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Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW


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Naturschutzgebiet Kraemershagen (HSK-308)

Objektbezeichnung:

NSG Kraemershagen

Kennung:

HSK-308

Ort: Medebach
Kreis: Hochsauerlandkreis
Bezirksregierung: Arnsberg
Digitalisierte Fläche: 8,11 ha
Offizielle Fläche: 8,12 ha
Flächenanzahl: 1
Schutzstatus: NSG, bestehend
Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Inkraft seit: 2002
Inkraft: 2003
Außerkraft: 9999
Schutzziel:
Referenzen FFH- und VS-Gebiete:
Referenzen Schutzwürdige Biotope (BK):
  • BK-4718-0003
Kennung:

BK-4718-0003

Objektbezeichnung:

NSG Kraemershagen

Link zur Karte: BK-4718-0003
Objektbeschreibung: Das NSG umfasst einen nach Süden bis Osten abfallenden, durch eine Talmulde reliefierten Grünlandhang mit Mager- und Fettweiden, quelliger Nassbrache, Gebüschen und Heckenresten. Der südliche Teil des NSG wird von einer mäßig intensiv genutzten Mähweide eingenommen. Am Südrand der Weide stehen wegebegleitend kurze Heckenfragmente, im Osten ein durchweidetes Gebüsch. Ein grabenartig vertiefter, beweideter Bach durchfließt die anschließende Talmulde. Sein großteils abgezäuntes Quellgebiet wird von einer quellvernässten Mädesüß-Hochstaudenflur mit Herbstzeitlose eingenommen. Der nördlich anschließende Hang trägt eine artenreiche, locker bis dicht mit Dornsträuchern durchsetzte Magerweide, die im Osten in eine nicht mehr genutzte, stark vergraste und mit Besenginster verbuschte Magerweidenbrache übergeht. Eine hier anschließende Jungfichtenparzelle wurde geschlagen. Der sich nördlich anschließende Bergrücken wird großteils von einem durchweideten Gebüsch mit einzelnen alten Laub- und Nadelbäumen und mehrtriebigen Ebereschen eingenommen. Die Sträucher sind häufig abgestorben. Das komplexe Gebiet weist noch markante Züge extensiver Weidelandschaften auf mit besenginsterheideartigen Bereichen und triftartig strukturierten Flächen mit unterschiedlich stark aufkommenden Gebüschen, ergänzt durch Mager- und Feuchtgrünland. Es ist von regionaler Bedeutung für das Biotopverbundsystem der tradierten bäuerlichen Kulturlandschaften in der Medebach Bucht. Die Bewirtschaftung (Beweidung) des Gebietes sollte extensiv fortgeführt werden, wobei die verbuschten Bereiche nicht weiter zuwachsen sollten, während im weitgehend offenen Südteil eine Erhöhung der Strukturvielfalt anzustreben ist.

Hinweis: Die Angaben zu den Lebensraumtypen, Biotoptypen, Pflanzen- und Tierarten beziehen sich jeweils auf ein oder mehrere referenzierte BK-Objekte. Wenn diese in Einzelfällen größer als das NSG sind, können sich die Angaben auf Teilflächen außerhalb des NSG beziehen und damit z.B. die Flächensumme aller LRTs größer als die Fläche des NSGs sein kann.

