesen-Bärenklau). Im Gewerbegebiet von Bigge schließt sich an den Gehölzsaum eine feuchte Auenwiese (Überflutungsbereich) an. Am gegenüberliegenen, steilen Osthang stockt ein altersheterogener Eichen-Buchenwald mit Starkholzstämmen. Im Norden wird das Ruhrtal von einer brennnesselreichen Brache mit eingelagertem Korbweidengebüsch eingenommen. Mit seinem unverbauten, z.T. naturnahen Flusslauf ist das Gebiet ein wertvoller Lebensraum für gewässer- und auentypische Pflanzen- und Tierarten. Das Gebiet ist Bestandteil des landesweit bedeutsamen Ruhrauenkorridors. Die Brache sollte wieder regelmäßig bewirtschaftet werden.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (1,80 ha)
  • <> (0,20 ha)
  • Fließgewässer mit Unterwasservegetation <3260> (0,78 ha)
  • Waldmeister-Buchenwald <9130> (1,00 ha)
  • Auenwälder <NAX0> (1,60 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete flächige Gebüsche und Baumgruppen <NBB0> (0,50 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland incl. Brachen <NEC0> (0,26 ha)
  • Fließgewässer <NFM0> (1,27 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Eichen-Buchenmischwald <AA1> (1,00 ha)
  • Schlagflur <AT0> (0,80 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,50 ha)
  • Gehoelzstreifen <BD3> (0,20 ha)
  • Ufergehoelz <BE0> (1,60 ha)
  • Nass- und Feuchtwiese <EC1> (0,26 ha)
  • Gruenlandbrache <EE0> (0,90 ha)
  • Mittelgebirgsfluss <FO1> (2,06 ha)
  • Feuchter (nasser) Saum bzw. linienf. Hochstaudenflur <KA0> (0,10 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Aronstab (Arum maculatum)
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Druesiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Einbluetiges Perlgras (Melica uniflora)
  • Esche (Fraxinus excelsior (subsp. excelsior))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Flutender Wasser-Hahnenfuss (Ranunculus fluitans)
  • Frauenfarn (Athyrium filix-femina)
  • Gehoernter Sauerklee (Oxalis corniculata)
  • Gemeine Pestwurz (Petasites hybridus (subsp. hybridus))
  • Gemeine Waldsimse (Scirpus sylvaticus)
  • Gewoehnliche Goldnessel (Galeobdolon luteum)
  • Gewoehnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius (subsp. elatius))
  • Gewoehnlicher Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
  • Giersch (Aegopodium podagraria)
  • Grosse Brennessel (Urtica dioica)
  • Gundermann (Glechoma hederacea)
  • Hain-Sternmiere (Stellaria nemorum)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum)
  • Korb-Weide (Salix viminalis)
  • Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica (subsp. sylvatica))
  • Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
  • Stiel-Eiche (Quercus robur (subsp. robur))
  • Wald-Ziest (Stachys sylvatica)
  • Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum (subsp. sylvaticum))
  • Waldmeister (Galium odoratum)
  • Weisse Hainsimse (Luzula luzuloides)
  • Wiesen-Knoeterich (Bistorta officinalis (subsp. officinalis))
Tierarten:
Schutzziele: Erhaltung naturbetonter bis naturnaher Flussläufe mit typischen Auenbiotopen
Gefährdungen:
  • nicht einheimische Arten
  • Nutzungsaenderung (LW)
Maßnahmen:
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Mahd
  • naturnahe Waldbewirtschaftung
  • NSG-Erweiterung / vertragliche Regelung
  • Wiederaufnahme urspruenglicher Nutzung nach Nutzungsaenderung
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