Lebensraumtypen:
  • <> (0,15 ha)
  • <> (0,01 ha)
  • kein LRT <kein LRT> (5,48 ha)
  • Schutzwürdige und gefährdete flächige Gebüsche und Baumgruppen <NBB0> (0,50 ha)
  • Mesophiles Wirtschaftsgrünland incl. Brachen <NE00> (0,12 ha)
  • Nass- und Feuchtgrünland incl. Brachen <NEC0> (0,07 ha)
  • Magergrünland incl. Brachen <NED0> (1,09 ha)
Geschützte Biotope (§62):
Biotoptypen:
  • Schlagflur <AT0> (0,15 ha)
  • Gebuesch, Strauchgruppe <BB0> (0,50 ha)
  • Strauchhecke, ebenerdig <BD2> (0,01 ha)
  • Fettwiese <EA0> (3,23 ha)
  • Fettweide <EB0> (2,37 ha)
  • Magerweide <ED2> (0,74 ha)
  • Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <EE3> (0,07 ha)
  • brachgefallenes Magergruenland <EE4> (0,35 ha)
Rote Liste Arten 2010 NRW:
Planungsrelevante Arten:
Pflanzenarten:
  • Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)
  • Bachbunge (Veronica beccabunga (subsp. beccabunga))
  • Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
  • Besenginster (Cytisus scoparius)
  • Bitteres Schaumkraut (Cardamine amara)
  • Brombeere Sa. (Rubus sectio Rubus)
  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Echtes Labkraut (Galium verum (subsp. verum))
  • Echtes Maedesuess (Filipendula ulmaria (subsp. ulmaria))
  • Eingriffliger Weissdorn (Crataegus monogyna)
  • Europaeische Laerche (Larix decidua (subsp. decidua))
  • Fichte (Picea abies)
  • Flatter-Binse (Juncus effusus (subsp. effusus))
  • Gaensebluemchen (Bellis perennis)
  • Gemeine Braunelle (Prunella vulgaris)
  • Gemeiner Frauenmantel Sa. (Alchemilla vulgaris agg.)
  • Gemeines Ferkelkraut (Hypochaeris radicata (subsp. radicata))
  • Gewoehnliche Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Gewoehnliche Schlehe (Prunus spinosa)
  • Gewoehnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
  • Gewoehnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
  • Glattes Habichtskraut (Hieracium laevigatum)
  • Gras-Sternmiere (Stellaria graminea)
  • Hasenpfoten-Segge (Carex leporina)
  • Herbst-Loewenzahn (Scorzoneroides autumnalis)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Hirse-Segge (Carex panicea)
  • Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga)
  • Kleiner Sauerampfer (Rumex acetosella)
  • Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella)
  • Knolliger Hahnenfuss (Ranunculus bulbosus (subsp. bulbosus))
  • Kriechende Hauhechel (Ononis repens)
  • Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
  • Mittlerer Wegerich (Plantago media (subsp. media))
  • Ohr-Weide (Salix aurita)
  • Rotes Straussgras (Agrostis capillaris)
  • Rotschwingel Sa. (Festuca rubra agg.)
  • Rundblaettrige Glockenblume (Campanula rotundifolia)
  • Spitz-Wegerich (Plantago lanceolata)
  • Spitzbluetige Binse (Juncus acutiflorus (subsp. acutiflorus))
  • Sumpf-Baldrian (Valeriana dioica)
  • Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus)
  • Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre)
  • Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica)
  • Sumpf-Vergissmeinnicht Sa. (Myosotis scorpioides agg.)
  • Trauben-Eiche (Sa.) (Quercus petraea agg.)
  • Trauben-Holunder (Sambucus racemosa)
  • Wald-Ehrenpreis (Veronica officinalis)
  • Weide-Kammgras (Cynosurus cristatus)
  • Weissklee (Trifolium repens (subsp. repens))
  • Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea)
  • Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wilde Moehre (Daucus carota (subsp. carota))
  • Zweigriffliger Weissdorn (Crataegus laevigata)
Tierarten:
Schutzziele: Erhalt einer durch extensive Weidenutzung geprägten vielfältigen Kulturlandschaft mit artenreichen Magerweiden und quellvernässtem Grübnland u.a.als wertvoller Lebensraum für Gebüschbrüter wie den Neuntöter innerhalb des Vogelschutzgebietes Medebacher Bucht.
Gefährdungen:
Maßnahmen:
  • Anlage von Biotopen
  • Erhaltung der Landschaftsstrukturen
  • extensive Gruenlandbewirtschaftung, Beweidung
  • keine Duengung
  • Vegetationskontrolle
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